Mittwoch, 23.03.2005

Nach dem Frühstück begannen wir unsere zweite größere Tour in Richtung Norden des Landes dem Chaco.
Heute fiel es nicht sonderlich schwer ohne größere Probleme den richtigen Weg zu finden, denn schon nach wenigen km kann man die Trans-Chaco-Brücke sehen, welche nach einer in Paraguay üblichen Mautstelle, über den Rio Paraguay führt.
Mit etwas Glück, kann man von hier aus linkerhand einen Blick nach Argentinien werfen, doch dies ist wetterabhängig und wir hatten heute nicht das Glück, denn es war noch immer recht düsig, doch mit 22Grad angenehm warm für unsere Verhältnisse.
Auf er Routa 9 fahren wir nun knapp 200 km in die südliche Steppenregion des Landes, vorbei an dem kleinen Städtchen „Villa Hayes“ führt es uns immer geradeaus in die sich recht schnell und deutlich sichtbar veränderte landschaftliche Idylle.

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Wunderschöne sumpfige Palmenwiesen, zahlreiche Sümpfe auf denen sich Reiher und Störche zeigen, aber auch teilweise große verbrannte Wiesenflächen und Baumstümpfe bieten ein einzigartiges Bild. Erstaunt bin ich ebenso von der flachen Landschaft hier, keine Berge, Täler einfach alles ebenerdig.

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Von dem faszinierenden Vogelparadies sehen wir leider nur sehr wenig, zumindest keine Papageien, Flamingos oder Geier, welche hier zu Hause sind. Dafür hätten wir noch viele km tiefer in den Chaco fahren müssen, was wir aber nicht taten.
Also fahren wir zurück in Richtung Asuncion.

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 Erwähnenswert wären hier allerdings noch die vereinzelten Einheimischen, zum Teil auch Indianer, welche in Ihren winzigen Holzhüttchen oder auch mit Planen gespannten Häuschen in der Nähe der Routa leben und am Straßenrand Ihre eigens hergestellten Korbwaren, Strohhüte u.ä. versuchen zu verkaufen. Nachdem wir nur vereinzelt wenigen Autos und Bussen begegnet sind, wird dies sicherlich nicht all zu leicht sein.

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 Mittlerweile steigen die Temperaturen rasch und die Sonne lässt sich wieder blicken, so das wir es uns nicht nehmen lassen nach einem kleinen Einkauf gleich mal in den Pool zu springen.
Carmens Mann Rainer (ich glaube ich habe Ihn noch garnet erwähnt bisher, sorry!), kehrt heute von einer seiner Reisetouren zurück. Er bietet verschiedene kleinere und größere, mehrtägige Touren zu all den Sehenswürdigkeiten des Landes an, incl. Übernachtungen in Hotels.
Leider haben wir dies zu spät erfahren und mittlerweile ist er für viele Wochen schon ausgebucht, ansonsten hätten wir sicher auch gerne mit Ihm eine kleine Reiseführung unternommen.

Zu meiner Freude bringt er einen großen Surubi´( einen riesigen, grätenlosen Flussfisch) für das Abendmahl mit, den Carmen gleich zubereiten muss.
Ich bin happy, denn Fisch ist meine Lieblingsspezialität 😉
Und er schmeckt fantastisch, wie sich dann später herausstellte!

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