Samstag, 19.03.2005

Im Vergleich zu Frankfurt bin ich von dem brasilianischen Airport, vor allem wegen seiner Sauberkeit, sehr positiv beeindruckt.
Wir stellen unsere Uhren um 4h zurück und müssen nochmals über 3 h auf unseren Weiterflug nach Asuncion warten, was uns nicht unbedingt leicht fällt, da hier im gesamten Flughafengebäude „Rauchverbot“ herrscht, etwas was man in Deutschland nicht gewohnt ist, doch ich finde es schon ok, auch wenn es uns momentan weniger gefällt!
Nach einer kleineren Verspätung nehmen wir Anflug auf die Hauptstadt Paraguays und landen gegen Mittag in Asuncion.

Zum großen Erstaunen erwartet uns auch hier ein supertoller Airport, sauber, freundlich und (mein erster Eindruck) hier herrscht das volle Leben, denn schon jetzt ist die unterschiedliche Mentalität der Menschen zu spüren.
Wir sind sehr froh darüber unser gesamtes Gepäck relativ schnell wieder in unseren Händen zu wissen.
Nach einem kurzen Durchchecken beim Zoll (mit einem kurzen Blick in den Koffer) machen wir uns auf die Suche nach Familie Ruck, bei denen wir die ersten Tage ein nettes Appartementhäuschen gemietet haben. Zum Glück haben wir einen Tag vor Abflug in Deutschland Bilder von uns per Mail an die Rucks versandt 😉
Man sollte es nicht glauben, doch bei den Menschenmassen welche hier auf uns einströmten, viele davon die uns auch Ihre Hilfe beim Tragen des Gepäckes bzw. uns ein Taxi anboten, war es schwierig ein uns doch relativ unbekanntes Gesicht zu erkennen und zu finden.
Carmen R. hatte da wohl wenigere Probleme, zum Glück!

Nach einer kurzen Begrüßung begaben wir uns auf den Weg zum Parkplatz, wurden da zum einen von der Hitze (knapp 40Grad und wir noch pudelwarm eingekleidet!) geschockt, zum anderen stand da ein autoähnliches schrottreifes Wesen…ein „Gol“, (vergleichbar mit einem Golf in Deutschland) Ich kann und möchte gar nicht weiter ausführlicher darüber berichten, doch für mich war nur schwer vorstellbar, ob man mit so einem Pkw in dessen Zustand noch fahren kann.
Wir fuhren in etwa 10 min nach Luque, einer kleinen Vorstadt von Asuncion, wo die Rucks auf Ihrer Estancia leben.
Es waren zunächst so viele Eindrücke, welche auf einen einwirkten. Oliver filmte schon fleißig zum „Gol“ heraus, während Carmen von Land & Leuten erzählte. Ich verstand auf der hinteren Sitzbank allerdings kaum ein Wort, spürte nur bei jedem Schlagloch, bzw. bei jeder Bodenwelle, von denen es wie sich später herausstellte nicht wenige gab, wie mein Kopf gegen den Himmel donnerte 😉
Meine ersten Eindrucke von Luque und der kurzen Fahrt zur Unterkunft, sind nicht sehr positiv zu beschreiben, die Luft war stickig blau, durch die Abgase der zahlreichen PKW´s und vielen Busse., ( bei diesen tropischen Temperaturen und der fehlenden Klimaanlage, kann man sich das sicher sehr gut vorstellen…) die Straßen wie schon erwähnt waren zum Schreien, die Straßenränder waren schmutzig und irgendwo alles sehr chaotisch…
Ganz anders hingegen das Grundstück der Rucks, es ist auf den ersten und auch auf den zweiten Blick, ein Traum!!

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Überwältigt von der Vegetation und dem gesamten Anwesen legt sich bei mir der Schock über die 6 Hunde welche zur Familien gehören, relativ schnell wieder. ( Bis zu diesem Tage hatte ich schon seit frühester Kindheit, große Angst vor den Vierbeinern, doch das sollte sich von nun an ändern…)

Nach dem Auspacken, Duschen und Umziehen lehnten wir die Einladung der Hausherrin auf eine kühle Erfrischung im Garten, nicht ab.

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 Carmen gab uns unendlich viele Tips und gute Ratschläge, sie beschloss mit uns gegen Abend zum Supermarkt in die Stadt zu fahren, so das wir noch nötigen Kleinkram für uns einkaufen konnten.
Dort angekommen, liefen wir ein wenig durch die für den relativ kleinen Ort, zahlreichen Verkaufsstraßen, wo es von Lebensmitteln, Klamotten bis hin zu Elektronikartikel, und vieles mehr zu kaufen gab. Das Leben hier spielte sich unverkennbar, beinahe nur auf den Straßen und Gehwegen ab, die Läden waren meist ausgestorben.
Die Menschen schienen mir vom ersten Moment an hier sehr freundlich und hilfsbereit zu sein.
Auffallend für mich waren die Blicke der Einheimischen auf uns, man konnte sie überall und immer sehen und spüren, es kam mir sehr seltsam vor, wobei auch wir sicher nicht anders schauten…
Der Supermarkt lässt sich soweit mit dem Aldi in Deutschland vergleichen, es gibt beinahe alles zu kaufen, ist etwas primitiver, allerdings der Obst/ Gemüsestand erinnert mich stark an die vergangenen DDR Zeiten. Braunbefleckte Bananen, matschige Tomaten u.ä., alles Angebotene sehr stark verschmutzt und großteils überreif.
An der Kasse angekommen, staune ich nicht zu unrecht. 2 Kids füllen unsere Einkaufstüten und tragen sie ins nahe gelegene Parkhaus, bekommen dafür 1000 Guarani umgerechnet also wenige Cents) und sind so“ Happy“ darüber!! Ich habe das noch nirgendwo erlebt, Oliver kannte erzählte mir aber das es in südeuropäischen Ländern wohl ähnlich sei.
Der erste Tag geht mit einem leckeren Abendessen und einem Anruf in der Heimat zu Ende. Und wir sind gespannt was uns die kommenden Tage alles erwarten wird.

2 Kommentare zu “Samstag, 19.03.2005

  1. Helmut Peter

    Reisebericht gefällt mir sehr gut. Gibt es eine Adresse von Fam. Ruck?? Wollen einen Informationsurlaub machen. Was ist zu beachten? Gruß Helmut Peter

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