Eine Autowäsche für´s Bus-Ticket…

Am Freitagmittag stand plötzlich ein Papa mit seinem kleinen Bub vor unserer Tür. Die Beiden wollten mit dem Bus in die Stadt fahren, doch leider fehlte Ihnen das Geld für ein Ticket.
Daher fragte der Papa, ob es denn nicht möglich sei, unser Auto waschen zu können und sich somit 10.000Gs (=1,50€) zu verdienen.
Wir hatten keine Probleme damit, denn so halfen wir den Beiden und hatten auch endlich wieder einmal einen sauberen Wagen.
Oli schaffte somit die nötigen Waschutensilien heran, während ich den  Buben mit Süßigkeiten versorgte.

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Nach einer ¾ h war die Arbeit erledigt, das Auto außen und innen geputzt. Wir gaben den Beiden dafür 20.000Gs und auf die Frage, ob er denn wiederkommen dürfte, beschlossen wir das er aller 14 Tage gerne bei uns anklopfen kann.

9 Kommentare zu “Eine Autowäsche für´s Bus-Ticket…

  1. Erwin

    Hola éla,
    die 20000 Gs kann ich gerade noch aufbringen, könntet Ihr ihn nicht auch mal bei uns vorbeischicken unsre Autos haben auch eine Pflege notwendig. Nur mit dem Flug…., naja…..
    Hasta cuatro de Abril en Luque, Erwin

  2. Arthur

    Ich sehe es LEIDER anders: Wenn 10.000 angeboten und akzeptiert werden, sollte man auch NUR diese bezahlen!
    —nicht aus Geiz—
    Aus dem Gedanken heraus, das der Nachbar des Autowaeschers, der JEDEN TAG 10-12 Stunden arbeiten geht, diese Summe (oder etwas mehr) als TAGESLOHN erhalten koennte … nicht fuer 45 Minuten!

  3. Chinguarime

    Hier im Zentrum werden dafür,gleiche Situation, üblicherweise 5000 bezahlt.Wenn noch selbst mitgebrachte Politur angeboten wird 8000.

  4. Wattwurm

    wegen 1,50 eus son nen aufstand?
    kricht doch eh alle rente aus good old germany da tun 1,50 doch nich weh und ihr tut auch noch was für eure nachbarn die eh arm dran sind.
    also ein zusammenleben im ausland geht auch ohne ausgrenzung am besten.

  5. Wattwurm

    und wenn man oder frau ma wieder urlaub im ach so schönen
    sozialabgesicherten Deutschland macht ,darf er auch gerne klammoten ,spielzeug etc.mitbringen damit Kinder nicht mit
    Dreckigen coladosen spielen müssen.

  6. Petra

    @ wattwurm,
    es geht nicht um 1,50 Euro – es geht nicht um Geiz oder oben und unten, arm und reich.
    Es geht um die die Verhältnismäßigkeit, es geht um die Fairness anderen Menschen gegenüber, die für das gleiche Geld einen ganzen Tag malochen müssen.

    Oder sieh es doch mal so:
    eine empleada, die 8 Stunden lang putzt, verdient – wenn sie sehr sehr sehr gut bezahlt wird – 40.000 Guaranies.
    Ein Maurer – wenn er gut ist – bekommt vielleicht 50.000 Gs. am Tag!

    Im übrigen – einen Spielball für die Kinder bekommt man auch hier an jeder Straßenecke – warum kaufst Du nicht einen???

    Beste Grüße
    Petra

  7. wattwurm

    nun werd mich ja selber bald dem thema dauerhaft stellen müssen ob 1.50 alle 2 wochen für ca 2 stunden arbeit gerechtfertigt sind.
    Nun gut billige Plastebälle gibs echt ne menge aber ich glaub da gehört ne menge mehr dazu als wie nen 20 cent ball aus Brassil an kleine kinder zu überreichen.
    Schulhefte,malstifte,kleidung ach und fast hätt ich auch das essen vergessen.
    Was ich halt nich leiden kann is das einige „Deutsche“ sich dort echt ohne respeckt gegenüber dem Paraguayer verhalten.
    Leider.
    Gruss aus der legebatterrie Ähhhhh wohnblock Deutschland der hoffentlich bald nicht mehr meine Heimat sein wird.

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