Unwetter über Luque

Am Montagabend zog über Luque nach langanhaltend winterlicher Wärmeperiode ein richtig heftiges Gewitter auf. Die schwülen 29Grad, welche das Thermometer noch am späten Nachmittag bei uns anzeigte, wurden von einem orkanartigen Sturm mit anschließend heftigem Gewitter, wie wir es eigentlich nur in den Sommermonaten gewohnt waren, sprichwörtlich „vom Winde verweht“.
So waren wir Beide wieder fleißig am Wischen im Hause, was wir während der letzten Wochen beinahe schon verlernt hatten.

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Vorsorglich stellten wir alle Kerzen und Taschenlampen bereit und gegen 20Uhr fiel auch schon die erste Stromphase im Hause aus. Eine Stunde später war es wie zu erwarten, dann stock dunkel bei uns.
Am kommenden Morgen mussten wir uns wieder bei kühlen 15Grad aus dem Bett quälen, und stellten sehr schnell fest, das wir noch immer ohne Strom waren.
Ohne Strom in der Villa Kunterbunt bedeutet gleichzeitig, auch kein Wasser zu haben, was die ganze Sache noch etwas schmackhafter macht. Aber wir haben ja einen Pool, können da zumindest Wisch- und Toilettenwasser nutzen.
Mit einem Blick aus dem Fenster konnten wir den noch relativ harmlosen Schaden der vergangenen Nacht in unserem Garten erkennen.

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Einige Blümchen mussten wohl daran glauben, doch die meisten Pflanzen werden sich wieder erholen. Mit Laub und Ästen übersät fanden wir Garten, Vorhof, alle Balkone, wie auch die Dachterrasse vor.

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Selbst in unserer Küche und dem Wohnzimmer liefen wir durch eine Sandschicht und reichlich Laub, dank der undichten Türen und Fenster 😉

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Da Oliver durch den Stromausfall sowieso nicht arbeiten konnte, begannen wir gemeinsam einen Großputz zu starten. Ich begann im Haus damit, Oliver fegte und wischte den Außenbereich und säuberte den Pool.

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Von unserem Hausbesitzer Mr. Angel wurde uns mitgeteilt, dass durch den Sturm ein Transformator beschädigt wurde, und daher nicht nur wir, sondern unser gesamtes Barrio stromlos sei.
Da dies leider nur einer von 20 Defekten in der Stadt Luque gewesen war, konnte man nicht wirklich damit rechnen, dass dies schnell repariert werden würde.
Gegen Mittag hatten wir das Glück, den gesamten Inhalt unserer Gefriertruhe, bevor diese zu schmelzen begann, zu Bekannten zu fahren, welche netterweise noch reichlich Platz und auch Strom für unsere Leckereien hatten.
Am Nachmittag wieder zu Hause angekommen, noch immer kein Strom! Relativ schnell erfuhren wir dann, dass man den neuen Transformator aus Itaipú liefern lassen musste. Dennoch sollten um 15Uhr die Arbeiten abgeschlossen sein, und alles wieder funktionieren.
Ein kleines Fünkchen Hoffnung entfachte in uns, es war viertel vor Drei.
…wir verbrachten den Abend erneut im Dunkeln.
Dank unseres Gasherdes konnten wir wenigstens etwas Warmes kochen am Abend.
Auch der Kamin wurde nach langer Pause wieder angeheizt.
Heute Morgen gegen 4Uhr fand die ganze Geschichte endlich ihr Ende. Nach 31h Leben ohne Elektrizität und Wasser leuchtete das Haus lichterhell. Selbst geschlossene Wasserhähne begannen zu laufen, wie auch immer das hier geschieht.

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