Erfahrungen aus unserem Leben in Paraguay

Man sollte meinen, dass wir seit einigen Tagen schon mit einem nun endlich zugelassenen Auto fahren können. Wie ich bereits vor einigen Tagen geschrieben hatte, wurden wir vergangenen Freitag darüber informiert, dass unsere Unterlagen incl. der Kennzeichen beim hiesigen Notar zur Abholung bereit liegen.
Zunächst gab es die Forderung des Notares nach einer nochmaligen Zahlung von 600.000Gs (dies entspricht ca. 100€) bei Abholung. Da der Fehler, der unkorrekt gelesenen Ziffer nicht unser Verschulden gewesen ist, sehen wir eigentlich nicht ein, für deren Schlamassel zahlen zu müssen.
Der Vorbesitzer des Wagens befindet sich seit wenigen Tagen nun in Deutschland, so dass man es um einiges einfacher hat, uns dieses Geld abzuknüpfen.
Doch hierbei ist noch nicht das letzte Wort gesprochen…
Wir waren gestern Vormittag bei dem Herrn Livieres, welcher und höchstpersönlich in Empfang nahm.
Er bat uns um etwas Geduld, und teilte uns dann nach kurzer Wartezeit mit, das bisher lediglich ein Eintrag unserer Zulassung vorgenommen wurde, doch weder die „grüne Karte“ noch die Kennzeichen zum mitnehmen vorliegen würden. Die Unterlagen der Señora seien auch noch nicht bearbeitet. Es täte Ihm leid. Wir sollten uns am Nachmittag nochmals telefonisch mit seinem Büro in Verbindung setzten, da dann seine Mitarbeiterin welche an unserem speziellen Fall arbeitet, im Hause sei.
Wir konnten es nicht glauben. Es ist für einen in Deutschland aufgewachsenen Menschen auch in keinster Weise nachzuvollziehen, was sich in den Köpfen der Menschen hier abspielt. Der Eine schreit „Hüh“ der Andere „Hott“… und das ganze scheint hier auch noch als ganz normal eingestuft zu werden. So ist es eben, hier in Paraguay… und wir werden damit leben müssen. Ich bin schon eifrig am Lernen was dies betrifft.
Man kann nur froh sein, das es momentan nur um eine einfache Autozulassung geht und nicht um lebenswichtigere Dinge.
Durch das Telefonat am Nachmittag konnte erneut niemand eine fundierte Auskunft gebe, doch man wollte uns zurückrufen, was jedoch nicht geschah…

4 Kommentare zu “Erfahrungen aus unserem Leben in Paraguay

  1. Anton

    Ich finde, dass dies in Paraguay nicht normal ist, aber ein deutschsprachiger Notar kann sich anscheinend alles erlauben. Persönlich habe ich seit zwei Jahrzehnten einen paraguayischen Notar, der zu meiner vollsten Zufriedenheit arbeitet und dazu noch schnell und preiswert ist und zu keinerlei Beanstandung Anlass gibt.

  2. Christiane

    Wir haben auch einen Paraguayer und sind mit dem sehr zufrieden. Interessehalber haben wir mal Nachgefragt wie lange bei ihm eine Umschreibung für ein Fahrzeug dauert. Die Auskunft lautete, wenn alle Unterlagen vorhanden sind, ist alles in ca. 3 Wochen fertig, er ist per Computer mit den zuständigen Stellen vernetzt (hat er uns gleich ganz stolz vorgeführt). Auch mit den Papieren für’s Haus ging alles ratz fatz.

  3. Mike

    Ja das kenne ich hier aus Thailand auch sehr gut solche Behörden Willkür, aber hier sagen die Thais – Djai jen jen – was so viel heißt wie – kaltes Herz, also ruhig bleiben. Ohne viel Geduld kommt man hier nicht weiter. Wenn man Alarm macht dann wird erst recht rumgezickt. Beschweren kann man sich nicht, interessiert niemanden. Wir als Europäer – deutsche, müssen uns halt daran gewöhnen das es woanders eben anders ist als in good old germany. Aber trotzdem lieber lebe ich in Thailand als in Deutschland.

    Viele Grüsse aus Bangkok
    Mike

    1. Oliver

      Hallo Mike,

      ja, in der Ruhe liegt die Kraft 🙂
      Und es stimmt aufregen bringt nichts. Wir sind hier die Ausländer und sollten uns anpassen.

      Viele Grüße nach Bankok
      Oliver

      PS: gute Shopsoftware: xtcModified

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