Ein Jahr in Paraguay

Vor 1 Jahr und 24 Tagen begann für uns ein neues Leben hier in Paraguay, mehr als 10.000km entfernt der Heimat.
Die für uns ersten Erfahrungen in einem fremden Land, welches wir von nun an „unser neues zu Hause“ nennen dürfen,  wurden (meist) regelmäßig auf unserer Homepage niedergeschrieben ,unterlegt mit zahlreichen Fotos.
Wir hoffen somit, unseren Familien, all unseren  Freunden & Bekannten, aber auch anderen Paraguay interessierten Menschen einen kleinen Einblick  aus unserem Leben vermitteln zu können
Beginnend von…
*der Suche nach einem passenden Miethaus (der Villa Kunterbunt), unserem Einzug in diese damals noch große Baustelle, den zahlreichen Baumaßnahmen darin (welche bis heute noch immer nicht abgeschlossen wurden)…
*dem monatelangem Fahren ohne Kfz-Zulassung… und einer Handvoll Polizeikontrollen…
*unserem  ersten Weihnachtsfest ohne Familie, dem üblichen Gänsebraten, Stollen & Glühwein,  dafür heftigem Gewitter, bei tropischen Temperaturen mit leckerem Asado, Caipirina & mitternächtlichem Feuerwerk…
*dem ersten Krankenhausbesuch…
*den mittlerweile überstandenen ersten Wintermonaten im Lande…
und einiges mehr…
Wir haben uns in den vergangen 12 Monaten, welche anfangs sicher nicht immer die einfachsten gewesen waren (allein bedingt durch die Sprachbarriere)sehr gut eingelebt. Glücklicherweise hatten wir gleich von Beginn an, über 8 Monate lang 2 Mal wöchentlich Spanisch Unterricht  von einem Privatlehrer erhalten, welcher uns leider jedoch im September aus familiären Gründen verlassen musste. An dieser Stelle nochmals „Vielen Dank, Josef“, wir hoffen es geht Dir und Deiner Familie gut!
Kurze Zeit später haben wir zusammen mit Freunden  eine kleine Spanischgruppe gebildet und üben nun „meist“ regelmäßig gemeinsam.
Wir sind Beide der Meinung, dass wir hier ein stressfreieres und angenehmeres Leben führen als wie es in Deutschland der Fall war und dies liegt sicherlich  nicht allein an den 300 Sonnentagen im Jahr…
Sicherlich ist auch hier in Paraguay bei weitem nicht alles Gold was glänzt, doch solch einen Ort wird sich wohl nirgendwo auf der Welt finden lassen.
Nicht nur die positiven Aspekte sollte man hier genießen, man muss genauso  mit den „Macken“ des Landes  leben, zumindest sollte man versuchen diese zu akzeptieren (auch wenn das nicht immer ganz so einfach ist).
Während der letzten Monate haben wir so einige neue Menschen kennenlernen können, welche mit wenigen Ausnahmen sehr gute Bekannte oder gar Freunde geworden sind. Ein Großteil derer sind ebenso Auswanderer, wie wir, also Deutsche, Österreicher oder Schweizer, manche leben erst seit wenigen Monaten hier Andere  bereits seit über 20 Jahren.
An sich empfinden wir es als selbstverständlich, dass man, sofern eine gewisse Sympathie vorhanden ist,  einander behilflich ist. Ganz besonders in den ersten Monaten  ist es sicher sehr hilfreich seine Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Unter Deutschen soll dies jedoch nicht all zu selbstverständlich sein,  man hört und liest darüber oftmals  ganz andere Geschichten…Demnach können wir uns bisher glücklich schätzen!
Keineswegs  zu vergessen sind natürlich die Paraguayos, welche bisher ohne Ausnahme  stets sehr offen, herzlich  und hilfsbereit uns gegenüber waren. Mag sein, dass  dies  zum Teil an dem großen Dollarzeichen in unseren Augen liegen mag…  dennoch ist dies ein wesentlicher Punkt, welcher  uns ein  stressfreieres und schöneres Leben hier ermöglicht.
Doch, wir genießen es wirklich sehr, die mürrische, teils schon verbitterte Art mit welcher wir sehr oft in Deutschland konfrontiert wurden, sei es im normalen Alltagsgeschehen, auf dem Weg zur Arbeit,  auf Behörden oder spät abends beim Einkauf, hier nur noch sehr selten anzutreffen. Wenn doch, gibt es meist keinen Zweifel über deren Nationalität 😉 wie wir schon erleben durften.
Was die Sicherheit in Paraguay betrifft  können wir sagen, dass bis zum Nachmittag des 11.10. wir uns keineswegs unsicher fühlten, weder unterwegs, noch zu Hause, ganz gleich ob Tag oder Nacht.
Mit dem Einbruch in unser Mietshaus hat sich die Meinung vielleicht ein wenig verändert, doch nachdem wir vor 2 1/2 Wochen die „Villa Kunterbunt“ samt Luque und seinen Banditos verlassen, und uns in einem neuen, sehr nettem zu Hause gut eingelebt haben, beruhigen sich unser beider Seelen bereits wieder, das Leben geht weiter….
Kommende Woche werden wir schon unseren ersten Besuch aus Deutschland bekommen. Olivers Eltern werden für 3 Monate (so ist es zumindest geplant) bei uns im Paraguay Häuschen leben.
Wir hoffen Euch einen kleinen Eindruck von unserem 1. Jahr hier im Lande vermittelt haben zu können und werden natürlich weiterhin über Erlebnisse, Neuigkeiten und andere Geschehnisse aus Nueva Colombia berichten.

Muchos saludos

Oliver & Manuela

2 Kommentare zu “Ein Jahr in Paraguay

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