Friseurbesuch

Ganz gleich welche Ortschaften man hier in Paraguay durchfährt, Farmacias (Apotheken), Despensas (kleinere Lebensmittelläden), Gomerias (Reifenreparaturwerkstätten) und auch Salónes de peluquería (Friseursalons) finden sich in großer Vielzahl überall.
Mein Friseursalon befindet sich nach wie vor in Luque. Ich hatte wohl sehr großes Glück gleich beim ersten Versuch vor 1 ½ Jahren den Richtigen gefunden zu haben.
Bisher keine langen Wartezeiten, meist auch ohne Voranmeldung ist ein Besuch möglich und sie schneidet das Haar, wenn auch mit völlig anderer Technik als in Deutschland gewohnt,  schnell, präzise und einfach perfekt.
Natürlich gab es anfangs noch einige Sprachprobleme, doch anhand eines Fotos mit der gewünschten Frisur sowie mit einigen Erklärungen klappte das bisher bestens.
So das die Männlein hier ungeniert miteinander ratschen können, anscheinend mit schlechtem Gewissen  den Frauen gegenüber ;), was gäbe es sonst für eine plausible Erklärung hierfür, trennt man meist den Herrensalon räumlich vom Damensalon ab.
Der Salon, welchen ich besuche besteht aus nur einem kleinen Zimmerchen des Einfamilienhauses der Señora, wo diese mit ihrer Familie lebt. Männern bin ich dort bisher niemals begegnet.

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Dieser Raum enthält den Wartebereich, bestehend aus einem Ledersofa, sowie einem Sessel,  den Frisierbereich mit  Frisiertisch, das Waschbecken nebenan, sowie eine Klimaanlage und natürlich einen Fernseher.

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In kleinen Regalen, bzw. Kommoden werden Kinderkleidung, Spielzeug und Kosmetikartikel zum Verkauf angeboten.
Für mich persönlich war es beim ersten Besuch etwas ungewöhnlich gewesen.
Es werden nicht nur Haare geschnitten, gefärbt und frisiert,  sondern werden ebenso Pediküre und Maniküre angeboten.
So kann es schon passieren, dass einer der Damen auf dem Sofa des Wartebereiches die Hornhaut an den Füssen entfernt und die Zehennägel geschnitten werden, wenige Sekunden später einer weiteren Kundin die Haare gewaschen oder geschnitten werden und anschließend die Fingernägel der 3. Kundschaft lackiert werden.
Ohne Handschuhe oder ein Händewaschen zwischendurch natürlich… doch man gewöhnt sich an so einiges.
Oder wer hätte je geglaubt (von denen die mich persönlich kennen) dass ich aus hygienischen Gründen in diesem Moment nicht blitzartig die Flucht ergriffen hätte?
Ich fand das ganze sicher nicht  besonders toll, doch es gibt ganz Gewiss wesentlich schlimmeres…

Übrigens sind auch die Kosten keineswegs mit denen in Deutschland zu vergleichen. Ich zahlte für das Schneiden und Föhnen 15000 Gs (umgerechnet 2,20 €)

2 Kommentare zu “Friseurbesuch

  1. Ralph aus HH

    Hallo Ihr Beiden,
    …jetzt kennen wir also auch alle das Geheimnis deiner Schönheit…;-)
    P.s. ich will auch zu dem Friseur!…aber bei mir wird es wohl damit allein nicht getan sein…
    Liebe Grüße aus Hamburg

  2. Manuela Autor des Beitrags

    Hallo Ralph,

    Für wen sind denn die schmeichelhaften Worte bestimmt??
    Wenn für Oliver, dann herzlichen Dank, denn ich bin seine Friseurin 😉
    Wenn für mich, dann sind Deine Worte ziemlich stark übertrieben, dennoch „Danke“ für Deinen netten Kommentar auf unserer Homepage.
    Zwar kann ich über Dein Aussehen kaum urteilen, doch die Frisur alleine macht es nicht, damit hast Du völlig Recht.

    Liebe Grüße nach Hamburg
    Manuela

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