Paraguay ist das einzige Land in Südamerika ohne Einkommenssteuer

Paraguay ist das einzige Land in der südamerikanischen Region, das bisher nicht die Einkommenssteuer eingeführt hat. Wie aus einem Bericht des Finanzministeriums hervorgeht, werden die meisten Steuern von den Unternehmen eingebracht. Damit machen die indirekten Steuereinnahmen 9,8 Prozent des Brutoinlandsprodukts aus. Die direkten Steuereinnahmen stellen dagegen nur 2,2 Prozent des Brutoinlandsprodukts dar. Wie weiter aus dem Bericht hervorgeht, bezieht Mexiko 47 Prozent seiner Steuern von Privatpersonen und 52,2 Prozent von Unternehmen. In Nicaragua sind es 39,1 Prozent in Form von Einkommenssteuern und 60,9 Prozent von Unternehmen. In Ländern wie Brasilien und Argentinien, fliessen 30 Prozent der Steuern durch die Einkommenssteuer in die Staatskasse. Das Finanzministerium hatte in der vergangenen Woche eine starke Kampagne zur Einführung der Einkommenssteuer gestartet, um zu verhindern, das die Parlamentarier diese erneut suspendierten. Dabei wurde vor allem auf die postiven Folgen der Einkommenssteuer hingewiesen, die vor allem die Formalisierung im Land fördern würden. Zudem würden dem Land dadurch mehr Resourcen für die Verbesserung der Gesundheit, der Bildung, sowie für die Armutsbekämpfung zur Verfügung stehen. Auch könne die Sicherheit im Land verbessert werden und mehr Jugendlichen ein Stipendiem zur Verfügung gestellt werden. Die Einführung der Einkommenssteuer war bereits von der Regierung am 12. November 2003 unterzeichnet worden, jedoch bisher stets aufgrund der Entscheidung von seiten der Parlamentarier suspendiert worden.

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