Letzter Halt: in Sapucaí, im Departement Paraguarí

Letzter Halt: in Sapucaí, im Departement Paraguarí

Vorgestern ging es die neue Umgehungsstrasse von Paraguari Richtung Villarica bis nach Sapucaí, im Departement Paraguarí. Dies ist ein verschlafenes kleines und gepflegtes Dorf am Fuße der Cordilieren.
Auf der rechten Seite liegt der Bahnhof von Sapucai und die Überreste der Instandhaltungshallen der paraguay´schen Eisenbahn.
Diese wurde dort von Engländern erstellt auf Grund der vielen Wasserquellen.
Alle Maschinen kamen aus England und wurden mittels Riemen mit Dampf betrieben. Das Wasser war zum Kühlen der Heizöfen, aber auch der Gußöfen notwendig. Denn auch Ersatzteile wurden direkt vor Ort erstellt.

Übriggeblieben sind die verlassen Hallen, ein paar Loks und Maschinen.

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Hauptriemenantrieb:
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Heizkessel:
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englische Maschinen:
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Loks:
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Hier ein paar Daten zur Eisenbahn Paraguays:

1857: Die erste Lokomotive des Landes, die „Asunción“ fährt durch die Hauptstadt.
1865: Der Triple-Allianz Krieg führt zur Vernichtung der Bahn.
1887: Ein englisches Konsortium kauft die Eisenbahngesellschaft und baut sie aus.
1996: Der reguläre Personenverkehr wird eingestellt.

Hier sind alle Bilder des Ausflugs, und hier der Google Earth Link.

Cerro Pero in Paraguari

Cerro Pero in Paraguari

Nachdem wir ja schon fast 5 Monate in Paraguari wohnen und fast täglich an dem Hügel vor Paraguari (von Caacupe kommend) vorbeifahrern, haben wir uns gestern dazu entschlossen einen Weg nach oben zu suchen.
Laut Bildern aus Google Earth gibt es eine Weg zum Gehen auf den Cerro Pero. Umso erstaunter waren wir als wir beim zweiten Anlauf auf eine fast fertige Betonstrasse zur Spitze trafen.

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Dort oben ist ein Plateau das von einem Weg umgeben ist. Von dort hat man immer wieder einen Blick auf den Ort Paraguari oder die umgebenden Berge und Ebenen.

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Man sieht die Cordillieren Richtung Piribibuy,

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den Mbatovi,

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den Cerro Hu,

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und die Hügel von Acahay.

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Den Besten Blick hat man von einer ca. 10 Meter hohen Plattform auf einem Fels gelegen.

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Dies ist auf jeden Fall einen Besuch wert wenn man in dieser Ecke Paraguay´s ist.

Alle Bilder vom Cerro Pero.

Feliz Navidad!

Feliz Navidad!

Das bereits schon 4. Weihnachtsfest für uns in Paraguay steht vor der Tür und wie in den vergangen Jahren, zeigt sich auch in diesen Tagen keinerlei Weihnachtsstimmung bei uns Beiden.
Heilig Abend bei uns… es ist ein wunderschön, subtropisch heißer Sommertag, welchen wir ganz „tranquillo“ angehen lassen.
Die Schwiegermutter ist beim Backen und Vorbereiten des Asados für heute Abend beschäftigt, Olivers letzte Arbeitsstunden in diesem Jahr gehen langsam dem Ende entgegen und der Schwiegerpapa hält auf der Terrasse sitzend Bauaufsicht 😉 denn 2 unserer Jungs sind auch heute noch bis zum späten Nachmittag im Pool am Schaffen und legen Fliesen.
Es wurden gerade die letzten Weihnachtsgeschenke verpackt, welche wir gleich an einige der netten und hilfsbereiten Nachbarn, wie später natürlich auch an die Arbeiter verteilen werden. Auch für Wilma & Elly, wie auch die Suegros wird es am Abend eine kleine Überraschung geben.

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Wir Zwei werden uns in diesem Jahr wohl nicht beschenken, doch auch so sind wir sehr glücklich und mehr als zufrieden, denn im Grunde haben wir 2010 schon mehr erreicht als wir uns je hätten träumen lassen.
In diesem Sinne wünschen wir Euch allen, ob im tropischen Südamerika, wie auch im kalten Europa eine „Frohe Weihnachtszeit“, ein paar besinnliche, vor allem stressfreie & friedliche Stunden, sowie einen guten Rutsch & viel Glück, Freude und Zufriedenheit für das Neue Jahr.

Fliessen des Pools

Fliessen des Pools

Diese Woche wurde nun begonnen den Pool zu fließen.
Erst wurde mit Schlauchwaage und Farbschnur eine gerade Linie 2 Fliesen von unten gezogen. Von dort wird erst nach oben gefliest, danach die 2 Reihen unten.
In Paraguari gibt es zurzeit keine Fließenkreuze als Abstandhalter. Alles kein Problem, da werden halt Schaschlikspieße geteilt und dafür genommen 🙂
Improvisation ist alles.

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Expo Flora in Caacupe

Expo Flora in Caacupe

Vorletztes Wochenende besuchten wir Bekannte in Caacupe.

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Auf dem Weg dorthin hielten wir an dem „Gartencenter“ Expo Flora.
Bisher hatten wir es nie geschafft dort einmal Halt zu machen. Also wollten wir uns das diesmal unbedingt anschauen.

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Hier wird auf einem parkähnlich angelegten Gelände mit diversen Pavillons alles Mögliche an Pflanzen und Gewächsen, mit Ausnahme von Obstbäumen, angeboten.
Was für das Land untypisch ist, es ist alles mit Preisen ausgezeichnet.

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Natürlich blieb es nicht nur beim Ansehen. Wer kann da schon wiederstehen… So haben wir uns einen Wagen und einen Verkäufer mit fundiertem Wissen geschnappt und haben uns diverse Pflanzen und Bäume für unseren Garten und das Grundstück gekauft. Schon recht schnell langte dieser Einkauswagen nicht aus, so wurde ein Zweiter gefüllt 😉

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Nach dem Bezahlen an der Kasse wurde anschliessend alles auf den Dodge verladen.

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Am Abend zu Hause in Paraguari suchten wir ersteinmal ein schattiges Plätzchen für all die Neulinge, doch am kommenden Morgen
ging es dann an das Einpflanzen.
Es ist immer wieder faszinierend wie so eine Menge Grün auf dem großen Grundstück „verschwindet“.
Aber so können wir wenigstens noch öfters Blumen und Bäume besorgen 🙂

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Hier sind alle Bilder zu finden.

In diesen Tagen wird in Paraguay im Hochsommer Winterwetter registriert

In diesen Tagen wird in Paraguay im Hochsommer Winterwetter registriert. Der plötzliche Wetterumschwung, der für etwas Erleichterung nach den extrem heißen Temperaturen von über 42 Grad in der vergangenen Woche sorgte, kann als außergewöhnlich bezeichnet werden. Er brachte die Bevölkerung dazu, erneut die bereits verstauten Winterjacken z.b von Khujo hervorzuholen. Dieses Phänomen von einem derartig brüsken Wetterumschwung war zuletzt am 13. Dezember 1963, also vor genau 46 Jahren verzeichnet worden. Darüber sprach der Meteorologe, Eduardo Mingo, der dieses Phänomen als äußerst a-typisch für Paraguay bezeichnete. Am Sonntag waren die Temperaturen in Asunción innerhalb einer halben Stunde um 15 Grad gefallen und zwar von 38 auf nur 23 Grad. Am gestrigen Montag betrug die Temperatur am Morgen 14 Grad und am heutigen Dienstag 12 Grad. Laut Meteorologen sollen diese frischen Temperaturen jedoch nicht lagen anhalten, denn am Samstag könnten die Temperaturen erneut die 35 Grad Marke in Asunción überschreiten, so dass im Chaco sogar mit noch höheren Temperaturen für das kommende Wochenende zu rechnen ist. (lanación)

Wintereinbruch in Paraguay?

Gestern Mittag hatten wir noch knapp 36 Grad, es war schwül und wir waren zu Besuch bei Bekannten.
Um 15 Uhr kam ein stärkeres Gewitter. Nachdem der Regen aufhörte fuhren wir wieder Richtung Heimat.
Abends um 18 Uhr hatten wir nur noch kalte 18 Grad und heute Früh waren es nur 16 Grad.
Also mussten im Dezember wieder die Federbetten her 🙂

Naja, aber ab Morgen gehen die Temperaturen auch wieder aufwärts.

Die internationalen Finanzreserven Paraguays haben erneut einen Rekord verzeichnet

Die internationalen Finanzreserven Paraguays haben erneut einen Rekord verzeichnet. Wie von seiten der Zentralbank verlautete, verfügt Paraguay momentan über Finanzreserven von mehr als 4 Milliarden Dollar, während die Schulden Paraguays lediglich 2 Milliarden Dollar betragen. Nachdem Paraguay 2003 noch ein Default verzeichnet hatte, konnten durch eine strenge Diziplin und gutes Management die Schulden in den letzten Jahren unter Kontrolle gebracht werden. Der Rekord der internationalen Finanzreserven war dank des niederigen Dollarkurses möglich. Diesen nutzte die Zentralbank, um Dollar aufzukaufen und somit die Inflation zu bremsen. Mit diesem Niveau der Finanzreserven hat das Land eine solide finanzielle Position und eine Garantie, um für eventuelle finanzielle Rückschläge gerüstet zu sein. Die gesamten Internationalen Finanzreserven des Landes sind in der Internationalen Bank für Zahlungsausgleich BIS, Schweiz, angelegt. Diese nimmt die Rolle der Zentralbank für alle Zentralbanken der Welt ein. Die meisten Finanzreserven, etwa 73 Prozent, sind in Dollar angelegt, der Rest wird in Gold oder Wertpapieren, sowie Banknoten der heimischen Währung deponiert. Währungsreserven sind die von einer Noten- oder Zentralbank auf der Aktivseite in ausländischer Währung oder Edelmetallen, Sonderziehungsrechten und Reservepositionen im Internationalen Währungsfonds gehaltenen Mittel zu Devisenmarktinterventionen und zur Finanzierung von Außenhandelsdefiziten. (lanación)

Paraguay ist zur Zeit der größte Exporteur des Mercosur

Paraguay ist zur Zeit der größte Exporteur des Mercosur. Das geht aus einem Bericht der Interamerikanischen Entwicklungsbank, BID hervor. Wie es darin heißt, sind die Exporte der lateinamerikanischen Länder allgemein in diesem Jahr um 29 Prozent angestiegen, nachdem im vergangenen Jahr ein Rückgang von 23 Prozent aufgrund der weltweiten Finanzkrise verzeichnet worden war. Im Mercosur sei Paraguay das Land mit den meisten Exporten und zwar exportierte Paraguay 39,7 Prozent der gesamten Exportgüter des Mercosur, gefolgt von Brasilien mit 29,7 Prozent, Uruguay mit 24,6 Prozent und Argentinien mit 24 Prozent. (lanación)

Der Export von Wurst, Speck und anderen Fleischprodukten ist um 400 Prozent gestiegen. Die Länder, in denen die meisten Wurst, Speck und andere Fleischprodukte aus Paraguay exportiert wurden, sind Schweiz, Togo, Bolivien und Ghana. Dabei ist die Schweiz der größte Abnehmer dieser Fleischwaren. Durch den Export von Wurst und Speck kamen zwischen Januar und November dieses Jahres Devisen in Höhe von 850 Millionen Dollar ins Land. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 169 tausend Dollar gewesen. Das bedeutet ein Anstieg von 400,7 Prozent, die aus Daten der Rediex hervorgeht. Somit hat der Export von Wurst, Speck und anderen Fleischprodukten den größten Anstieg im Bereich der Fleischexporte verzeichnet. Neben verschiedenen Wurstarten und Speck wurden auch Rauchfleisch, Kochschinken, sowie homogenisiertes Rindfleisch und Leber ausgefahren. Insgesamt wurde ein Exportvolumen von mehr als 300 Tonnen dieser Produkte registriert. Diese wurden von den Firmen Frigomerc mit 57 tausend Tonnen, Carpediem mit 235 tausend Tonnen und der Kooperative Choritzer mit 64 tausend Tonnen registriert. Ein die Schweiz importierte dabei 57 tausend Tonnen, wodurch mehr als 500 tausend Dollar an Deviseneinnahmen registriert worden waren. (lanación)

Seit 10 Tagen schon können keine Container aus dem Land hinaus oder ins Land hinein gebracht werden

Seit 10 Tagen schon können keine Container aus dem Land hinaus oder ins Land hinein gebracht werden. Als Grund dafür werden die Schranken Argentiniens angegeben, die den nationalen Handel stark beeinträchtigen. Neben anderen Sektoren äußerte jetzt auch Mary Llorens ihre Besorgnis. Llorens ist die Vorsitzende der nationalen Fleischkammer. Seit gestern Nachmittag haben sich die Blockaden an der paraguayisch-argentinischen Grenze verschärft. Allein auf paraguayischer Seite sei die Warteschlange der Lastkraftwagen etwa 1 Kilometer lang, berichtet die Tageszeitung Ultima Hora. Weiter stehen auch kleine Fahrzeuge vor dem Grenzübergang. Von der Situation profitieren Taxi-Fahrer, Transportdienste und ambulante Händler. Sie nutzen das Chaos an der Grenze, um eigene Geschäfte zu machen. Die Produzenten haben um eine schnelle Lösung der Transport-Schikane in Clorinda gebeten, um Verluste zu verhindern. Das Ministerium für Industrie und Handel wies darauf hin, dass aufgrund der Blockade auf argentinischer Seite 12 Lastwagen mit Bananen- und Ananas-Ladungen an der Grenze festsitzen, ohne ihre leicht verderbliche Fracht abliefern zu können. Die wirtschaftlichen Verluste werden auf 660 Millionen Guaraníes geschätzt, sollte nicht innerhalb der nächsten Stunden eine Lösung gefunden werden. Das wäre ein schwerer Schlag für die Produzenten dieses Sektors, verlautete aus Kreisen des Ministeriums. (970 AM, La Nación, UH)

Werkbank und Orchideen Kästen

Werkbank und Orchideen Kästen

Manuela wünschte sich immer eine kleine Werkbank im Deposito. Nun hatten wir vom Gästehaus noch alte massive Fensterläden übrig.
Der Schlosser schweisste ein Gestell dafür (dies war zwar ca. 20 cm zu hoch, das konnte man eher als Bar verwenden:) ).
Mein Vater sägte aber die Beine ab, damit die Werkbank die passende Höhe bekam. Dann wurden die Fensterläden noch aufgeschraubt und fertig.

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Als Erstes wurden für Orchideen Kästen in verschiedenen Größen hergestellt. Dazu bestellte Manuela bei einem Holzhändler Leisten in verschiedenen Längen, welche auch gleich glatt geschliffen sein sollten. Draht hatten wir noch genügend übrig, so das es erneut ans Löcherbohren ging. Anschließden wurden die einzelnen leisten mit Draht fixiert udn letztendlich mit Holzschutz gestrichen.

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Fertig…und die ersten Orchideen hängen schon in Ihren neuen Kästen.

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Wasser für den Brunnen

Da unser Oberflächenbrunnen, der zum Giessen verwendet wird, keinen sehr hohen Wasserstand hat, haben wir uns dazu entschlossen das Regenwasser von den Dachrinnen des Gästehauses in den Brunnen zu leiten.

Dazu wurden Register unter die Abläufe gemauert und von da Rohre zu dem Brunnen verlegt.

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Das Ganze konnten wir am gleichen Tag noch testen.
Hier ein Bild vorher und eines nach dem Regenschauer.

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Nun wird noch alles verputzt und fertig ist das Ganze.

Kinderpueblo-Paraguay e.V. kann immer Hilfe gebrauchen

Kinderpueblo-Paraguay e.V. kann immer Hilfe gebrauchen

Hier ein offener Brief von der Vorsitzenden und Organisatorin Bettina Schneider, wir würden uns freuen wenn der Artikel fleissig verlinkt und weiter gegeben wird.:

Liebe Freunde von “Kinderpueblo in Paraguay!”

Ein weiteres Jahr ist so gut wie geschafft – und auch eine ganze Menge Arbeit hier drüben in Paraguay! Zwar ist das erste Haus des hoffentlich irgendwann möglichen „Pueblos“ noch immer nicht im Bau – dafür aber wächst die Schule, die ja eines Tages den Pueblokindern zur Verfügung stehen soll. Zwei Klassenräume sind da – wieder mit Hilfe der Deutschen Botschaft in Paraguay fertiggestellt. Das bedeutet im Einzelnen: ein zweites Gebäude sowie ein Toilettenhaus sind entstanden. Der Beitrag der Botschaft war das Bau-Material beschränkt und belief sich auf rund 3500 Euro – unser Verein hat den grössten Teil der Kosten für Maurer und Installateure übernommen sowie Material ergänzt, was über den Beitrag der Botschaft hinausging. Insgesamt etwa (je nach kurs) 2500 Euro.

Das Ergebnis sieht so aus:

Bild oben: Links der Kindergarten plus Vorschule aus dem vergangenen Jahr, in der Mitte unser neues Gebäude für die erste und im nächsten Schuljahr ab Februar auch die zweite Klasse sowie rechts das Toilettenhaus mit je 2 Kabinen, was allen Schülern zur Verfügung steht.

Insgesamt werden es im kommenden Jahr über 40 Schüler sein, in einer staatlich anerkannten Schule. Was allerdings nicht bedeutet, dass tatsächlich Unterstützung da ist! Keine Bücher, kein Schulmaterial, keine Uniformen, kein Schulgeld – aber immerhin Milch, die zweimal im Jahr für die Kinder geliefert wurde. Unser Verein ist offiziell für den Kindergarten zuständig, denn Kindergärten werden hier gar nicht vom Staat unterstützt, wenn auch sehr erwünscht. Das Lehrer-Gehalt ab Vorschule wird vom Staat bezahlt. Unsere Kinder haben in den letzten beiden Jahren enorm profitiert von dem, was hier angeboten wurde – und es kommen immer mehr Eltern aus der Umgebung auf uns zu, weil sie mitbekommen, dass diese Schule mehr zu bieten hat als andere staatliche Schulen.
Was unseren Traum vom Pueblo anbetrifft, so ist das Interesse bei den hiesigen Behörden gross – aber die finanzielle Unterstützung leider gleich null. Es ist nach wie vor kein einziges Heim in der ganzen Cordillera vorhanden – und die Verhältnisse in den Heimen in Asuncion… schlimm. Strassenkinder werden innerhalb kürzester Zeit von der Polizei wieder… auf die Strasse entlassen. Kinder, die unter Misshandlungen oder Vernach-lässigung leiden, können nicht aus den betreffenden Familien genommen oder anderweitig geschützt werden – es fehlen sämtliche Mittel oder Unterbringungsmöglichkeiten.
Was wir planen, ist mehr als dringend – doch es braucht mehr als einen schönen Traum – auch und gerade der Unterhalt kostet viel, nicht nur der Bau. Ich habe daher sogar schon mit dem Gedanken gespielt, uns mit einem grösseren und anerkannten Partner zusammen zu tun, einem, der mehr erreichen kann, als es mir und den wenigen fleissigen Helfern in Deutschland möglich wäre – allerdings nur unter der Bedingung, dass der urspüngliche Plan absolut erhalten bleibt. Was wir brauchen, sind Kontakte, sind Firmen, die mithelfen, sind Menschen, die wieder andere für uns anwerben – und natürlich vor allem weitere finanzielle Mittel.
Wir haben mit dem Kindergarten, den Lehrmitteln, der Bekleidung, mit der Hilfe beim Bau und vielem mehr bereits den Kindern in Aquino Cañada geholfen – die Schule ist für sie mehr als Gold wert. Doch andere brauchen uns noch dringender – ihnen zuliebe bitte ich auch in diesem Jahr wieder um Eure Hilfe und Eure Treue für unseren Verein. Damit wir mit dem Bau beginnen können! Im Jugendamt und in der Staatsanwaltschaft hier in Caacupé stapeln sich die Akten von bittersten und ungelösten Fällen. Ich habe selbst drei Kinder hier bei mir, von denen zwei ziemlich unbeschreibliches hinter sich haben. Verzweiflung gibt es an jeder Ecke – und Hilfe kann nur von aussen kommen…

Herzlichen Dank an alle – und Feliz Navidad del Paraguay!
Eure
Bettina Schneider
http://www.kinderpueblo-paraguay.com/

Unsere Kontaktadresse:
Kinderpueblo@gmail.com oder tinagaucho@gmail.com

Die Kontonummer des Vereins:
Kreissparkasse München Starnberg
Kto.: 27069665
BLZ: 702 501 50