OP Termin erneut verschoben

Wie wir gestern Morgen von unserem Franzisco erfuhren, wurde die Operation für Quintin verschoben. Der Patient wurde zwar wie geplant am Mittwochmorgen in das Hospital nach Asunción verlegt, doch am Abend bereits ging der Krankentransport zurück nach Paraguarí.
Nach einer Blutanalyse, welche in Asu OP vorbereitend durchgeführt wurde, lag viel zu niedriger Hämatokrit Wert vor, man konnte also ohne einen reichlichen Blutkonservenbestand nicht operieren.
Somit fuhr man den Quintin, welcher immer noch starke Schmerzen ertragen muss, wieder zurück in das hiesige Hospital, wo nun die Familie fleißig am Blut spenden ist.
Am Samstag, also morgen (so war zumindest bis gestern geplant) transportiert man den jungen Mann erneut in die operierende Klinik nach Asu, welche wohl am gleichen Tag durchgeführt werden soll.
Hoffen wir, dass es nun dabei bleibt, denn mittlerweile liegt der Unfall bereits 12 Tage zurück…

Sommerzeit ab 2 Oktober

Am ersten Sonntag im Oktober soll die Uhr offiziell im ganzen Land um 60 Minuten vorgeschoben werden. Die Absicht dieser Maßnahme sei es, sich dem Wechsel der Jahreszeiten anzupassen. Gleichzeitig soll auch der Stromkonsum im Land reduziert und das Sonnenlicht besser genutzt werden, verlautete aus dem Nachrichtenportal der Präsidentschaft. Erst im April des nächsten Jahres sei die nächste Uhr-Umstellung vorgesehen, hiess es weiter. (presdencia)

City Tour mit einem Elektrobus

Asunción: Das Tourismussekretariat, Senatur, hat gestern ein neues Projekt gestartet. Es nennt sich City Tour. Es besteht darin, die wichtigsten historischen Gebäude und Plätze im Stadtzentrum von Asunción mit einem Elektrobus zu besuchen. Der Bus, der zum ersten mal für diesen Zweck eingesetzt wird, gehört der doppelstaatlichen Körperschaft Itaipú und soll nun für den zu Tourismus eingesetzt werden. Wie der Ingenieur von Itaipú, Enzo Torres diesbezüglich sagte, handelt es sich um einen Bus, der in Paraguay montiert wurde. Er wird mit drei Akkus betrieben, womit der Bus eine Strecke von 100 bis 120 Kilometern fahren kann. Das Fahrzeug ist für den Transport von 16 Passagieren gedacht und verfügt über den notwendigen Komfort, der für so eine Stadttour notwendig ist. Wie von Seiten der Senatur verlautete, hat das Projekt zum einen die Förderung des Tourismus zum Ziel. Zum anderen soll somit aber auch bewiesen werden, dass es möglich sei, Busse zu nutzen, die die Umwelt nicht durch giftige Abgase verschmutzen. Die erste City Tour mit dem neuen Electrobus wird heute den zweiten Tag in Folge durchgeführt und geht bis Freitag. Besucht werden unter anderen das Unabhängigkeitshaus, die Kathedrale von Asunción, das ehemalige Stadtratgebäude und der Regierungspalast. Gestern feierte das Tourismussekretariat auch den Welttourismustag. Aus diesem Anlass wurden neben dem neuen Projekt der City Tour seit beginn dieses Monats zahlreiche Aktivitäten zur Feier des Welttourismustags begangen. Zu den Aktivitäten gehörten verschiedene Ausstellungen, Vorträge und Seminare. (abc)

Spendenaufruf Zwischenbericht

Erst einmal: Vielen Dank an die Spender, die ohne viel Nachfragen Geld für die Operation zur Verfügung gestellt haben!
Auch im Namen der Familie von Quintin (dem Unfallopfer). Sie waren doch freudig überrascht und sehen das auch nicht als Kleinigkeit oder selbstverständlich an als wir Ihnen das Geld übergeben haben.
Was auch erstaunlich war, es haben eigentlich fast nur Leute aus Deutschland gespendet. Von den hier lebenden Deutschen kam fast gar nichts.

Nun zu dem bisher Geschehenen:
Nachdem hier die Mühlen etwas langsamer arbeiten und der Ablauf für Europäer doch etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist bisher recht wenig geschehen.
Manuela und Jutta sprachen gestern mit dem operierenden Arzt. Die Operation werde er an Arm und Bein nun am Freitag durchführen wenn alle Materialien da sind.
Quintins Familie war gestern bei einer Regierungsstelle um da auch noch um Gelder zu bitten. Diese haben Sie auch erhalten und kauften nun von dem Geld die Teile für Arm- und Beinoperation.
Somit kann die OP nun am Freitag endlich durchgeführt werden.
Auch sind nun noch Reserven der Spende vorhanden, womit Nachbehandlungen und/oder zusätzlich anfallende Kosten gedeckt werden können.

Wir werden weiter berichten wenn wir Neues von dem Operationsverlauf erfahren.

Spendenaufruf für eine Operation

Vergangenes Wochenende hat es einen jungen Mann von 30 Jahren aus unserem Viertel erwischt. Er wurde Abends im Dunkeln auf seinem Moped von einem unbeleuchteten Auto erfasst.
Er liegt nun mit schweren und offenen Frakturen an einem Bein und einem Arm im Krankenhaus.

Hier ein Röntgenbild:

Es stehen 2 Operationen an wo Platten, Schrauben und Nägel zur Fixierung der Brüche verwendet werden. Diese Operationen kosten 4.600.00 GS (knapp 900 EURO) plus die Verpflegung des Patienten.
Da hier natürlich keiner versichert ist müssen die Familie das selber zahlen. Sollten Sie das Geld die nächsten Tage nicht besorgen können drohen dem Verunglückten Amputationen.
Nun sind die Verwandten hier im Bario, wie so üblich am Sammeln unter Nachbarn aber da wird die Summe nie zusammen kommen.
Wir werden natürlich auch einen Teil dazu beitragen.
Wer sich dadurch angesprochen fühlt und auch einen Geldbetrag spenden will soll sich schnellstmöglich mit uns per Mail in Verbindung setzten. Wir werden die Spenden komplett am Wochenende der Familie übergeben. Wer hier aus Paraguay und in der Nähe Paraguari´s ist kann das gerne auch persönlich tun.

Rasenmäher der besoneren Art

Rasenmäher der besoneren Art

letzte Woche habe ich mir von Thomas einen Aufsitz-Rasenmäher ausgeliehen, da damit der Aussenbereich doch wesentlich schneller zu mähen ist als mit der Motorsense oder einem herkömmlichen Mäher.

Der Mäher unterscheidet sich grundlegend von einem normalen Aufsitzmäher wie es Sie von Husqvarna, John Deere oder anderen Herstellern gibt.
Das Gerät wurde hier im Lande vor ca. 2 Jahren vertrieben. Es ist ein Dreirad, was das Fahren am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig macht (man kippt damit in den Kurven leicht um). Der Motor ist ein Dieselmotor der nur mittels ein paar Riemen und einer Kette die Kraft an das Schneidewerk und die Räder abgibt.

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Das Mähen hat wenigstens Spass gemacht und es ging sehr schnell, auch größere Unebenheitenwaren kein Problem. Allerdings ist das Ganze recht anstrengend und nach 2 Tagen hatte ich ordentlich Blasen an meinen Händen.

endlich Regen

Der Winter ist ja hier die eigentliche Trockenzeit und es regnet sehr selten. Dieses Jahr hat es bis in den August eigentlich regelmäßig geregnet, aber die letzten 5-6 Wochen kam gar nichts mehr. Das Ganze bei 20-30 Grad und teilweise viel Wind.
Dem entsprechend trocknete alles schnell aus. Das Gras wurde trocken und braun, bei Bächen und Weiher nahm das Wasser ab unser Oberflächenbrunnen zum Gießen lief auch langsam leer.

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Gestern war es dann endlich soweit es regnete den ganzen Tag, nicht zu stark aber kontinuierlich so das der Boden das Wasser gut aufnehmen konnte. Der Pool lief auch fast über.

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Heute und morgen soll auch noch Regen kommen danach ist wieder Sonne bei 25 Grad angesagt.
Aber der Winter geht ja bald zu Ende und der Sommer steht vor der Tür.

Tag des Sicherheitgurts

Die Straßenpolizei, auch als Caminera bekannt, hat gestern mehr als 160 Strafzettel ausgestellt. Betraft wurden die Fahrer, weil sie den Sicherheitsgurt nicht benutzt hatten. Die Kontrollen wurden in den Departamenten Central und Cordillera im Rahmen des iberoamerikanischen Tags des Sicherheitsgurts durchgeführt. Die Kontrollen sollen in dieser ganzen Woche landesweit durchgeführt werden. In Paraguay, sowie in den übrigen iberoamerikanischen Ländern war gestern der Tag des Sicherheitsgurts begangen worden. Der besondere Tag zum Schutz des Lebens war offiziell bei der Kreuzung San Bernardino gestartet und wurde begangen, nachdem die verantwortlichen Direktoren für Straßen und Verkehrspolizisten sich während des letzten Iberoamerikanischen Treffens verpflichtet hatten, diesen Tag in ihrem jeweiligen Land zu begehen und dabei auf die Wichtigkeit zum Gebrauch des Sicherheitsgurts hinzuweisen, durch den Leben gerettet werden könnten. Somit fanden ähnliche Veranstaltungen in allen Ländern, von Mexiko bis Argentinien statt. An der Aktion zum Tag des Sicherheitsgurts nahmen auch Krankenwagen, Feuerwehrwagen und Streifenwagen teil, um an die vielen Menschen zu erinnern, die bereits durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen sind. Das Strafgeld, dass den Fahrer auferlegt wurde, die nicht den Sicherheitsgurt benutzt hatten, belief sich auf 191 tausend Guaranies. (uh)

Presidente Hayes zum Notstandsgebiet zu erklären

Villa Hayes: Bürgermeister und Stadtratsmitglieder der Bezirke von Presidente Hayes haben darum gebeten, das Departament zum Notstandsgebiet zu erklären. Als Grund nannte sie die Trockenheit, die das südliche Departament des Chacos bereits seit längerem heimsucht. Der Antrag wurde gestern der Vorsitzenden der Katastrophenschutzbehörde, SEN, Gladys Cardozo unterbreitet. Durch die Erklärung des Notstands sollen die Arbeiten zur Verteilung von Wasser und Lebensmittel, sowie der Bau von Infrastruktur erleichtert und beschleunigt werden. In dem Distrikt Teniente Irala Fernandez wurde laut Angaben der Zeitung Ultimahora, bereits der Nostand erklärt. Am kommenden 21. September soll in der Departamentsverwaltung von Presidente Hayes ein Treffen aller lokaler Autoritäten und Vertretern der SEN stattfinden, bei dem ein Plan erarbeitet werden soll. Die Bezirksautoritäten hoffen auch, beim Staatspräsidenten einen Termin zu erhalten, bei dem sie ihre Bitte für eine Erklärung des Notstands unterbreiten wollen. (uh)

Leptospirose – aktuell

Neben den bisher bekanntesten Hundekrankheiten Staupe, Parvovirose, Leishmaniose, sieht man in einigen Gebieten Paraguays derzeit die Leptospirose als eine gefährliche, sich schnell verbreitende Infektionskrankheit.

Leptospirose:
eine bakterielle Erkrankung, deren Infektionsquellen vor allem Ratten, Mäuse und Meerschweinchen, aber auch Rinder und Schweine sein können.
Die natürlichen Lebensbedingungen für Leptospiren sind warme und feuchte Umgebungen, wie Pfützen, Sumpfgebiete, stehenden kleinere Gewässer.

Es existieren mehr als 200 verschiedene Typen und Subtypen, die man nur serologisch voneinander unterscheiden kann.

Die Inkubationszeit, der ebenso auch auf den Menschen übertragbaren Krankheit, beträgt 1-2 Wochen, wobei es Ausnahmen gibt wo die Krankheit schneller ausbricht.

Erste Anzeichen bei Tieren sind plötzliche Schwäche, Futterverweigerung, Erbrechen, Durchfall, starker Mundgeruch, ggf. Fieber, es folgen Atembeschwerden, gehäufter Durst wie auch Harndrang, grünlich verfärbter Urin, dazu kommen starke Schmerzen in der Nierengegend.
Detaillierte Informationen findet kann man hier nachlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Leptospirose_der_Hunde

Erkrankt ein Mensch an Leptospirose, kann dies ausschließlich durch das Kontaktieren mit Urin eines infizierten Tieres geschehen.
Zunächst gelten grippeähnliche Symptome als erste Anzeichen, welche nach einigen Tagen Genesung erneut und wesentlich aggressiver auftreten.

Nachgewiesen werden die Leptospiren vor allem in einer Testung des Urins, welcher nicht älter als 1 h sein sollte!
Eine Blutuntersuchung liefert häufig kein verlässliches Ergebnis, da es zu Kreuzreaktionen kommt.
Eine Liquor Testung ist in Paraguay noch nicht möglich.

Ist ein Hund an Leptospirose erkrankt, können Nieren wie auch Leber befallen sein. Man sollte das Tier umgehend mit Penicillin therapieren, welches i.m. injiziert wird.

Meist bleibt jedoch trotz aller Behandlungen ein chronischer Nierenschaden zurück.
Daher ist es äußerst wichtig, das Tier bereits schon bei ersten auftretenden Symptomen schnellstmöglich testen zu lassen, dies vor allem in einer professionellen Tierarztpraxis!

Bedingt durch den diesjährigen recht warmen Winter in Paraguay, brach die Leptospirose in einigen Regionen des Landes aus. Laut Dreier fundierter Tierärzte in Asunción sind nach aktuellem Stand vor allem Asunción selbst, Paraguarí wie auch Piribebuy und Caacupé betroffen.

Für alle Tierhalter mit gesunden Hunden ist es wichtig zu wissen, dass man prophylaktisch mit der Dreifachimpfung seinen Hund schützen kann, jedoch diese 2 Mal jährlich verabreichen sollte, da ein Schutz nur 6 bis max. 10 Monate gegeben ist.

Tierhalter welche Ihre Hunde aus moralischen oder gar finanziellen Gründen nicht impfen lassen, sollten sich der Folgen bewusst sein und vielleicht einmal Ihre Ansicht diesbezüglich bedenken.
Laut Dr. Weiss betrifft dies leider nicht wenige der hier lebenden Europäer.

Winterarbeiten am Gästehaus

Winterarbeiten am Gästehaus

In unserem Gästehaus, das ja das umgebaute und renovierte Paraguayhaus unserer Vorbesitzer war mussten noch einige kleinere Renovierungsarbeiten erledigt werden.
Außen an einem Sockel und im Schlafzimmer waren an ein paar Stellen im unteren Wandbereich immer wieder feuchte Stellen (das ist typisch für die normalen Häuser, da keine ausreichende Feuchtigkeitssperre nach unten gegeben ist).

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Bei diesen Stellen haben wir auch wieder den Putz weg klopfen lassen und danach das Ganze mit Natursteinplatten verkleidet. Dies hat den Vorteil, das diese eventuell aufsteigende Feuchtigkeit besser abgeben und man die Stellen nicht jedes Jahr neu streichen muss.

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Außerdem haben wir uns von unserem Schlosser hier im Ort Gardinenstangen schweißen lassen und haben diese angebracht. Manuela hat dann Stoff gekauft und diesen zu einer Schneiderin in der Nachbarschaft gegeben die uns die Schaals für die Fenster anfertigte.

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Außerdem haben wir die letzten Wochen noch eine Vitrine und einen Esszimmertisch mit 4 Stühlen aus Europa ergattern können. Die Möbel wurden, da Sie durch diverse Umzüge etwas zerkratzt waren, abgeschliffen und neu mit Klarlack eingelassen.

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Nun muss wieder alles eingeräumt werden, dann ist wieder alles schön wohnlich und die nächsten Gäste können kommen 🙂

Winterzeit = Blütenzeit

Winterzeit = Blütenzeit

Durch die hier im Winter angenehmeren Temperaturen und die schwächere Sonne blühen dann viele Bäume, Sträucher und Blumen.
Die Vielfalt ist da im Gegensatz zum heissen Sommer um einiges größer.

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Auch die Orchideen fangen jetzt gegen Ende des Winters langsam an zu Blühen durch die kühleren Temperaturen.
Von unseren ca. 30 Orchideen bekommen ca. 10 Stück schon Blütentriebe. Mal sehen was alles dabei heraus kommt.

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Made in Paraguay

Made in Paraguay

Basteln und improvisieren können ja die Paraguayer wie niemand anderes 🙂
Bekannte von uns hatten schon diverse Taschenlampe und Handstrahler um nachts etwas auf Ihrem Grundstück zu sehen. Das Meiste war aber nur billiger Chinaschrott.
Also gingen Sie zu einem Paraguayer und schilderten Ihn was Sie wollten.
Ein paar Tage später konnte Sie das Ergebnis abholen:

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Ein Mopetstrahler mit einer einer Mopetbatterie. Das Ganze in ein Metalgehäuse verpackt und fertig.
Das Teil strahl sehr weit und hell. Die Batterie hält lange und kann bequem an einem Ladegerät aufgeladen werden.
Richtig gute Arbeit und das ohne Draht 🙂