Halbzeit

Halbzeit

Vor etwas mehr als einer Woche war bereits die Hälfte Ihres ersten gemeinsamen Paraguay Urlaubes verstrichen. Meine Eltern, welche seit Mitte November hier bei uns im Gästehaus leben, dem deutschen Winter entflohen sind, um hingegen den Südamerikanischen Sommer bei uns zu genießen, tun dies derzeit wahrlich in vollen Zügen.

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So ungewohnt mild der Winter bisher in Deutschland gewesen war, um so extremer ist der Sommer in diesem Jahr bei uns.

Bisher jedoch, trotz mittlerweile täglicher Temperaturen um die 40 Grad, schlagen sich Beide ganz tapfer, ganz ohne Klagen.

Auch gesundheitlich gibt es glücklicherweise keinerlei größeren Probleme, im Gegenteil. Der Krückstock steht bereits seit Wochen in der Ecke und wird nur noch bei größeren Märschen rein prophylaktisch an Man(n) geführt, auch das Herz schlägt ruhig und gleichmäßig, der RR zeigt Traumwerte, Hautprobleme verschwinden, der Haarausfall ist zum Stillstand gekommen, was will man mehr.

So genießen Beide noch eine ganze Zeit lang das Leben bei & mit uns in einer für Sie völlig anderen Welt, gewinnen viele neue Eindrücke, positive, wie natürlich auch manch negative, lernen Freunde & Bekannte von uns kennen, haben Einblick in unseren jetzigen Alltag, welcher Sie sicher noch so einige Male zum Schmunzeln veranlasst…

Hier ein paar Eindrücke illustrativ.

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Hitze und Trockenheit

Hitze und Trockenheit

Hier in Paraguay haben wir gerade Hochsommer. Von daher ist man Temperaturen und die 35 Grad seit einigen Wochen gewöhnt. Was eher ungewöhnlich ist, die andauernde Hitze von 38-42 Grad selbst hier auf dem Campo und die schon wochenlange Trockenheit.
Das soll sich zumindest die kommenden 10 Tage laut Wetterbericht nicht ändern:

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Die Brunnen sind daher seit Tagen schon meist leer, zumindest bei uns, wie auch in der ganzen Nachbarschaft. Das bedeutet,  viele Paraguayer haben überhaupt kein Wasser, wenn Sie keinen Stadtwasseranschluss haben. Das nötige Wasser wird dann oft bei Verwandten und Bekannten geholt, deren Brunnen noch ein wenig hergeben. Andere Nachbarn sehen sich gezwungen, aus diesem Grund Ihr Vieh zu verkaufen.
Die Tiere leiden natürlich auch extrem unter der langanhaltenden Hitze und Trockenheit, da auch das Gras vertrocknet ist und Sie kein Trinkwasser auf den Weiden finden, denn auch die meisten Wasserlöcher sind völlig ausgetrockent.

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Unsere Obstbäume, vor allem die Citrusbäume sehen auch schon sehr leitend aus. So manch einer wird die kommenden Wochen wohl nicht überleben.

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Die Lagune neben uns ist das erste Mal ausgetrocknet. Das gab es die letzten 5 Jahre noch nie meinten unsere Nachbarn. Wir hatten bisher auch nur erlebt das der Tümpel vielleicht um die Hälfte schrumpft.

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Durch die Trockenheit steigt natürlich auch die Gefahr von Bränden im Land rapide an, wie wir selbst vor 14 Tagen erfahren mussten. Ein Nachbar brannte seinen Müll ab, ruckzuck brannte das hohe Gras auf seinem Grundstück und griff dann auf unseres über.

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Das kann arg ins Auge gehen, wenn nicht schnell genug gelöscht wird. Dank Ela´s  Eltern, die die brennende Weide entdeckten, und uns alamierten, konnte jedoch gemeinsam der Schaden begrenzt werden. Der Nachbar samt Freunden verkroch sich jedoch in seinem Haus. Das auch seine Zaunspfosten Feuer fingen, wen interessiert´s schon…

Auf unserem Grundstück sieht es auch entsprechend vertrocknet aus. Die Pflanzen welche zu klein sind, werden täglich gegossen. Seit kurzem testen wir eine Art Mulchen. Wir bekommen vom Schreiner im Ort kostenfrei Hobelspäne. Dies verteilen wir ca. 10 cm tief um die Pflanzen herum. Die Späne sollten die Feuchtigkeit besser halten als der sandige Boden. Einen Versuch ist es uns Wert.

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Es ist auf jeden Fall wieder faszinierend, wie sehr wir alle uns auf Regen freuen können, wenn er denn mal kommt.