Cataratas de Iguaçu

Cataratas de Iguaçu

Vor etwas mehr als 5 Jahren besuchten wir zum letzten Mal die Wasserfälle in Brasilien. Da Manuela‘s Eltern fast die 3 Monatsgrenze des Touristenvisums erreicht hatten, wurde der zweitägige Ausflug so gelegt, dass wir das Ganze verlängern konnten.
Am frühen Morgen gegen 5 Uhr starteten wir hier in Paraguarí. Die Fahrt verlief wie gewohnt über Piribebuy, Caacupé, Colonel Oviedo nach Ciudad del Este. Unterwegs machten wir lediglich eine kurze Rast um zu Frühstücken, die Beine ein wenig zu vertreten, eine kurze Pfeife zu schnurren und den Dodge Aufzutanken.

CIMG1904

So trafen wir am späten Vormittag bereits in Ciudad del Este ein und fuhren da durch das rege Treiben in Richtung Grenze.

CIMG1906

Da angekommen, musste erst einmal gefragt werden wo wir die Ausreisestempel für die Reisepässe bekommen. Im Büro wurde dann erst versucht eine kleine „Zusatzgebühr“ zu erheben, da es nun nicht mehr ginge nur für eine Nacht die Grenze zu überqueren…,blabla,… nach langem hin und her bekam Manuela jedoch die Stempel für Ihre Eltern „ohne Zahlung“ und weiter ging es.
Auf der brasilianischen Seite hieß es anstehen am Schalter zur Einreise. Als wir endlich dran waren fehlte uns ein Formular welches man ausfüllen muss.
Also dieses besorgt, ausgefüllt und erneut angestellt. Nach ca. 45 Minuten waren wir dann endlich von Paraguay nach Brasilien mit allen notwendigen Stempeln eingereist 🙂 und weiter ging es durch Foz de Iquazu in Richtung Cataratas.

Der Weg ist sehr gut ausgeschildert, die Straßen sind super, auch der Verkehr ist bei weitem nicht so chaotisch wie hier in Paraguay, so finden wir.
Gegen 13 Uhr standen wir dann am Schalter des Nationalparks, wo es wie üblich mit dem Bus weiterging in Richtung Stopp unterhalb des Hotels. Dort beginnt der ca. 1,5 km lange Weg entlang der Wasserfälle, welcher immer wieder an Aussichtspunkten einen grandiosen Blick auf die Fälle bietet.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Am Ende gelangt man über Stege und Plattformen nahe an die Zentralfälle und den „Teufelsschlund“.

SONY DSC SONY DSC

Durch die starke Gischt wird man bis auf die Haut nass, aber bei Wassertemperaturen über 25 Grad und Lufttemperatur von 35 Grad ist die durchaus sehr angenehm.

SONY DSC SONY DSC

Nachdem wir das Spektakel ausführlich genossen hatten, machten wir uns an den Aufstieg zu den Bussen und Restaurants. Dort findet man wieder überall die neugierigen Nasenbären. Außerdem entdeckten wir eine schöne Echse, wie auch ein kleines, recht agiles Eichhörnchen.
Im S chatten konnten wir uns mit ein paar leckeren Sandwiches und einem guten Kaffee stärken, ehe wir mit dem Shuttlebus weiterfuhren in Richtung Ausgang.

SONY DSC SONY DSC

Es war nun schon nach 16 Uhr und die Lauferei war für Eltern doch recht anstrengend, daher entschlossen wir in unsere Pension zu fahren und den Vogelpark am nächsten Tag in voller Frische zu besuchen.
Die Pension lag ca. 10 Minuten Fahrt von den Wasserfällen entfernt. Die Zimmer waren einfach aber in Ordnung. Nach einer Dusche fuhren Manuela und ich durch Foz in diverse Supermärkte auf der Suche nach besonderen Leckereien, wie in ein Shoppingcenter. Auf dem Weg durch die Stadt fanden wir ebenso diverse Restaurants für unser Abendessen.
Wir entschieden und für eine Churrascaria namens „La Cabana“. Das Essen dort war super lecker und für Manuela`s Eltern war das Ganze ein völlig neues Esserlebnis, welches den sehr außergewöhnlichen Tag perfekt abrundete.

CIMG5868 CIMG5873

Alle Bilder der Cataratas de Iguaçu

SONY DSC SONY DSC CIMG1968 CIMG1988
Luffa Schwämme aus eigener „Produktion“

Luffa Schwämme aus eigener „Produktion“

Um unsere Sickergrube etwas zu verstecken haben wir 6 Pfosten setzten lassen und diese mit Draht verspannt um daran eine Kletterpflanze anzubringen.
Wir wollten es mal mit der Luffa probieren. Das ist ein Schwammkürbis der sehr schnell wächst.
Nach ein paar Monaten war die eine Seite zu gewachsen. Die Blüten haben ein schönes Gelb. Die Pflanze blüht laufend und bildet als Früchte eine Art Gurke die wie eine Zucchini gezeichnet ist. Nur ist diese ganz leicht.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Die Früchte werden 20-35 cm lang. Wenn Sie braun und trocken werden kann man sie abnehmen und schälen. Heraus kommt der Schwamm. Und duzende von Samen.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Da die Pflanze stark wuchert und sich stark vermehrt sollte man darauf achten wo man diese pflanzt.
Der Schwamm ist vielfältig nutzbar in Küche & Bad oder  Kosmetika : Als Schwamm, als Füllmaterial, Spielzeug, Sohlen usw
Hier in Paraguay wird damit einiges gemacht. Weitere Infos dazu hier.

Bürokratie in Paraguay – neuer Führerschein

Unser Führerschein hatte nach 5 Jahren ausgedient (dieser wird jedes Jahr gelocht und nach 5 Jahren braucht man einen Neuen). Da wir unseren Führerschein in Nueva Colombia beantragt hatten, da dies damals unser Wohnsitz gewesen war, mussten wir jedes Jahr dort auf die Gemeinde um ihn zu Verlängern.
Dies wollten wir nun mit Ablauf des Dokumentes ändern und einen Neuen im aktuellen Wohnort Paraguarí beantragen. Dazu muss der Alte (obwohl er ja nach 5 Jahren abgelaufen ist) gekündigt werden. Also fuhren wir Anfang der Woche wieder einmal in die alte Heimat nach Nueva Colombia auf die Municipalitad. Nach ca. einer 3/4 Stunde und diversen Unterschriften hatten wir die Kündigung in der Hand, der Führerschein wurde eingezogen. Mit 50.000Gs je Person war dies ein ganz schön teurer Spaß, wie es uns schien.

Gestern war Manuela in unserer Gemeinde um sich zu erkundigen, was für einen neuen Führerschein benötigt wird.
Die Antwort: Blutgruppennachweiss, Ausweisbild, Kopien der Cedula…fertig.
So sind wir gestern am Nachmittag noch geschwind in unser Ärztehaus gefahren, um die Blutgruppe bestimmen zu lassen.
Eine Stunde später bereits konnten wir das Ergebnis für 30.000 GS je Person abholen. In der Zwischenzeit suchten wir einen Fotoladen und fanden diesen gleich um die Ecke.

Heute Morgen ging es dann auf in den „Kampf“ zur Munipalicidad nach Paraguari.
Im Büro schilderten wir unser Anliegen und legten das Schreiben aus Noeva Colombia vor das unser Führerschein gekündigt ist. Es wurde dann ein Nachweis der Blutgruppe, ein Passbild und eine Kopie der Cedula verlangt.
Der Angestellte tippte unsere Cedula Nummer in ein Programm ein und gelangte damit in das Zentralregister von Asunción, in welchem alle Führerscheine erfasst sind.
Und…was war…richtig, ??
Unsere Führerscheine wurden noch nicht als gekündigt registriert. Sprich, die Gemeinde von Nueva Colombia hat die Kündigungen noch nicht weitergeleitet. Der Angestellte meinte aber netterweise, dies sei kein Problem, er mache das.
Dauert ca. 1 Stunde.
Guter Dinge sind wir noch ein paar Sachen erledigen gegangen, doch als wir zurückkehrten… lagen noch immer keine Bestätigungen der Kündigung vor 🙁
Nach einer weiteren halben Stunde erklärte man uns, es gäbe ein weiteres Problem. ??? Ob wir die Zahlungsquittung der Kündigung dabei hätten, diese müsse er nach ASU faxen. Natürlich lag diese bereits abgeheftet zu Hause, grrr…
Also wieder ins Auto und die Quittung geholt.
Eine weitere halbe Stunde verging, und man meinte Manuelas Kündigung sei schon mal durch, aber….ganz richtig… es gibt ein ganz kleines weiteres Problem…
Wir haben ja mittlerweile einen festen Wohnsitz in Paraguay/Paraguari. Sí Señor. Also brauchen wir einen Eintrag in das lokale Wahlregister hier, welches uns berechtigt an Kommunalwahlen teilzunehmen. Was das mit dem Führerschein zu tun hat, erschließt sich einem nicht, aber egal.
Und, wo können wir das machen? Ja, das ist etwas kompliziert, er gibt uns den „Lehrling“ mit. Also ab ins Auto und an das andere Ende des Ortes in ein kleines unscheinbares Haus – Das Wahlregister.
Wir waren die Einzigen, zum Glück, auch hatte das Amt noch geöffnet, immerhin schritt die Uhrzeit bereits auf die Siesta zu…. Die freundliche Dame zückte ein Formular und verlangte von uns? natürlich… eine Kopie unserer Cedula. Da wir ja schon Erfahrung mit Behörden hier haben, haben wir am Morgen gleich unsere Cedulas mehrmals kopieren lassen.
Nach 10 Minuten waren wir also auch in das Wahlregister eingetragen und es ging zurück auf die Gemeinde. Es war inzwischen 11.40 Uhr. Um kurz nach 8 Uhr waren wir da eingetroffen 🙂 Nach ein wenig Warten konnte Manuela Ihren Führerschein bezahlen, meiner war noch immer nicht durch.
Das Zahlen zog sich auch etwas in die Länge. An der Gemeinde gab es heute eine komplette EDV Erneuerung. Der alte Drucker funktionierte nicht mehr, der Neue noch nicht.
Nun war meine Kündigung auch durch und ich konnte zum Zahlen gehen. Dabei merkte der Angestellte das Manuela zu viel bezahlt hat. Der neue Führerschein kostet 42.500 Gs, Manuela zahlte über 135.000 Gs!
Es war versehentlich der Touristenführerschein berechnet wurden. Der Fehler wurde korrigiert und wir bekamen die Differenz zurückgezahlt.
Inzwischen wurde Manuelas Führerschein zum zweiten Mal ausgedruckt. Beim ersten Mal stimmte der Familienname nicht, zum Glück fiel uns dies gleich auf.
Als mein Führerschein frisch aus dem Drucker kam, fehlte die Cedula Nummer.
Der Grund: Bei mir steht als Nationalität Aleman was ja richtig wäre, aber dann kann das Programm die Cedula Nummer nicht zuordnen. Also sind wir nun Beide Paraguayer, aber unsere richtigen Daten stimmen überein und sind auf die Karte gedruckt.
Um kurz vor 13 Uhr verließen wir die Gemeinde und hatten dann endlich unsere neuen Führerscheine.
Früher wären wir verzweifelt, heute schauten wir uns immer nur schmunzelnd an und amüsierten uns über die Jungs und deren Arbeitsweise…