Chaco: Sonntag & ab in die Natur

An diesem Tage sollte es noch heißer werden, doch daran störten wir uns nicht wirklich.
Mit genügend Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille, reichlich Wasser an Bord und festem Schuhwerk brachen wir am frühen Morgen auf mit dem Ziel die Laguna Capitan zu erreichen.

Wenn auch recht mühsam fanden wir dank google am Abend einige Hinweise für den Weg dahin.
Die Laguna Campo Maria lag um einiges weiter entfernt und schien schwieriger erreichbar.
Vielleicht beim nächsten Chaco Besuch geht es dann dorthin.

Auch heute wieder die Orte, Straßen beinahe menschenleer.

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Von Filadelfia in Richtung Loma Plata führt eine Erdstraße vorbei an riesigen Weidenflächen.
Von da aus biegen wir in Richtung Isla Poí wo sich ebenso weite Ackerlandschaften neben einigen Estancien erstrecken. So streifen wir blühende Baumwollfelder und Plantagen von Quebrachobäumen.
Beidseits führen des öfteren Abzweigungen in kleine Siedlungen/ Dörfer, oftmals mit deutschen Namen wie „Schönau“ oder „Karlsruhe“ beispielsweise.

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Der Weg in Richtung dem Fort „Isla Poí“ war noch recht gut zu finden, dank der Ausschilderung.

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Die Laguna Capitan jedoch war ein wenig mühsam zu orten. Schilder waren vorhanden, doch konnte man diese kaum noch deuten. Und dies lag nicht an der fehlenden Lesebrille 😉
Uns blieb keine Wahl, so folgten wir einfach mal unserer Nase und dem Salzgeruch.

Wie sich plötzlich herausstellte, waren wir Zwei doch nicht so allein unterwegs am Sonntagmittag bei 43 Grad im Schatten.
Ein Leguan bewegt sich gemächlich aus dem Wäldchen auf den Sandweg nur wenige Meter vor uns.
Wir blieben stehen. Er ebenso. Supi! Ein Griff nach der Kamera… ein weiterer nach der Autotür und schwuppdiwupp, er suchte das Weite. Schade.
Doch 20 min später, wir fuhren zurück da wir den falschen Weg einbogen 😉
Gleiche Stelle, ein Leguan läuft wenige Meter vor uns auf die Straße, wohl der selbige wie wir annehmen.
Wir dieses Mal ein wenig schneller, oder er vielleicht ein wenig zu langsam 😉 Erwischt, wenn auch nur 2 Aufnahmen und von hinten, also wieder nix :(. Weiter ging es….

Auf einem mehr als 700 ha großen Naturschutzgebiet finden wir zunächst einige Gebäude welche als Bildungs- und Freizeitzentrum dienen, später dann streifen wir die Aufzuchtstation welche bereits vor 6 Jahren von uns besucht wurde.
Vorbei kamen wir an einem traumhaft angelegten Badesee, jedoch ohne Besucher. Daher, weil glücklicherweise keine Badegäste vorhanden waren , bot sich bereits hier eine wundervoll anzusehende Schar von Wasservögeln verschiedenster Arten. Leider sind diese allesamt recht scheu und bereits das Aussteigen aus dem Wagen lies einen Großteil davonfliegen.
Auch konnten wir uns nicht näher anschleichen, da es die Natur nicht zuließ.

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Anschließend erreichten wir dann auch die Laguna Capitan. Im Vergleich zum letzten Besuch wo Sie vollends ausgetrocknet vor uns lag, konnten wir einige mit Salzwasser gefüllten Oasen sichten.

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Der Mittagssonne zu Trotz spazierten wir um die salzhaltigen Seenlandschaften, rochen den wohlduftenden Geruch des Meeres und ließen die faszinierenden Bilder auf uns wirken. Etwas skurril wirken die schwarze Baumstümpfe welche in großer Anzahl aus dem Boden ragen. Wenn man bedenkt das diese einmal voller Leben gewesen sein müssen, überwältigend.
Irgendwo hatte dies einen unheimlichen, kalt wirkenden Effekt auf mich, aber auch sehr reizvoll und sonderbar, eben grandios.

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Ein paar wenige Wasservögel ließen sich hier nicht beirren, scheinen die Touristen Ihnen bereits vertraut. Leider kamen wir wohl wieder einmal zu spät um die Flamingos zu sichten. Scheinbar ist hierfür August/ September die richtige Zeit, ehe diese weiterziehen nach Chile.
Erneut ein Grund nochmal wiederzukehren 😉

Die Lagunen liegen eingebettet in außergewöhnlichen Busch und Baumarten.
Einige hiervon mit wundervoller Blütenpracht, doch bei näherem Hinsehen, entdeckt man in üppiger Anzahl kleine oder riesig lange Dornen (ca. 20 – 30 cm)  am Strauch.

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Wie wir am Samstag erfuhren, hat man in dem Dörfle „Schönfeld“ die Möglichkeit Eine Aufzuchtstation für Pflanzen zu besuchen. Dies ließen wir uns natürlich nicht nehmen und suchten den Weg dahin.
Sicher ist es nicht annähernd vergleichbar mit den Gärtnereien in und um Caacupé, doch immerhin. Für das neue Projekt, mit welchem man erst im Februar diesen Jahres begann, wurde schon allerhand sehenswertes geboten, wie wir finden.
Einige gut gebaute Gewächshäuser bieten Schatten und Jungpflanzen Sonnenschutz, müssen allerdings derzeit mindestens 3 mal täglich gegossen werden (und wir haben erst Frühjahr!), wie man uns erklärte. Ein Teich in unmittelbarer Nähe soll nur ein Teil des hierfür notwendigen Wasserreservoirs sein.
Einige Bäume, auch Obstbäume wie Mangos, verschiedene Zitrus Arten können wir im Außenbereich entdecken.
Des weiteren fanden wir einige Gemüsebeete, gut bestückt für diese Region. Auch dies ist Bestandteil des Projektes welches noch erweitert werden soll.

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Danach ging es wieder Richtung Heimat. Vorbei an schönen Landschaften, Pflanzen und Tieren.

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Der Tag endete erneut im Restaurant des Hotel Florida. Die Speisekarte da ist bestückt mit einer riesigen Auswahl (würde wohl für einen Monat oder mehr reichen) und bisher allesamt super lecker. Ist das nicht wunderbar, 3 Tage lang nicht köcheln zu müssen… Ich genieße es.
Alle Bilder in der Bildergalerie.

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