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Der drittreichste Mann in PY

Der Drittreichste Mann der Welt ist am Samstag nachmittag in Asuncion eingetroffen. Carlos Slim ist mexikanischer Unternehmer und Eigentümer von bekannten Telekomunikationsketten in mehreren Ländern. <
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Reich unter Armen

DRITTE WELT  Reich unter Armen Von Wolfgang Hirn :
Paraguay? Das ist doch ein Versteck von alten deutschen Nazis. Mongolei? Da wandern doch Nomaden mit ihren Jadgmessern hordenweise durch unwirtliches Land. Zwei Länder, zwei Vorurteile.
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Die Planung Teil 1

Nach dem Urlaub von 14 Tagen waren wir darin bestätigt, das wir nach Paraguay auswandern  wollen. Es ging nun weiter mit detailierter Informationsbeschaffung.

Welche beruflichen Möglichkeiten haben wir dort?
Da ich selbstständig als Webdesigner arbeite, ist bei mir der Ort der Ausübung meiner Tätigkeit relativ uninteressant. Das wichtigste ist eine vernünftige Internetanbindung.
In Paraguay ist eine Geschwindikeit von 64kb über Funk Lan fast überall zu bekommen (Kosten für Flat ca. 99 $). Das ist natürlich teurer wie hier, aber akzeptabel.

Manuela hingegen wird es als gelernte Arzthelferin eher schwierig haben eine Anstellung in einem Hospital  zu finden, zumindest nicht mit einem vernünftigen Einkommen, da die monatlichen Löhne umgerechnet zwischen 120 bis 180 Euro liegen.
Die ein oder andere Idee Geld zu verdienen haben wir, abgesehen von Olivers Job schon, doch ob und wie sich das alles umsetzten lässt werden wir wohl erst vor Ort sehen.

Wie sieht es mit der Versorgung im Krankheitsfall aus?
Man findet Krankenversicherungen im Rahmen von ca 50\$ in Paraguay oder aber man nimmt sich eine Internationale Krankenversicherung die eine h&ouml;here Abdeckung hat.

Wie gestalten wir die &Uuml;bersiedlung?
Nehmen wir einen Container und alles mit, oder aber, was wahrscheinlicher ist, nehmen wir eine Seekiste und nur die n&ouml;tigsten Sachen mit?
Dies wollen wir in unserem n&auml;chsten Urlaub auch noch weiter abkl&auml;ren.

Was brauchen wir als finanziellen Background?
diesen Rahmen muss sich jeder selber setzten. Das ist schwer zu pauschalisieren. Man sollte sich zumindest Geld auf die Seite schaffen mit dem man 2-3 Jahre &uuml;berbr&uuml;cken kann, bzw Geld f&uuml;r eine eventuelle R&uuml;ckkehr. Wenn man dann beschliesst, nach Deutschland zurück zukehren, dann sollte man sich mit Hilfe von diversen Jobbörsen, eine Arbeit suchen.

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Wir wollen weg…

Wir haben im Jahr 2004 den Entschluss gefasst Deutschland den Rücken zu kehren und auszuwandern.
Die Gründe hierfür sind vielfältig:

- das Klima in der Gesellschaft, jeder ist sich selbst der Nächste
- die schlechten Aussichten im Alter auf eine vernünftige Rente
- das deutsche Steuersystem, jedes Jahr mehr Abzüge
- das deutsche Klima, wir lieben es Beide sehr gerne etwas wärmer
….

Also machten wir uns daran Infos über diverse Auswanderungsländer zu suchen.
Dabei stellten wir fest, das die klassischen Länder hierfür bald ausschieden. (Zu lange Prozesse, zu hoher Anforderungen…)
Nach diversen Streifzügen im Internet zu diesem Thema sind wir über Paraguay gestolpert.
Wir wussten zwar das das Land in Südamerika liegt, aber das war auch schon alles. Also ging es los Informationen zu sammeln.
Bald schon stand für uns fest, das Land müssen wir kennenlernen. So buchten wir 2004 unseren Flug für das Frühjahr 2005 nach Paraguay.

Unseren Reisebericht darüber könnt Ihr auf dieser Seite auch lesen.

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Umstellung auf Winterzeit

Bald ist es wieder soweit die Uhr in Paraguay wird auf die Winterzeit umgestellt. Am 12.03.2006 / 03:00 Uhr genau.

Weiter Infos hierzu:

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Donnerstag, 01.04.2005

Wir packen unsere sieben Sachen gleich nach dem Frühstück, nur Badehose und Bikini bleiben noch liegen, denn die werden sicher noch einmal gebraucht.
Anschließend gehen wir noch für ein Stündchen nach Luque um das restliche Geld auszugeben, und das ein oder andere Andenken zu kaufen.
Da wir unser Leihauto noch abgeben und bezahlen müssen, wird es recht knapp mit dem Eincheck am Airport. Irgendwie haben wir uns wohl alle ein wenig in der Zeit geirrt.
Der Abschied war daher recht kurz aber dennoch ein wenig schmerzlich, zumindest bei mir liefen ein paar Abschiedstränen, im gleichen Moment durchwühlte der Zoll unser Handgepäck und wir verstanden kein Wort von dem was der Senor von uns wollte. Kurze Zeit später saßen wir schon im Flieger auf dem Rückweg nach Deutschland.
…doch Beide wissen wir mit Sicherheit, wir kommen wieder…!!

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Mittwoch, 30.03.2005

Der Abschied naht… nur noch ein Tag und wir sind Beide schon ein wenig traurig darüber,
so versuchen wir das Beste daraus zu machen besuchen noch ein paar Sehenswürdigkeiten von Asuncion.
Wir fahren zum südlich gelegenen Stadtteil Lambare´ wo wir eines der bedeutendsten Landesdenkmäler mit wohl grandioser Aussicht besuchen wollen.

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Dank der überhaupt nicht vorhandenen Beschilderung finden wir nach ca. 1/2 h im Kreise fahren, endlich die richtige Auffahrt über eine grauenhaft gepflasterte kleine Gasse, welche wir beinahe übersehen hätten.
Der Aussichtspunkt menschenleer, mit Ausnahme eines Gärtners, und eine Super Rundumsicht über die riesige grüne Stadt…

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Am Abend findet dann das Vorrundenspiel zur Fussball WM 2006 statt, was wohl nirgendwo im Lande zu überhören wäre, denn nach jedem Tor konnte man Feuerwerksknaller aus allen Richtungen hören, außerdem ist es hier sehr oft üblich, den Fernseher vor dem Hause im Garten stehen zu haben, so das man auch ohne es zu wollen, alles live miterlebt. Das ist eben Paraguay, in mancher Hinsicht schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch schön….
Wir fahren gegen 20Uhr in ein Brasilianische Restaurant in die Stadt wo wir uns mit der gesamten Famaly und deren Freunden, nach dem Spiel treffen wollen. Ein toller Grillabend geht zu Ende und ein noch wunderschöner Urlaub ebenso.
Morgen reisen wir ab ;(

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Dienstag, 29.03.2005

Gegen 1.30Uhr, ich war so froh bei der noch starken Hitze und dem heute Nacht nicht enden wollendem Hundegebell, gerade eingeschlafen zu sein, erhielt ich die ersten Geburtstagsglückwünsche aus der Heimat ;) Da hatte wohl jemand nicht an die Zeitumstellung gedacht…
Gegen 4.45Uhr machte sich erneut das Handy bemerkbar, doch diesmal hieß es „heraus aus den Federn“
Nach dem Frühstück fuhren wir dann gleich in die Stadt, setzten Sebastian an seiner Schule ab und weiter führte uns der Weg quer durch Asuncion zur Deutschen Botschaft.
Carmen zeigte uns unterwegs einige wichtige Gebäude, Parks, den Tiergarten und Anderes, ehe wir den Pettirossi-Markt ansteuerten.
Das ist schon unglaublich, noch vor wenigen Tagen hätte ich schwören können, nie wieder hier her zu kommen.
Wie schnell sich doch alles ändert, hier stehe ich nun und sehe vieles, wenn auch nicht alles, mit anderen Augen.

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 Dazu sollte man allerdings sagen, das es um einiges angenehmer ist schon früh morgens seine Einkäufe hier zu erledigen, als mittags wenn die Sonne am höchsten steht und man vom Geruch hier erdrückt wird, wie wir es vor einigen Tagen erlebt haben.
Anders als Oli & ich, die nur staunend durch all die Stände laufen, ist Carmen dank Ihrer perfekten Spanischkenntnisse fleißig am kaufen und handeln. Ein wenig Obst und Gemüse, 2 T-Shirts für je einen Euro für Ihre Hausangestellten und endlich kommen wir zu dem Stand an welchem wir den Papagei kaufen wollen.

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 Es ist unglaublich, von Kücken über riesige Schildkröten hin bis zu kleinen Äffchen (ich durfte selbst einen in meiner Hand halten, sehr viel größer war es noch net)und 2 Kisten voller Papageien
der wir uns den am gesündesten aussehenden aussuchten, und das für nur umgerechnet 7€.!

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Auf dem nach Hause weg schafft das kleine Prachtstück es tatsächlich sich aus seinem Karton durchzubeißen, doch wir schaffen es noch rechtzeitig Ihn bei Christiane abzugeben.

Nach einer kleinen Verschnaufpause und einer Erfrischung im Pool fahren wir weiter hinunter zum Fluss wo mehrere Fischersfrauen täglich Ihre frisch gefangene Ware verkaufen.
Ich suche mir erneut für das heutige Abendmahl einen Surubi aus, und bin glücklich.

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 Jetzt ist nur noch ein bisschen relaxen angesagt und am Abend feiern wir dann noch etwas Geburtstag bei köstlichem Schmaus.

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Montag, 28.03.2005

Nach einer Abkühlung im Pool, endlich wieder ein ausgedehntes supi Frühstück.
Heute ist Shopping angesagt, also fahren wir in die Hauptstadt Asuncion und spazieren durch die zwei größten Shoppingcenter, das „Del Sol“ und „Villa Mora“. Standardmäßig entsprechen diese Bauten dem europäischen Stil, man kann hier alles Erdenkliche kaufen, natürlich auch für jeden Preis.
Am Nachmittag fahren wir noch ein wenig die ländliche Umgebung der Hauptstadt ab, um ganz einfach zu sehen wie die Menschen hier leben.
Ganz ungewöhnlich finde ich es, das es hier keine auffallenden Pracht Viertel zu geben scheint, nein hier leben Arm und Reich relativ dicht zusammen. Soll heißen, eine Prachtvilla steht hier zwischen zwei PY typischen kleinen Hüttchen in denen Hühner und Schweinchen im Garten spazieren und als Wäscheleine der Gartenzaun benutzt wird.
 
Nach Hause zurückgekehrt planen wir bei einer Tasse Kaffe zusammen mit Carmen den kommenden Tag und beschließen gemeinsam mit Ihr den Buben in der früh zur Schule zu fahren, anschließend nach einem kleinen Umweg zur Deutschen Botschaft nochmals auf den „Pettirossi-Mark“ zu gehen, um da für die Nachbarin Christiane einen Papageien zu kaufen.

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Sonntag, 27.03.2005

Endlich ist es soweit… 06.30Uhr… der Wecker klingelt, ich springe aus dem Bett, wir packen ganz schnell unsere Koffer in das Auto und weg sind wir.
Auf der Routa 2 und später R 7 fahren wir, zwar mit leerem Magen, doch bei schon strahlendem Sonnenschein und wieder bestens gelaunt in Richtung Osten nach “Ciudad del Este”.
Am Späten Vormittag erreichen wir die brasilianische Grenze, welche wir überqueren müssen. Alles ist sehr aufregend, da wir zum einen nur die Aufenthaltsgenehmigung für PY haben und außerdem nur mit dem kleinen „Reiseführer“ unterwegs sind, in dem die ein oder andere Tour durchs Land beschrieben ist, doch wirklich hilfreich ist dieser nicht.
Wie meist werden auch wir nicht kontrolliert und passieren die Grenze problemlos.
Oli ist sichtlich nervös ;)
Zum Glück finden sich hier mehr Wegweiser und Straßenschilder als im Nachbarlande.
Wir finden nach ½ h ca den Eingang zu den Cataratas del Iguazu´, parken da unseren Wagen, kaufen je ein Ticket für 33 Brasilianische Dollar und können somit in einem offenen Bus durch den Dschungel fahren, welcher dann wiederum an mehreren Haltestellen parkt, so das man die Möglichkeiten hat an den verschiedensten Attraktionen teilzunehmen.

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 Beispielsweise eine Wandertour mehrere Km zu Fuss durch den Dschungel ;) oder gleiches per Tretmobil direkt an den faszinierenden Wasserfällen vorbei, Felskletterungen, oder aber auch einen Hubschrauberrundflug ( leider nur 10min für 50 Bras. Dollars, dennoch sicherlich sehr lohnenswert!)
Wir haben uns für eine Wildwasserfahrt entschieden und es im wahrsten Sinne genossen.
Das war wohl eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens gewesen, einfach unbeschreiblich schön, nicht um sonst gehören die Wasserfälle zu den großartigsten Naturwundern der Erde.
In einem kleinen offenen Zugmobil fuhren wir mit unserer Gruppe unter mehrsprachiger Leitung hinein in das riesengroße, faszinierende Naturschutzgebiet. Es war super aufregend für mich. Die letzten verbleibenden Meter führten uns dann zu Fuss entlang und hinab zum Flussufer, wo unser Motorboot schon startbereit wartete.

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Da angekommen, bekamen wir Plastikbeutel ausgeteilt für wichtige Utensilien, wie Geldbörse, Kameras, Ausweispapiere ec…, welche zur eigenen Sicherheit verstaut werden mussten. Ebenso wurden uns Schwimmwesten angelegt und los ging es…
Es war einfach geil, direkt durch die Strömungen auf die enorm großen Wassermassen zu zusteuern. Der Bootsführer ließ es sich auch nicht nehmen direkt unter einige kleine Fälle zu fahren, so das wir mehrere volle Duschen abbekamen. Natürlich waren wir anschließend patsch nass bis auf die Haut, doch bei den hiesigen Temperaturen trockneten wir recht schnell wieder ab.

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 Zwei oder drei Mal hatten wir die Möglichkeit unsere Kameras auszupacken um einige Aufnahmen zu machen, das war echt lohnenswert, kann ich nur sagen und bleibt ganz bestimmt unvergessen.

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 Wieder auf dem Festland angekommen hatten wir Beide verdammt großen Hunger und wunderten uns schon arg, das alle Gäste in den Restaurants aßen und die Großen Terassen mit Blick auf die wunderschöne Natur hier leer blieben.
Wir nahmen dennoch unsere 2 Baguettes und Colas, gingen nach draußen und stellten sie auf einen Tisch. Noch immer ganz in Trance begann ich die Videocamera auszupacken und zu filmen, bis ich dann hinter mir ein lautes Quitschen vernahm und sah wie sich Oli mit mehreren Nasenbären anlegte. Oder die Bärchen mit Oli? Auf jeden Fall waren Beide wohl sehr hungrig gewesen. Ich fand das ganze recht lustig, Oli wohl weniger in diesem Moment. Nicht nur das halbe Baguette war verschwunden, nein seine Coladose musste auch daran glauben.
Es ist schon ulkig, erst waren wir so froh einem einzigen Nasenbären zu begegnen und diesen auch noch ganz schnell und stolz mit der Kamera festzuhalten, kurze Zeit später standen wir mitten in einem Rutel von 20/ 30 Bärchen.

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 Leider neigte sich der heutige Tag schon seinem Ende entgegen, wobei es hier noch sehr vieles Interessantes zu besichtigen gibt.
Nach diesem ereignisreichen Tag beschlossen wir doch recht spontan noch heute zurück nach Luque zu fahren, und uns nicht wie geplant auf die Suche nach einem Hotel zu begeben.
(Ich sollte hierbei erwähnen, das uns bisher von Fahrten in der Dunkelheit abgeraten wurde, da es viel zu gefährlich sei.)
Wir riefen also die Vermieter unserer ersten Bleibe an und berichteten von unserem Vorhaben, wohl heute Nacht wieder bei Ihnen aufzutauchen. Das wir sehr froh darüber waren, das dies für Familie Ruck überhaupt kein Problem zu sein schien, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Nun fuhren wir die Routas ca. 320 km zurück, ich filmte den gigantischen Sonnenuntergang, Oli musste auf den Straßenverkehr achten, denn hier scheint wirklich jeder das zu tun was ihm beliebt. Uns fahren Autos entgegen, es laufen Menschen und Kühe quer über die Routas(Schnellstaßen) und noch besser, nach Einbruch der Dunkelheit überholten wir PKW´s ohne Rück, teilweise auch ohne Vorderlicht. Das ist der pure Wahnsinn…

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 Dennoch schaffen wir es in knapp vier Stunden nach Hause zu fahren und fallen später tot müde ins Bett.

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Samstag, 26.03.2005

Wir fahren erneut nach Villarica um ein wenig Einzukaufen, doch haben Beide keine Lust bei dieser glühenden Hitze stundenlang durch die Läden zu schlendern. Also beschließen wir uns zur Weiterfahrt nach “Colonel Ovideo”.

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 icht besonders erwähnenswertes hier und so beschließen wir morgen, am Ostersonntag unsere Zelte hier abzubrechen und nach” Ciudad del Este” an die weltgrößten Wasserfälle zu fahren. Ich bin so was von Happy!!

Ganz zufällig werden wir in einer Dorfschenke, von einem netten “Comero” (Kellner) zu einem Grillfest am Abend eingeladen. Natürlich nehmen wir dankend an und sind froh somit der geplanten Grillparty im eigenen Hotel zu entkommen.
Wir lassen den Abend bei köstlichem Schmaus ausklingen.

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Freitag, 25.03.2005

Nachdem das Frühstück, welches man eigentlich nicht als Solches bezeichnen kann eine h zu spät aufgetafelt wurde, konnten wir erst gegen 10.30Uhr nach “Villarica” fahren. Weiter führte es uns immer südlicher nach “Numi”, von dort aus nach “Caazapa”.

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 Wir finden nichts wesentliches Sehenswertes, selbst die Landschaft bietet uns keine neuen faszinierenden Fassaden. Ab und zu führt uns die Straße durch kleine Ortschaften mit 5 oder 6 Häuschen am Straßenrand gelegen.

Auf dem Rückweg beschließen wir bevor wir zurück zu unserem Hotel fahren noch ein kleines Cafe´ auf zusuchen und schmieden dort Pläne für die nächsten Tag…

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Für heute ist nur noch ein kleiner Spaziergang und Faulenzen am Pool angesagt. Am Abend gehen wir dann erneut in das von den Beiden Sachsen geführte Hotel um zu Abend zu essen.
Irgendetwas scheint mir nicht zu bekommen, vielleicht die Hitze…das tagsüber wenige Essen…? Auf jeden Fall sehe ich tatsächlich Sterne, mir wird richtig übel, ich bekomme Magenkrämpfe und fühle mich kurz vor dem ohnmächtig werden. Irgendwie schaffen wir es nach einem Weilchen zurück zum Hotel und dank Oli´s Therapie geht es mir schon recht schnell wieder besser ;)

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Donnerstag, 24.03.2005 (Gruendonnerstag)

Heute heißt es schon in der Früh, Koffer packen, denn wir reisen weiter, da wir die folgenden Tage bei Familie R. in einem kleinen Sporthotel in Independencia (der Deutschen Weinkolonie) gebucht haben.
Nach einem kurzen Besuch bei Christiane, meiner Internetbekanntschaft, folgte die Verabschiedung der Rucks und so fuhren wir bei heißen 37Grad in Richtung Osten auf der Routa 2 zu unserer 2. Bleibe und sind natürlich beide schon arg gespannt darauf, was uns alles erwaten wird.

So langsam gewöhnt man sich recht gut an die hiesigen Straßenverhältnisse hier und so finden wir auch ohne Problem heraus aus Luque und fahren dann die uns schon bekannte Strecke über Aregua nach Caacupe´auf die Routa 2 in Richtung Osten nach Independencia.

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Auffallend ist, das hier die Städte und Straßen im Vergleich zur Haupstadt Asuncion und zu Luque wesentlich sauberer werden. Auch die Vegetation verändert sich deutlich sichtbar. Zahlreiche Palmenwälder wandeln immer mehr in Laubbäume wie Birken, und nicht zu vergessen die riesigen Weinberge in der Region. Wohin man auch schaut gibt es unendlich viel grünes Land zu sehen, ab und zu auch ein paar kleine Erhebungen/ Hügelchen, mit viel Phantasie kann man diese auch als Berge bezeichnen.

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 Vor allem die Studentenstadt Villarica (wird auch als kleine Hauptstadt von Independencia bezeichnet) ist sehr ansehnlich, hier fühle ich mich sehr wohl und könnte mir in diesem Moment sehr gut vorstellen, hier zu leben.

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Unser kleines Sporthotel, welches wir über das Internet gebucht haben, konnten wir sehr schnell finden, doch unsere Freude sollte sich recht schnell legen.
Der Empfang des Hotelchefs alles andere als freundlich und auch die Zimmer und der Service sind katastrophal hier.
Es erweckt sich der Eindruck wir sind in einem *Sterne Hotel gelandet. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht schreiben! (Dies ist unser subjektiver Eindruck, andere finden dies vielleicht anders)
Uns ist Beiden bewusst das wir hier nicht die vereinbarten und gebuchten 8 Tage verbringen wollen. Dennoch versuchen wir das Allerbeste daraus zu machen.
Am Abend gehen wir zum ersten Mal gemütlich Essen und das für lächerliche (umgerechnet) 10€…
(Das ist einfach unglaublich, für ein leckeres Fischgericht mit Reis, ein Rindssteack mit Bratkartoffeln, ein Bier, zwei Caipis und 2 Espresso zahlen wir nur 10€!)
Die Besitzer des Hotels stammen witzigerweise aus Leipzig, (witzig deshalb, da ich selbst Thüringerin bin!)
wie Sie uns erzählen und leben schon seit 3 Jahren hier. Wir kamen recht schnell ins Gespräch, welches ganz Interessant war.
Ich muss das jetzt einfach loswerden…so zum Beispiel berichteten Sie uns von dubiosen Unfällen, wo Einheimische nach Einbruch der Dunkelheit, Ihre 89 jährigen Großmütter “eiskalt” auf die Straßen legen würden, mit dem Ziel sie überfahren zu lassen und somit dem Täter natürlich illegal eine Größere Summe Guaranis zu entziehen, um auf Polizei zu verzichten und die Gefängnisstrafen zu ersparen….
Ich glaubte dies alles natürlich und war geschockt. Wie sich später herausstellte, waren das alles doch mehr oder weniger erfundene Horrorgeschichten, welche da in die Welt gesetzt werden.
Ich hoffe es….

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