Tiere Paraguay’s

Reiher Nachwuchs

Reiher Nachwuchs

Durch die Lagune in unserer Nachbarschaft haben wir so manches an Wasservögeln in der Nähe leben, unter anderem auch mehrere Reiherpärchen. Da die Tiere extrem scheu sind, kommt man nur selten nahe an sie heran. Vor allem natürlich wenn Sie Brüten ist dies schwierig.

Letzteres konnten wir schon einige Male beobachten, allerdings leider  nur aus weiter Ferne.

Um so überraschter waren wir gewesen, als wir entdeckten das eines der Reiherpärchen auf unserem Grundstück, direkt neben unserem internen Zaun, in einem Baum von nur wenigen  Metern Höhe ein Nest baute.

Nach einigen Wochen Bau und Brütezeit war es dann endlich soweit. 3 junge Reiher schauten uns über den Nestrand hinweg neugierig an.

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Die “Alten” waren schwer beschäftigt mit dem Heranschaffen von Futter, Schatten spenden und nicht zu vergessen dem Schutz gegen Greifvögel zu geben, welche bereits täglich auf der Lauer saßen.

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Nach 2 Wochen wurde das erste Junge etwas zu mutig und fiel aus dem Nest. Trotz Gabe von Wasser und eingeweichter Semmel überlebte es  nur 2 Tage am Boden, bis es plötzlich gegen Mittag verschwunden war. Wir vermuten, ein anderes Tier hat wohl seinen Speiseplan damit aufgefrischt.

Zum Ende war es noch ein Junges gewesen welches Flügge wurde und noch 2 Tage in der Nähe des Nestes verbrachte, die Nächte auf niedrigen Bäumen & Büschen verbrachte, anders als seine Vorgänger.

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Wir hoffen nun sehr, dass dieses Junge es geschafft und überlebt hat und wir es eines Tages wieder sehen werden.

 

 

Mahlzeit: Schlange frisst Kröte

Mahlzeit: Schlange frisst Kröte

In letzter Zeit fanden wir immer wieder eine Baumschlange. Die Letzte entdeckte Manuela als Sie vom Einkaufen kam an unserer hinteren Treppe. Die Baumschlange hatte sich gerade eine Kröte geschnappt. Diese war zwar nicht sonderlich groß aber für die Schlange war das doch eine Herausforderung. Leider konnten wir nicht beobachten wie Sie die Kröte verschlang. Wir haben Sie zwar eine Zeit lang beobachtet, aber da machte Sie keine Anstalten. Nach einer Viertelstunde ohne uns war die Schlange samt Kröte weg.

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Die Baumschlange lebt wie der Name schon sagt bevorzugt auf Bäumen. Und frisst bevorzugt Vogeleier, junge Vögel, Echsen, Frösche oder Kröten. Sie ist nur leicht giftig und für den Menschen nicht gefährlich. Die Schlange ist recht schnell und auf Bäumen und im Gebüsch durch Ihre Farbe kaum zu sehen.

Ein Kaiman (Krokodil) auf Abwegen

Ein Kaiman (Krokodil) auf Abwegen

Gestern Nachmittag saßen wir gemütlich auf der Terrasse bei einer Tasse Kaffee als die Hunde immer wieder anschlugen und in Richtung Busch schauten. Wir vermuteten, das wieder eine Kuhherde am Nachbargrundstück unterwegs sei. Doch eine viertel Stunde später sahen wir etwas  ziemlich zügig über die Wiese laufen  und dachten erst an  eine große Echse. Also wurde der Foto geholt und auf Suche gegangen. Nach kurzer Zeit fand Manuela das Tier ein paar Meter vor Ihr liegen. Es war ein Kaiman mit einer Länge von ca. 1,30 Meter.
Er wurde natürlich erst einmal fotografiert und begutachtet. Der Kaiman blieb die ganze Zeit unbeweglich, ließ uns jedoch nicht aus den Augen.

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Nun stellte sich die Frage was tun. Der Kaiman war sicher auf der Suche nach einem neuen Wasserloch, was bei der jetzigen Trockenheit sicher recht schwierig sein wird zu finden. Mit Ausnahme unserers Pools natürlich ;) doch soweit wollten wir es dann nicht kommen lassen. Auf der anderen Seite unseres Grundstücks gibt es eine schöne große Lagune. Aber wie das Tier dahin bringen. Erfahrung damit haben wir nicht wirklich.
Also haben wir Rudi angerufen (er lebt schon mehr als 20 Jahre hier und hatte bis vor 3 Jahren in Villetta einen großen privaten Zoo). Rudi kam auch netterweise gleich zu Hilfe, samt einbem Seil zum einfangen des Kaimans. es wurde versucht die Seilschlinge langsam über den Kopf zu legen. Nach einigen Versuchen gelang das und der Kaiman wurde in das Auto gezogen und fixiert.

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Danach ab zur Lagune.
Dort wurde das Tier ausgeladen von dem Seil befreit und an den Lagunenrand gelegt. Erstaunlich wie gelassen das Tier dies Alles über sich ergehen ließ. Es dauerte nicht sehr  lange, sahen wir nur noch Luftblasen im Schlamm emporsteigen und abgetaucht war er.
Nun hoffen wir mal das der Kaiman nicht auf irgendeinem Grill landet.

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Kaimane kommen nur in Südamerika vor. Mehr Infos hierzu.

diverse Schlangen

diverse Schlangen

vor ein paar Wochen hatten wir wieder eine hochgiftige Jarara bei uns. Die Schlange lag genau unter der Terrassentreppe, wenn man also von oben gekommen wäre hätte man diese gar nicht gesehen.
Manuela entdeckte Sie am Morgen und rief mich (ich war noch im Bett). Ich brauchte ein paar Minuten und Manuela hat inzwischen Eli weg gebracht. Als wir nach ein paar Minuten vor Ort waren war die Schlange natürlich weg, also was tun, das Tier ist ja hoch giftig und mit unseren Hunden brauchen wir die nicht im Garten. Also haben wir 1 Stunde die Schlange gesucht und nichts gefunden.
Am Nachmittag lag Sie unter der anderen Treppe :( Diesmal waren wir aber schneller da. Erst einmal schnell ein Foto gemacht während Manuela den Spaten holte. Das Tier war aber recht agil und wollte unsere Gesellschafft nicht. Ehe wir uns versahen verschwand Sie in einem Loch am Wegrand. Nun war guter Rat teuer, das Loch war relativ tief und groß wie ich mit einem langen Stock feststellen konnte. Also machten wir uns erst mal einen Espresso und beobachteten das Loch. Da wir nicht den ganzen Tag da sitzen wollten musste eine andere Lösung her. Also schlug ich vor in das Loch Benzin zu schütten und anzuzünden. Gesagt getan. Kaum hatte ich Benzin in das Loch kam die Schlange heraus und war, verständlicher Weise, recht aggressiv.
Aber das half Ihr alles nichts ich konnte Sie dann mit dem Spaten erledigen.

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Vor 2 Tagen fand Manuela dann eine grüne Baumschlange beim Rasenmähen im Gras. Diese Schlange ist eigentlich nicht sehr gefährlich, aber bevor wir uns versahen hat Francisco unser Gärtner die Schlange schon erschlagen. Er meinte die frisst die ganzen Vogeleier und junge Vögel.

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Kröten genannt Sapos

Kröten genannt Sapos

Hier in Paraguay kennt (und hat Sie) jeder: Kröten. Tagsüber sieht man die teilweise bis zu 20 cm lange Tiere meist nicht, da Sie sich in Löchern, oder wie bei uns, in Pflanzkübel verstecken. Im Winter sind Sie auch nicht aktiv und in der Erde vergraben.
Eigentlich sind das ja sehr nützliche Tiere da Sie Unmengen an Insekten vertilgen. Sie sind Abends ab Einbruch der Dämmerung unterwegs auf Beutefang, oder aber während eines Regenschauers. Aber dann hüpfen Sie in Massen auf dem Grundstück, oder auf der Terrasse herum. Zu Anfangs haben wir Sie immer eingesammelt und über den Zaun geworfen, aber die Tiere haben einen guten Orientierungssinn und sind schneller wieder zurück wie wir :)
Wenn man Sie dauerhaft los werden wollte müsste man Sie schon mit dem Auto wegfahren :) Aber das ist ein Kampf gegen Windmühlen und von daher lassen wir Sie gewähren, ausser von der Terrasse bekommen Sie immer einen Tritt, oder aus dem Pool werden Sie gefischt.
So nun ein paar Bilder der “niedlichen” Tiere:

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Doppelschleichen

Doppelschleichen

Letzte Woche entdeckte Anke abends auf dem Weg zum Gästehaus dieses Tier und wir hörten nur den Ruf: SCHLANGE!

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War aber keine, sondern eine Wurm bzw. eine Schleiche, diese war ca. 40 cm lang. Später fanden wir noch eine Weitere, die aber kleiner war.
Diese Schleichen findet man hier immer wieder, entweder im Gras oder aber in frisch ausgehobenen Löchern.
Die Tiere sind total harmlos.
Weitere Infos zu den Schleichen gibt es hier.

Erste Flugversuche

Am Sonntag beim allnachmittäglichen Häufchen sammeln im Garten, entdeckte ich einen kleinen Piepmatz am Rande des Zaunes am Boden sitzend.
Welch ein Wunder das Wilma & Elly dies noch nicht bemerkt hatten, wo sie doch sonst immerzu alles mögliche (Taranteln, Schlangen, Skorpione, Vögel und Echsen) als erstes entdecken und uns darauf aufmerksam machen.
Also, ab mit den Hunden in das Haus, so das wir uns ungestört dem Kleinen nähern konnten. Wie ich ihn so in meine Hand nahm, zeigte er kaum noch eine Regung, so dass Oliver meinte er sei doch schon so gut wie „muerte“.

Doch plötzlich schien sich das abrupt zu ändern. Er öffnete die Augen, begann schließlich laut zu piepsen und startete tatsächlich einige Flugversuche, die nur leider nicht ausreichten um in Sicherheit zu gelangen. Gesund schien er jedoch zu sein, soweit wir das beurteilen konnten.

Es handelte sich übrigens um einen Schwefeltyrann (Pitangus sulphuratus) der zu einer Sperlingsart zählt.
Ausgewachsene Vögel dieser Art kann man  sehr oft in der Nähe des Pools sehen, wo sie nicht selten ungeniert, trotz Hund und Mensch in der Nähe, ein kühles Bad genießen. Oder aber beim Stibitzen von Hundefutter, sollte denn noch etwas Im Napf übrig bleiben ;)
Der Pitangus ist durch seine braune  Oberseite, den schwarz-weiß gestreiften Kopf mit einem gelben Scheitelstreif, weißer Kehle und gelber Unterseite samt seinem kurzen, dicken Schnabel, welcher schwarzgefärbt ist, unverkennbar.
Wir setzten ihn letztendlich außerhalb des Grundstücks ins schattige Grün, von wo er nach nur wenigen Minuten verschwunden war.

Philodryas patagoniensis (Patagonian racer)

Diese Schlange kann eine Länge von bis zu 1,50 m erreichen.
Sie legt  zwischen 5- 26 Eier wärend der Sommermonate.
Sehr wenig ist bekannt über die systhemische Wirkungen durch Philodryas patagoniensis colubrid Schlangengift.
Ihr Speichel enthält ein Toxin, welches ihre Beute betäubt.
Beim Biss kann es zu sehr schmerzhaften Muskelreaktionen führen.
Vorkommen in West Paraguay sowie im Chaco

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Leicht giftig!!

Philodryas psammophideus (Culebra)

Diese Trugnatter kann bis zu 1,20 m Länge erreichen. Sie hat kleine Giftzähne im Rachenraum, mit welchen sie ihre Beute paralysiert.
Hauptbeute dieser Schlange sind Echsen.
Für den Menschen ist das Gift normalerweise nicht gefährlich, obwohl die Schlange recht aggressiv agiert und es öfters Berichte von Bissen durch diese Art gibt.
Der bolivianische Trivialname dieser Schlange bedeuted “Rennerin” (corredora) und beschreibt die große Schnelligkeit dieser Schlange.
Vorkommen in West Paraguay

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Leicht Giftig!! Äußerst schnell und aggressiv!

Fortsetzung folgt…

Philodryas varius (Culebra)

Diese bis zu 1,50 m großen nachtaktiven, bodenlebenden Schlangen ernähren sich hauptsächlich von Schnecken, Ameisen, Larven und ähnlichem.
Vorkommen im Chaco

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Leicht giftig!!

Fortsetzung folgt…

Spilotes pullatus (Tigre cazadora)

Spilotes pullatus gehört der Familie der Nattern (Colubridae) an, zur Gattung Hühnerfresser (Spilotes), in der er die einzige Art bildet.
Es sind insgesamt fünf Unterarten in Mittel- und Südamerika beheimatet.
Der Hühnerfresser ist eine Natter von schlanker Statur und erreicht eine Länge von 3 m, selten auch bis 3,5 m. Die Grundfärbung der wenig gekielten Schuppen ist schwarz und ist mit gelben bis orangerotem Mustern durchzogen. Die Zeichnung, sowie die Färbung kann je nach Unterart und Verbreitungsgebiet stark variieren. Ihr schlanker Kopf setzt sich nur wenig vom Körper ab. Die großen dunklen Augen liegen weit vorne am Kopf.
Der überwiegend baumbewohnende Hühnerfresser ist tagaktiv und hält in seinem natürlichen Lebensraum keine Winterruhe.
Der Hühnerfresser ist zwar ungiftig aber dennoch sehr beißfreudig.
Vorkommen in Ost Paraguay

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Nicht giftig! Jedoch äußerst aggressive Schlange!

Micrurus pyrrhocrytus (Southern coral snake)

Die giftige Korallenschlange wird bis zu 1 m lang. Ihr Muster ist wie folgt: rot, schwarz, weiß, schwarz, weiß, schwarz, rot; Die roten Ringe sind breiter als die schwarzen.
Sie lebt in trockenen, sowie feuchten niedrigen Wäldern.
Ihre Nahrung besteht aus Wirbeltieren, kleinen Eidechsen, Schlangen und Reptilieneiern.
Sehr oft wird die Korallenschlange mit der ähnlich ausschauenden Lystrophis semicinctus verwechselt.
Vorkommen in Gesamtparaguay

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Toxisch!!!