unser neues Leben in Paraguay

Ein weiterer Umzug

Ein weiterer Umzug

Meist kommt es anders als man plant. Eigentlich wollten wir ja nicht schon bald erneut umziehen. Aber unsere Vermieter haben es, anders als geplant, nicht lange in Kanada ausgehalten und wollen nach 1,5 Jahren wieder zurück. Dadurch das Sie uns fast ein Jahr vorab informiert haben, hatten wir genügend Zeit zur Mietshaus Suche. Wir wussten ja schon das der Markt sehr „überschaubar“ ist. Und die ersten Häuser die wir uns angesehen haben waren entweder sehr alt oder sehr schlecht gelegen oder einfach zu teuer. Durch Zufall fanden wir dann unser neues Mietshaus. Ausserhalb von Loma Plata gelegen, dadurch sehr viel weniger Staub,auf sogenannten Kampboden, der sehr fruchtbar ist und weniger Wasser benözigt. Dazu ein großes Grundstück mit kleinen Tajamar (Teich), Obstbäumen, einem kleinen Haus und wieder viel freier Sicht ringsum.
Dadurch das das Haus deutlich kleiner ist, mussten wir unseren Haushalt erneut reduzieren und so wurde viel verkauft. Für den Umzug suchten wir ein geschlossenes Fahrzeug, was scheinbar unüblich zu sein scheint hier, dennoch wurden wir bei einer paraguayischen Spedition fündig. Unsere ganzen Pflanzkübel zogen separat mit einem kleinen LKW 2 Tage vorab um.

Hierfür wurde vorab eine kleine Beschattung gebaut. Nachteil des Hauses, keine großen Bäume zur Beschattung, auch die überdachte Fläche des Hauses ist wesentlich geringer.

Unser Umzug war an einem Montag für 14 Uhr angekündigt und wir waren sehr überrascht als wir am Vormittag um 10 Uhr einen Anruf mit der Info erhielten, das wir schon starten können. Um 14 Uhr war dann Dank eines super Teams von 3 Paraguayern alles im neuen Haus verstaut.
Die ersten 5 Wochen sind nun bereits vergangen, wir haben uns gut einglebt und es hat soweit alles seinen Platz gefunden, nur einige Kleine Dinge blieben übrig bzw. finden keinen gebrauch mehr und müssen verkauft werden . Der Garten ist ebenso fertig angelegt, somit sind auch alle Pflanzen weitgehend aus ausgesetzt und die Orchideen haben eine separate Überdachung erhalten.
Im Moment geniesen wir die himmlische Ruhe und die Staubfreiheit ausserhalb des Ortes. Ebenso wie die schönen Sonnenuntergänge die wir nun wieder sehen können, da das Grundstück nicht mit Busch zugewachsen ist.
Größtes Problem bleibt wohl nach wie vor das Wasser. Im Tajamar zeigt sich bereits jetzt ein erschreckend niedriger Pegel. Da man nicht weiß wie lange die Trockenzeit anhalten wird in diesem Jahr, eine unschöne Situation.
Nun bleibt abzuwarten für wie lange wir denn dann hier bleiben werden?!

 

Rundflug über den Lagunen des zentralen Chacos

Rundflug über den Lagunen des zentralen Chacos

Heute konnte ich mein Geburtstagsgeschenk einlösen: Einen Rundflug über den Chaco.
Gerlinde bietet mit Ihrem Autogyro Copter solch Flüge an. Die Reisegeschwindigkei ist damit 120-140 km/h. Die Reisehöhe um die 500 Meter.
Los ging es auf Ihrer privaten Startpiste an Ihrem Grundstück im Dorf Nr. 5 bei Filadelfia.
Von da aus flogen wir Richtung Osten zu Isla Poy, Laguna Capitan, Campo Leon und der Chaco Lauch. Wir hatten sogar das Glück ein paar kleinere Gruppen Flamingos zu sehen. Nach den vielen Regen gab es viel Wasser zu sehen und viele überflutete Höfe und Strassen.
Der Rücklug ging über Loma Plata nach Filadelfia / Dorf Nr. 5. Das war ein traumhaftes Erlebnis diese Weiten und Farben aus der Luft zu erleben.

Alle Bilder sind hier in der Galerie zu finden

Hochwasser

Hochwasser

hier im Chaco hat es die letzten Wochen unverhältnismäßig viel geregnet. Laut Regendaten, insgesamt über 600mm in den letzten Wochen. (Wochenblatt Artikel) Wenn man bedenkt das im Schnitt pro Jahr hier 700-1300mm Regen fallen, wird sichtbar wie viel das ist.
Das geringste Problem sind im Moment die schlechten und sehr glatten Wege. Damit diese nicht noch schlechter werden, fällt seit ein paar Tagen die Schule aus, ebenso werden Gottesdienste abgesagt. Zum Einen werden durch den Autoverkehr die Strassen immer weiter ausgespült, zum Anderen erzeugen die Autos nicht unerhebliche Wellen die in einigen Gebieten ausreichen um das Wasser in die Häuser zu drücken.
Viele Gegenden und auch einzelne Startviertel sind abgeschnitten. Die Flächen im Umland sind aktuell vergleichbar mit der Mecklenburgischen Seen-Platte.
Noch mehr müssen die Tiere, vor allem die Rinder leiden, die nun Tag und Nacht im Wasser stehen, dazu vor allem kein Futter mehr finden können.
Das einzig positive im Moment ist, das für die kommende Woche keine weiteren Regenfälle mehr angesagt sind, somit die Lage sich stabilisieren kann.
Auch dürften jetzt alle Speicher gut gefüllt sein, denn die neue Dürre Periode wird ganz sicher bevorstehen.

Hier ein paar Fotos (wir wollen und können hier auch nicht überall herumfahren). Mehr findet man hiervon sicher auf Facebook

So sieht es aktuell bei Freunden von uns aus, das Wasser steht bis zum Haus das ganze Grundstück steht unter Wasser.

Nächstes Jubiläum – 10 Jahre Paraguay

Nächstes Jubiläum – 10 Jahre Paraguay

 

Auf den Tag genau, heute vor 10 Jahren, am 15. Oktober 2007 verabschiedeten wir uns mit großen Zielen, einem weinenden wie einem lächelnden Auge von Familie und Freunden, ebenso vom gewohnten Arbeitsalltag welchen ich (Manuela) aufgab, dem bzw. unserem deutsch strukturiertem Alltag und wagten gemeinsam den Schritt in ein völlig neues Leben in Paraguay.

Heute, 10 Jahre rückblickend können wir sagen, der Schritt Deutschland den Rücken zu kehren ist kein Falscher gewesen.

Auch wenn es einige Zeit benötigte sich weitestgehend einuzleben/ wohlzufühlen, sich an die südländische Mentalität zu gewöhnen, denn meist ticken die Uhren, wie auch die Menschen ( incl. Europäer) hier völlig anders als in der alten Heimat wir es gewohnt waren.

Das Erlernen der spanischen Sprache stellten wir uns Beide um einiges einfacher vor, so erschwerte und dies anfangs so manches… Auch heute besuchen wir noch einen Kurs um die Sprachkenntnisse weiter auszubauen.

Während der vergangen Jahre lernten wir immerzu an neuen Erfahrungen, so gab es für uns hier Höhen und Tiefen, Freude und Leid, aber auch viel Glück, so wie (ein klein wenig) Pech…

Alles in allem sind wir inzwischen von Luque, über Nueva Colombia, nach Paraguarí und weiter in die Nähe von Loma Plata in den Chaco gezogen.

Wir versuchten und versuchen bis heute „unseren Weg “ zu finden, sind am träumen, planen und realisieren … und werden Euch weiterhin an gravierenden Erlebnissen / Veränderungen teilhaben lassen.

Nach einem Jahr im Chaco

Nach einem Jahr im Chaco

Nun haben wir das erste Jahr im neuen zu Hause bereits hinter uns. Die letzten 5 Monate haben wir den Chaco erstmals auch von seiner harten, aber auch „normalen“ Seite kennen gelernt: Trocken.

An das Leben hier haben wir uns relativ schnell gewöhnt. Man nimmt natürlich, wie meistens im Leben, immer zuerst die positiven Dinge wahr, wie: Pünktliche, wie zuverlässige Handwerker und Dienstleister, saubere, vor allem begeh und befahrbare Strassen und Wege (kein herum liegender Müll), auch keine brennenden und stinkenden Müllhäufen vor oder auf Grundstücken und an Straßenrändern. Auch gibt es so gut wie keine Internet- und Stromausfälle zu beklagen, dazu eine gute zentrale medizinische Versorgung, Verkehrsregeln werden befolgt (dadurch fühlt man sich als Fussgänger und Radfahrer nicht mehr als „Gejagter“, und zuletzt ist die Sicherheit doch „noch“ wesentlich höher als im Osten Paraguay’s. Am augescheinlichsten zu sehen an den Häusern ohne Fenstergitter, Stacheldraht Verzierung an Zaun oder Mauer und den unbesetzten Fahrzeugen mit laufendem Motor vor Geschäften.
Eigens erlebt, werden selbst Haustüren oftmals nicht verschlossen, geht man außer Haus.
Auch die Mennotiten sind großteils recht offen, sehr hilfbereit und meist sehr freundlich, geht man auf Sie zu. Jedoch haben sie Ihren eigen stark strukturierten Tagesablauf, was für uns neu zu erfahren war. Geprägt durch das Familienleben, welches stets an erster Stelle steht, die Arbeit und meist eine aktive Freizeitgestaltung in der wenigen verbleibenden Zeit…

Die Natur ist hier komplett eine Andere und gewöhnungsbefürftig, eben nicht für jederman. Alles zeigt sich viel karger, aber auch eben noch wilder und ursprünglicher durch die geringe Besiedlung. Wir geniessen zumindest die gute nahe Infrastruktur und die zugängliche Natur und sind oftmals unterwegs.

Wer wenig oder kein Spanisch spricht hat hier den Vorteil das er so ohne Probleme zurecht kommt. Für uns war dies anfangs eine Umstellung, das man von fast Jedem verstanden wird wenn man sich in der Öffentlichkeit unterhält. Man sollte so das ein oder andere Mal darauf achten was man sagt

Aber es gibt natürlich auch hier einige Schattenseiten: Die Auffälligsten sind das begrenzte Wasser und der Schmutz (Sand/Staub) .
Das so kostbare und rar vorhandene Wasser hier. Es gibt in den Kolonien keine öffentliche Wasserversorgung, sondern das ganze Wasser ist gesammeltes Regenwasser. An Privathaushalt und Gebäuden wir das Wasser vom Dach in Zisterne gesammelt, daher auch oftmals überaus große Dächer/ Häuser zu sehen . Auf den Estancien werden rießige Tachamare aufgeschoben wo das Regenwasser zusammenfliessen kann. Die Privathäuser haben meist zwischen 20 und 60 Kubikmeter Zisternen, manche haben auch deutlich mehr. Das sieht man dann an den immer grünen Gärten oder an dem ein oder anderen Pool.

Nun hat es hier, was eigentlich normal ist für den Chaco, seit Mai nicht mehr wesentlich geregnet. Daher müssen die meisten Haushalte bereits Wasser zukaufen, was zum Glück möglich ist. Natürlich ist dies auch nicht gerade günstig. 5000 Liter kosten je nach Wasserqualität zwischen 100.000 und 150.000 Gs. Man kann sowohl Gießwasser oder aber gefiltertes Wasser für den Haushalt kaufen.

Der Umgang mit dem Wasser ist, zumindest für uns, ist ein völlig neuer geworden. Wir sind überaus sparsam, sammeln jeden möglichen Tropfen um ihn dann wiederzuverwenden. Es ist eine Erfahrung, welche ganz sicher nicht schadet, im Gegenteil, jedoch auf Dauer nicht wünschenswert in dieser Form.

Durch das fehlende Wasser kommen wir gleich zum 2. großen Missfallen, dem Sand/ Staub.
Dadurch das in den Ortschaften nur die Hauptstraße geteert ist und alle anderen Straßen Sand- bzw. Lehmpisten sind, ist es entlang der Straßen, vor allem morgens, mittags und zu Feierabend extrem staubig. Der Wind tut oft sein übriges zur Unterstützung. So hat man im Winter/ Frühjahr des öfteren Nordstürme welche den Sand heftig vor sich hertreiben. Sprich, man hat hier überall Staub, vor dem Haus… im Haus… im Auto, selbst in Nase/ Ohren und Mund ;O!
Es gibt daher nur 2 Möglichkeiten, hat man nicht den Genuss in einer ruhigen, wenig befahrbaren Gegend oder auf dem Lande zu leben.
Man schließt die Augen oder man putzt sich um den Verstand.

Leider mussten wir vor einem Monat erfahren, dass unsere Vermieter im Juli kommenden Jahres aus Kanada zurück kommen werden. D.h. für uns, dass wir uns erneut ein neues Mietshaus suchen müssen. Wenigstens haben wir dazu relativ Zeit, denn gute Mietobjekte sind hier genauso selten wie in Ostparaguay. Dazu konnten wir in den vergangen Monaten manche Erfahrungen sammeln, welche beim Suchen nach einer neuen Bleibe von Wichtigkeit sind.
Wann und wohin es uns verschlagen wird, werden wir hier bald berichten.

„Glatteis“ im Chaco

„Glatteis“ im Chaco

hier im Chaco haben wir in den letzten Wochen vermehrt Straßenverhältnisse wie im deutschen Winter.
Bedingt durch den vielen Regen in letzter Zeit sind die Sand- und Lehmpisten stark aufgeweicht und es fährt sich wie im Schneematsch bzw auf vereister Strasse in Deutschland.
Man muss bei den nach links und rechts abfallenden Strassen gut aufpassen das man nicht im Graben landet. Ebenso sollte man starkes Bremsen vermeiden.
Normalerweise vermeiden wir es zu fahren bei diesen Verhältnissen, aber wir mussten heute ein paar Rechnungen bezahlen und zum Einkaufen. Es dauerte zwar alles etwas länger da mehr wie 40 km/h nicht drin waren, aber wir kamen heil an. Das Auto hat allerdings eine Wäsche nötig.

 

 

 

Adina’s Cafe in Filadelfia

Adina’s Cafe in Filadelfia

Seit einigen Wochen besuchen wir hier in Loma Plata einen Spanisch Kurs, in welchem wir auch Adina kennenlernten, welche das Ziel hatte in Filadelfia ein eigenes Café zu eröffnen.

Da  auch wir leidenschaftliche Kaffeetrinker wie auch Eisesser sind, und die hiesige Kaffeebohne doch oftmals nicht das verspricht was man in Südamerika erwarten sollte und mangels Erfahrung und Maschinen die Zubereitung auch zu Wünschen übrig lässt, waren wir freudig überrascht von dieser Idee und ließen es uns nicht nehmen zum Eröffnungstage anwesend zu sein.

So wurde spontan der Spanischkurs nach Filadelfia verlegt und die nette Runde traf sich zu lecker Cappuccino und Kuchen im „Café Adina“! Das Haus sehr nett & stilvoll eingerichtet, dazu ein idyllischer Garten, wo genügend verschiedene Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Das Ambiente außergewöhnlich für Paraguay, für uns richtig zum Wohlfühlen. Für die „kalten Tage“ hier gibt es einen Schwedenofen im Haus und draussen gibt es Feuerschalen und warme Decken zum Verweilen.

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Dank einer original italienischen Espressomaschine, dazu einer würzigen Bohne, werden die verschiedensten Arten von Kaffee angeboten, wie man es eben aus Deutschland bzw. Europa kennt. Dazu natürlich auch kühle Getränke wie Eiskaffee/ Eiskakao/ Smoothies oder auch viele Angebote an leckeren Torten, Kuchen und Plätzchen. Für den eher „unsüßen“ Gast, gibt es kleine würzige Speisen die ebenso schmackhaft ausschauten. Im Plan sind auch belegte Brezeln, wie Brote…

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Der erste Nachmittag/ Abend schien sehr gut besucht, trotz kühlen Temperaturen. Glücklicherweise fanden wir gerade noch eine kleine Ecke um ungestört mit Daniel & Camilla den Spanisch Kurs, wenn auch etwas lockerer als üblich, abzuhalten.

Und da es uns so arg gefiel, nutzten wir den Folgetag, nach 2 Terminen in Filadelfia gleich nochmals um uns alles bei Tage anzusehen.

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Wir hoffen sehr und wünschen Adina, das Sie mit Ihrer Verwirklichung Ihres langjährigen Traumes viel Erfolg und Glück haben möge, dazu natürlich ebenso viel Spaß & Freude mit Ihrem etwas besonderen Café.

Was uns betrifft, werden wir wohl Termine in Filadelfia immerzu mit einem Besuch da verbinden, sei es zum Brunchen, auf einen Eisbecher oder auch nur eine Tasse Espresso.

Citrusfrüchte – Vitamin C

Citrusfrüchte – Vitamin C

Seit einigen Wochen genießen wir den Herbst hier in Paraguay, bei angenehmen Temperaturen, Nächten ohne Klimaanlagen und regelmäßigem Regen.
Hier im Chaco hat somit auch die Erntezeit aller Zitrusfrüchte begonnen. Man findet Mandarinen, Tangerinen (diese waren uns bisher neu), Orangen, Pomelos (rosa und gelbe), Limetten und Zitronen zu kaufen. Obwohl der Chaco wesentlich trockener ist als der Osten Paraguay´s wachsen und reifen hier die Früchte sehr gut. Gerade wegen dem fehlenden Wasser schmeckt das Obst hier deutlich süßer als im Rest des Landes. Eine Pomelo ist hier überhaupt nicht sauer, wie einst in Deutschland gewohnt, sondern hat eher die Süße einer Orange. Sehr lecker!

Zur Zeit werden hier überall verschiedene Vitamin C zu günstigen Preisen auf den Höfen und Wirtschaften in der Umgebung verkauft. Auch wir haben uns gestern 3 Kisten (50 Stück) rosa Pomelos (ungespritzt!, also so richtig Bio!) abgeholt um Saft daraus zu pressen. Somit überstehen wir hoffentlich auch die bald kommenden kalten Winterwochen ohne größere Erkältungen 😉
Nächste Woche kommen die Tangerinen dran. Diese gehören zur Familie der Mandarinen wie die Clementinen. Sind aber etwas rötlicher gefärbt und nicht ganz so rund.

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Tierheim in Filadelfia

Tierheim in Filadelfia

Vorletztes  Wochenende zum „Tag der offenen Tür“ besuchten wir erstmals das Tierheim Rescate Peludo Filadelfia in Filadelfia. Wir lasen und hörten schon sehr viel über das im August vergangen Jahres eröffnete Projekt.

Der Besuch sollte einen kleinen Einblick in die Haltung, Betreuung und Vermittlung der kleinen wie auch großen Vierbeiner bieten. Ebenso wurde ein Flohmarkt organisiert, dessen gesamte Einnahmen den Tieren zu Gute kommen werden.

Daniela wie auch Andrea die beiden Organisatoren, empfingen uns herzlich, nahmen mit Freude unsere kleinen Mitbringsel, wie Futter, Spielzeug, Kissen und Tücher entgegen und zeigten uns die bislang aufgebaute Anlage, wie auch die vorhandene Hundeschar.

Verschieden abgezäunte Bereiche, Teils mit Hundehäusern oder Hütten, 13 derzeit vorhandene Hunde, welche auf ein neues zu Hause warten. Unter Ihnen 4 wenige Tage alte Welpen, welche man erst vor wenigen Tagen in einem Sack nahe eines Wohnhauses ablegte.

Das die Zahl der Tiere im Augenblick relativ gering war, im Vergleich zu vorherigen Monaten zeigte uns, das es doch große Resonanz gibt und auch die Menschen hier bereit sind, sich einen Hund aus dem Heim zu holen.

Wie überall auf der Welt sind so herzliche Tierliebhaber auch hier im Chaco arg rar gesät. Die Tiere haben in der region noch einen anderen Stellenwert. Für viele Familien sind Hunde einfach nur Mittel zum Zweck, eben zum Wachen auf dem Hof, im Garten. Auch  gibt es erschreckend viele Kettenhunde zu sehen. Oftmals werden die Tiere zum Verkauf oder verschenken angeboten, aus völlig irrsinnigen Gründen (unserer Sichtweise nach!) Sie bellen zu laut, oder aber zu leise, manche gar nicht. Sie laufen immerzu davon. Sie werden ganz plötzlich zu groß für das kleine Grundstück, oder aber man hat eben jetzt gerade Lust auf einen Pudel, der Collie muss dann mal eben weg…

Für uns aus dem Osten kommend, finden wir hat es wenige Streunerhunde in den Kolonien. Mag sein das sich nachts in bestimmten Barrios einige aufhalten, doch im Vergleich zu Städten in Central Paraguay, ist dies mehr als harmlos.

Wir zumindest und wir hoffen noch sehr viele Familien mehr unterstützen „Rescate Peludo“ auf jeden Fall von ganzem Herzen und wünschen Euch weiterhin viel Glück und Erfolg beim Vermitteln, von Hunden und natürlich auch Katzen!

Auch wäre es wunderbar könntet Ihr Eure Idee umsetzten (vielleicht mit Unterstützung der Gemeinde) und eine Tierlink ganz nah zu errichten, so dass hier eine Zusammenarbeit möglich wäre und vieles vereinfachen könnte.

Neuer Führerschein

Neuer Führerschein

In Paraguay erhält man den Führerschein für 5 Jahre. Allerdings muss man ihn in jedem Jahr zum 31.3. in der ausstellenden Gemeine ab knipsen/lochen lassen.
Da wir unsere Führerscheine vor 3 Jahren in Paraguari haben ausstellen lassen, müssten wir jetzt die knapp 600 km südlich fahren. Dies ist entschieden zu weit und auch viel zu teuer
Also wollten wir uns hier in Loma Plata diesen beantragen. Dazu muss jedoch der alte Führerschein gekündigt werden. (Früher ging das nur persönlich auf der ausstellenden Gemeinde), angeblich soll das nun online gehen.
Von daher fuhren wir auf die Munipalicidad von Loma Plate und brachten unser Anliegen vor. Kündigen online geht nicht, das geht nur auf der ausstellenden Gemeine.  Aber wir sollen das doch einen Freund machen lassen, dieser könnte uns dann die Kündigung schicken.
Ausserdem benötigten wir eine Meldebestätigung. Ok, auf der Polizeistation bekommt man die. Und…ganz aktuell! wir müssen uns im Krankenhaus einem Seh- und Hörtest unterziehen.
So haben wir einen Freund gefragt ob er uns die Führerscheine kündigt. Dazu haben wir Ihm Kopien unserer Führerscheine und der Cedula gesendet. Eine Woche später hatten wir unsere Kündigung in der Hand.
In der Zwischenzeit waren wir bei der Polizei in Loma Plata und wollten unsere Lebens- und Meldebescheinigung. Ok, kein Problem. dazu brauchen wir 2 „Bürgen“ die auf dem Formular unterschreiben sowie eine Kopie Ihrer Cedula im Anhang.
Also zogen wir wieder ab und fragten einige Bekannte hier, ob Sie das für uns machen würden… was zum Glück kein Problem war.
Als nächstes ging es ins Krankenhaus wegen des Seh- und Hörtest´s.  Klar können wir den hier problemlos machen lassen, aber dazu brauchen wir einen Termin. Gesagt, getan. Ein paar Tage, dann der Termin zum Test. Der Sehtest war wie gewohnt; Buchstaben von einer Tafel ablesen immer kleiner werdend. Der Hörtest lief wie folgt: Frage: Hören Sie gut? Haben Sie Hörprobleme? Ich: nein. Antwort ok, dann sind wir fertig.
Danach ging es mit dem unterschriebenen Formularen wieder zur Polizei wegen der Meldebestätigung. Eine Kopie der Cedula benötigten wir hier auch wieder Der freundliche Polizist nahm alles an und meinte am Abend können wir es holen. Also gingen wir am kommenden Morgen auf das Amt und alle Papiere lagen bereit.  Es folgte noch der Weg zum Copyshop. Somit hatten wir je:

Copie der Cedula
Lebens & Wohnbescheinigung
Kopie der Kündigung des alten Führescheins
Kopie des Zahlungsbelegs der Kündigung
Kopie unseres Blugruppen Ausweises
Seh- und Hörtest

Vergangen Donnerstag, gleich in der Früh besuchten wir also die hiesige Municipalidad, wo wir eine kleine, überschaubare Warteschlange vorfanden. Sehr freundliche Angestellte waren emsig am Arbeiten hinter Ihren Schaltern, so hieß es auch bei uns, in einer Stunde wäre die Abfrage in ASU beim Register fertig.  Wir können gerne am Nachmittag nochmals vorbei schauen.
Um 14 Uhr zurück, wieder relativ kleiner Warteschlange, dauerte es nur kurze Zeit ehe man unsere Dokumente bearbeitete. Ruck Zuck waren alle Papiere fertig, es wurde schnell gleich nebenan vor einem Vorhang noch ein Foto geschossen und 10 Minuten später hatten wir je 130.000 Gs ärmer, unseren neuen Führerschein, welche jetzt erneut 5 Jahre Gültigkeit besitzt.

Da soll noch einmal jemand über die deutsche Bürokratie schimpfen 🙂

Allgemeine Infos zum Leben im Chaco

Allgemeine Infos zum Leben im Chaco

Das Leben im Chaco

Die Fahrt in den Chaco ist wie eine Reise in ein komplett anderes Land.

Bereits hinter Asunción sieht man auf auf der gesamten, ewig langen Trans Chaco Ruta  wie sich die Landschaft verändert. Ebenes Land weit und breit welches von Riesigen Palmenheinen mit eingebetteten Wasseroasen einladend für zahlreiche Wasservögel und ander Tiere ist.

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Die ein oder andere Estancia Einfahrt sowie kleinere Ansiedlungen, meist von Indianern streift man auf den Weg in den Dornenbusch.
Auf den letzten 100 der ca. 450 km langen Reise in die Kolonien der Mennoiten ändern sich nicht nur die Straßenverhältnisse merklich (Schweizer Käse Ruta) , man befindet sich plötzlich inmitten des typischen undurchdringlichen Chaco Buschs.

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Es gibt im zentralen Chaco 3 große Mennoniten Kolonien, das sind Menno, Fernheim und Neuland. Mit den Städten Loma Plata, Filadelfia und Neu-Halbstadt. Um diese Städte herum gibt es eine Vielzahl an kleinen Dörfern, oftmals mit typisch deutschen Namen wie Blumenau, Landskrone, Kleefeld, Bergfeld u.v.m.

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Hier ein paar Infos zu den Mennoniten und den Kolonien:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mennoniten
https://de.wikipedia.org/wiki/Menno_(Paraguay)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kolonie_Neuland
https://de.wikipedia.org/wiki/Fernheim

Die Natur ist hier oben trotz oder gerade wegen der großen Estancien noch recht vielfältig. So gibt es hier sehr viele Wildtiere zu sehen. Durch die großen Estancien bleibt der Kontakt mit den Menschen meist aus und somit haben hier Wildtiere wie Pumas, Jaguar, Nasenbären, Tapiere, Wildschweine, Nandus u.v.m. noch große Rückzugsgebiete.

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Leider gibt es aber auch hier immer mehr „Jagd Fanatiker“, die glauben das Wild schießen zu müssen, überaus stolz das Fleisch dann Essen oder verkaufen. In der freien Natur ist dies natürlich verboten, was jedoch wenige Dergleichen abhält. Auf privaten Estancien schaut es hingegen anders aus, der Besitzer einer solchen kann das Jagen dulden.

Auch ist die Flora hier überraschender Weise sehr grün und vielfältig, wesewegen der Chaco auch als die Grüne Hölle bezeichnet wird.

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Das Leben in den Kolonien ist im Vergleich zum Osten Paraguays völlig ein anderes, wie die oben beschriebene Fauna.  Allgemein gesagt wieder um einiges Deutscher, und  das bei tropischen Temperaturen.

Was sofort auffällt, es ist (abgesehen vom Sand/Staub) hier um einiges sauberer. Sei es in Ortschaften, auf oder vor Privatgrundstücken, man sieht keinen kein Müll herum liegen, demnach wird dieser auch nicht an jeder Ecke zu jeder Zeit verbrannt sondern von der örtlichen Müllabfuhr wöchentlich abgeholt.

Der Stil der Häuser hier ist ganz anders. Meist findet man hier große Häuser mit einer breiten umlaufenden Terrasse und großem Blechdach. Die großen Dachflächen sind nötig um das Regenwasser zu sammeln. Das Blech reinigt sich bei Regen schneller und saugt sich auch nicht so voll wie Ziegel.

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Die Wege, die meist ja Lehm oder Sandpisten sind, sind  teilweise im besseren Zustand wie die Teerstrassen im Osten. Nach Regentagen werden sofort alle Straßen mit einer Planierraupe geglättet, oftmals fahren die Jungs noch in späten Abendstunden oder auch nachts, so kann man nach 1 bis max 2 Tagen wieder problemlos alle Wege nutzen.

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Die Handwerker sind hier pünktlich, besser ausgebildet und leisten so qualitativ bessere Arbeit. Und was wir überraschender Weise feststellten, nicht alle Dienstleisungen sind unbeingt teurer als die von uns gewohnten in Paraguarí und Umgebung.

Das Gesundheitswesen, die Krankenhäuser haben einen höheren Standard. Es gibt deutschsprachige, wie auch paraguayische Ärzte, die oftmals in Deutschland oder den USA einige Semester studiert oder da einige Jahre gearbeitet haben.  Die Ausbildungen der Krankenschwestern erfolgt in einer modernen Berufsschule in Loma Plata, neben dem Hospital gelegen.
Fachärzte sind zum Großteil vertreten, manche Spezielle allerdings kommen nur in 12 Tagen oder monatlichen Rhythmus um Patienten zu behandeln.
Ein überaus moderne Diagnostik Abteilung ist Teil des Hospitals in Loma Plata. Lediglich das MRT kann hier oben nicht durchgeführt werden, dazu fehlt eine konstante Stromversorgung, welche bislang noch nicht ausreichend ist.
Einige wenige Krankenversicherungen in Paraguay (Migone, Medi Life z.B.) arbeiten mit den Hospitälern hier zusammen, so ist auch für „nicht“ Mennoniten ein Versicherungsschutz gewährleistet.

Altersheime, Sozialdienste mit ausgebildeten Fachkräften sind ebenso in allen 3 Städten vertreten.

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Die Sicherheit ist hier um einiges höher wie im Osten. Es gibt wesentlich weniger Einbrüche und Gewaltdelikte. Die Häuser haben hier meist keine Gitter und viele lassen Ihre Häuser auch unverschlossen wenn Sie ausser Haus sind.

Die Versorgung mit den Artikel zum Leben ist hier inzwischen sehr gut gewährleistet. Es gibt große Supermärkte wo es soweit alles zu kaufen gibt. Einzig das Angebot an Fisch, und gefrorenem Gemüse ist arg begrenztoder qualitativ nicht unser Geschmack, wie wir bisher feststellen mussten.
Die Ferreterien sind hier ähnlich strukturiert wie kleine Bauhäuser und man bekommt fast alles.
Ebenso gibt es inzwischen eine größere Anzahl an kleineren Läden, wie Bekleidung, Schuhe, Optiker,  Elektro, Computer und einige Importläden die Waren aus Deutschland oder Kanada anbieten, natürlich meist zu stolzen Preisen.

Wer möchte, kann hier vielen Freizeitaktivitäten nachgehen. Für die Bürger wird von den einzelnen Gemeinden vieles angeboten (Unterrichte, Kurse, Turniere, Vorträge, Aufführungen,…).  Vieles wird von den Kirchengemeinen organisiert. Davon gibt es hier natürlich einige. Allerdings bekommt man davon wenig mit als Außenstehender, so können wir dies nach mehr als 3 Monaten die wir hier leben sagen.

Es gibt viele Natur- und Freizeitparks.
Auch kann man hier problemlos Fahradfahren, entweder auf Gehwegen (die eben sind und ohne Löcher) oder auf den Strassen. Hier muss man keine Angst haben das man vom Auto/LKW angefahren wird. Zwar gibt es die gleichen Verkehrsregeln wie im Osten, diese werden aber weitgehends eingehalten. In den Ortschaften gilt Tempolimit 40 bzw. 30.

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Viele dieser Dinge sind natürlich der Isolation und der großen Entfernung zum „Rest“ von Paraguay geschuldet. Es leben hier auch relativ wenig „normale“ Paraguayer. Entweder Mennoniten oder zahlreiche Indianer. Europär ebenso wenige.
Die Mennoniten sind bislang alle sehr freundlich, meist offen und interessiert.
Etwas ungewohnt ist natürlich die Sprache. Natürlich ist  die Amtssprache hier auch Spanisch und die Mennoniten sprechen (fast alle) spanisch, da es in Schulen unterrichtet wird. Aber die Umgangssprache untereinander ist meist Plattdeutsch. Hochdeutsch kann auch fast jeder hier, zumindest in den Städten, da auch dies in den Schulen gelernt wird. Sprich man kommt hier wenn man die spanische Sprache nicht lernen mag oder kann problemlos fast überall (selbst auf der Municipalidad) mit Deutsch zurecht.

Das Hauptproblem im Chaco liegt nach wie vor natürlich bei der Wasserversorgung. Diese ist aber den Gegebenheiten angepasst die letzten Jahrzehnte sehr optimiert worden. Brunnen gibt es hier wenige. Von daher wird das Wasser im privaten Bereich über die großflächigen Blechdächer in großen Zisternen (Zisternen im Chaco)  gesammelt und in der Landwirtschaft hat man die Tachamare aus Australien übernommen.
Es werden hier in Senken Auffangbecken ausgehoben wo das Wasser aus der Umgebung zusammenfließt. Aus dem Aushub werden riesige Trichter gebaut in die das Wasser gepumpt wird. Von dort wird es über Leitungen auf den Farmen weiter verteilt.

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Wenn man mit ständig hohen Temperaturen im Osten Paraguays seine Probleme hat, empfindet man die +4 Grad höhere Temperatur im Chaco, bedingt durch  die Trockene Luft hier, (LFK  liegt meist 25-30 %, außer nach Regenschauern) als nicht so unangenehm wie 70% feuchte 35 Grad, welche man oftmals in den Sommermonaten außerhalb von  Asunción messen kann.

Natürlich gibt es auch hier die ein oder andere negative Erfahrung welche uns überraschte. So konnten wir in den Monaten Oktober/ November bis zu 5 Tagen nach Regenfällen (und es waren einige glücklicherweise natürlich) kaum ohne von Moskitos zerstochen zu werden aus dem Haus gehen, ganz gleich zu welcher Uhrzeit ;( Weniger schön, Antimoskito Sprays hatten Hochkonjunktur!
Der Staub,oder der feine Sand ist wohl zumindest jeder Frau hier ein Dorn im Auge und kann arg belasten. Man kann dem ein wenig entgegenwirken, wie z.B. Vorhänge an den Fenstern, dichte Bepflanzungen  an und um das Haus, Aufschüttung der Wege mit Kies, oder aber sich ein Haus in einer idyllisch gelegenen Sackgasse suchen und keines an einer stark befahren Straße…

Mietshäuser sind hier im Vergleich zu verkaufenden Immobilien nicht so arg üppig zu finden, dennoch stehen immer wieder einmal ein paar im Angebot.  Der Preis schwankt stark, vor allem auch nach Lage/ Stadt.

Was hier fehlt , uns bislang jedoch nicht stört, ist das typisch südamerikanische Gewusel. Es gibt keine Stadtmärkte welche den Trubel verbreiten wie eben gewohnt im Osten des Landes. Auch sieht man hier eigentlich nie Anwohner mit Ihrem Terere Becher  am Straßenrand sitzen und schwätzeln , einfach in den Tag hinein lebend. Zum einen gehen die meisten Menschen hier einer Beschäftigung nach, außerdem wird es wahrscheinlich einfach zu heiß, zu staubig sein…
Für uns ist im Moment das Leben hier schön, etwas Neues, anderes eben.  Wir genießen mehr Zeit miteinander verbringen zu können. Auch das Leben ohne Capataz ist fantastisch!
Das Ganze sind auch rein subjektiv unsere Eindrücke & Erfahrungen. Und ein Paradies gibt es nirgends… dieses wäre dann auch überfüllt 😉 Zusammen mit den Fotos gibt es hier einen kleinen Einblick in die Kolonien des Chaco’s.

Hier findet man viele weitere Bilder mit Erklärungen. (Bilder enthalten in der großen Ansicht die Beschreibung)

Weihnachten im Chaco

Weihnachten im Chaco

Unsere ersten Urlaubs und Weihnachtsfeiertage verbrachten wir hier in aller Ruhe zusammen in Bergfeld.
Da unsere Familie klein, hielt sich der sonst übliche Weihnachtsstress in Grenzen.

Wir besuchten nun hier den Weihnachtsmarkt, Manuela dekorierte erstmals seit 9 Jahren das Haus wieder ein klein wenig, backte dazu einige Weihnachtsplätzchen, ein Deutscher Stollen von Freunden lag/ liegt  im Kühlschrank, Von Nachbars bekamen wir einen Teller Lebkuchen und dennoch es kam nur sehr mühselig ein ganz wenig Stimmung auf…

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Hier im Norden Paraguays wird dazu scheinbar ein wenig anders gefeiert als in Central üblich. völlig verschiedene Traditionen in Ost / West.

So gab es 0.00 Uhr nur vereinzelte Raketen (Böller hörten wir keine). Wie wir von Bekannten erfuhren, wird hier im Gegensatz zu unten nach Mitternacht, kaum geknallt, auch das übliche Assado nach 0.00Uhr bleibt aus.

Es war alles in allem recht ruhig geblieben hier in Bergfeld, ebenso an den folgenden Feiertagen. Unter den Mennoniten wird der 2. Weihnachtsfeiertag wie in Deutschland üblich ebenso gefeiert.

Wir nahmen am Vormittag des Heilig Abend nach ausgiebigem Frühstück unsere Wilma und fuhren in eine nahe gelegene Salzlagune, wollten dem Trubel und „Geböllere“ entfliehen und hofften das an diesem Tag eh nicht mehr so viele Menschen unterwegs zum Spazieren gehen seien. Dem war auch so. Laguna Capiata ganz ruhig und friedlich gelegen, wunderbar zum laufen, beobachten, fotografieren, selbst eine Abkühlung im Nass war möglich und beim nächsten Mal geht der Picknick Korb und Badesachen dann mit auf Reisen…

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Alle Bilder des Ausflugs zur Laguna Capitan sind hier
m Abend wurde dann leckeres Grillfleisch aufgelegt, und auch wenn mit Heilig Abend dies alles nicht viel gemeinsam hat, war es dennoch ein wunderbarer Tag gewesen.

Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Feiert gescheit und lasst es krachen.
Möge das Jahr 2017 mehr Frieden & Liebe bringen.
Schön dass es euch gibt!
Love❤and Peace

Weihnachtsmarkt in Loma Plata

Weihnachtsmarkt in Loma Plata

Vergangene Woche fand zum ersten Mal in Loma Plata auf dem „Parque Pioneros“ ein 4 tägiger Weihnachtsmarkt statt.

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Wir waren sehr gespannt darauf, was uns erwarten und vor allem wie dieser Markt von den Menschen angenommen wird. Im Osten Paraguay’s kannten wir das ja bislang zumindest noch nicht.
Bereits nach dem 1. Abend sah man, dies wird ein Erfolg und sehr wahrscheinlich im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben wird…
Es waren, für uns überraschend viele Stände aufgebaut in dem weihnachtlich geschmückten Park. Sehr faszinierend auch, das eigentlich nur selbst produzierte Artikel (Weihnachtsschmuck, Süße & würzige Speisen, Handarbeiten, Holz Schnitzereien u.v.m.) und nicht den in Deutschland teilweise üblichen „China Schrott“ anboten wurden.

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Auf der großen Bühne wurden von kleinen und größeren Gruppen meist Weihnachtslieder gesungen oder gespielt. Teilweise auch in Platt, was für unsere deutsche Ohren ein wenig ungewöhnlich klang.
Wie auf diversen Veranstaltungen im Chaco meist üblich, kümmert sich jeder selbst für die Bestuhlung. Wir lernten dies schnell, so gehören auch zu unserer Autoausrüstung inzwischen 2 Klappstühle.

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Die Stände sind schön in einem großen Kreis in dem Park mit Bäumen und antiken Ausstellungstücken (Maschinen, Kutschen, Werkzeuge, usw) in einem großen Kreis angeordnet.
Der Markt wurde an den 4 Abenden sehr gut besucht und wir denken das er in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird.

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Selbst bei uns kam ohne Glühwein, Schnee & Tannenduft, dafür mit Eiskaffee bei angenehmen abendlichen 30 Grad ein klein  wenig Weihnachsstimmung auf, Wenn auch nur für kurzen Augenblick.

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