unser neues Leben in Paraguay

neuer großer Baumarkt in Asuncion

neuer großer Baumarkt in Asuncion

Während man in Deutschland in beinahe jeder größeren Stadt , bzw. in den Gewerbegebieten am Rande einer solchen einen Baumarkt sichtet, sei es nun Obi, Hagebau, Bauhaus, Hellweg, Hornbach, Toom, Baywa, Globus, und wie sie allesamt heißen, gibt es diese hier nicht. Ein Leben ohne diese Heimwerker,- Bau,- und Gartencenter ist kaum mehr vorstellbar (für uns Deutsche).
So mussten wir nach unserer Auswanderung feststellen, das hier in Paraguay so Manches ein wenig anders geordnet oder wohl eher weniger geordnet ist, als wir es gewohnt waren.
Einzigst im Süden Paraguay´s in Hohenau gibt es eine Art Baumarkt.
Ansonsten findet man hier gehäuft in Stadt und auf dem Land kleine, teils gut sortierte Läden für Bau- Heimwerkerbedarf, welche ebenso alle möglichen
andere Produkt führen. So ist erst einmal damit beschäftigt den richtigen Laden für sich zu finden..

Spätestens bei unserem Hausbau im Jahre 2006/ 7 lernten wir so manches Geschäft neu kennen. Man war auf der Suche nach ganz banalen Dingen, doch irgendwann, irgendwo und irgendwie fand man sie alle. Man sollte jedoch sehr gut informiert sein (dies bedarf einiges an Zeit, wie auch gute Beratung) wo es denn was zu kaufen gibt.
Nur selten ließen wir uns, uns wichtige Dinge schicken oder in Koffern/Containern mitbringen, welche es dann jedoch zu unserem Erstaunen 1/2 -1 Jahr später hier ebenso in den Regalen zu kaufen gab.
Oftmals bietet einem auch nur die Hauptstadt einiges an ganz spezieller Auswahl und auch ein wenig bessere Qualität (eben mehr Markengeräte,- und Materialien) als die kleine Ferreteria (dies sind kleine Heimwerkerläden hier auf dem Lande). So kann man in bestimmten Vierteln in Asu nacheinander auf Schlosserein, Schreinereien, Lampenläden, Fliesengeschäfte, Metallanbietern usw. treffen.

Seit wenigen Wochen jedoch gibt es, ganz zu unserer Freude, in Asunción auf der Calle Eusebia Ayala eine Baumarkt namens FERREX, ganz im Stile a la Obi in Deutschland.

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Diesen besuchten wir gestern endlich einmal und staunten nicht schlecht… hier einige Bilder über deren Sortiment.

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Ich kann nur sagen, es ist das „Paradies“ für die Heimwerkerkönige unter uns in Asunción!! Einfach super. Natürlich das meiste auch nicht ganz günstig, doch ehe man sich aus Europa oder den USA Pakete oder Container schicken lässt… bietet dies eine gute Alternative.
Für alle die gerade am Haus bauen sind, oder die es in absehbarer Zeit vorhaben, Glückwunsch und viel Spaß!!!

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Wir haben es schon wieder getan…

Wir haben es schon wieder getan…

wir entflohen dem Alltag und fuhren für 5 Tage in den Chaco. Im „tiefsten“ Winter waren wir noch nicht im Dornenbusch gewesen bisher, so beschlossen wir wieder ein paar Tage in den Kolonien zu verbringen, eventuell die ersten Sandstürme zu sehen.
Da das Gästehaus von Domenika und Ernst leider belegt, wir jedoch terminlich gebunden waren, buchten wir nochmals im Hotel Florida in Filadelfia ein Zimmer. In keinsterweise vergleichbar mit dem wunderschönen Gästehaus der Eitzens, dafür jedoch genossen wir fast täglich das tolle Restaurant des Hotels mit einer Vielzahl an superleckerem Speisen.

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Bevor wir am Anreisetag nach strapaziöser Fahrt mit rauchenden Köpfen Filadelfia erreichten, ging es zu einem Abstecher auf die Estancia von Beatriz & Robert, wo wir auf einem Geburtstag eingeladen waren.
Ca. 60 km vor den Kolonien auf der Ruta Transchaco liegt das Cruce de los Pioneros. Hier mussten wir abbiegen um zur besagten Estancia zu gelangen (Robert lernten wir im letzten Urlaub kennen).
Das Assado mittags haben wir zwar leider knapp verpasst aber zu Kaffee und Kuchen (Schwarzwälder Kirschtorte) kamen wir rechtzeitig an.

Nach dem „großen Fressen“ führte uns Robert noch ein wenig herum und bei Abenddämmerung ging es für uns weiter in Richtung Hotel. Das Abendessen wartete 🙂

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Die nächsten Tage verbrachten wir damit Bekannte zu besuchen wie auch weitere neue Menschen kennen zu lernen.

Außerdem klapperten wir diverse Geschäfte ab in denen es deutsche oder kannadische Produkte gab. Diese sind teilweise billiger wie im Osten Paraguay’s und wir hatten eine Liste am Mitbringsel von Freunden bei uns.

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Am Mittwoch besuchten wir in Neuland den während der Wintermonate stattfindenden Bauernmarkt. Dieser findet im Hof einer kleiner Gärtnerei statt. Dort verkaufen Kolonisten eigen angebautes Gemüse, selbst erstellte Speisen (Torten, Kuchen, Käse, Brot, Quark…) und andere Waren. Der Markt ist noch recht klein, aber auch erst ein paar Wochen aktiv.
Wir finden die Idee super und sicher ausbaufähig.

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Unterwegs sieht man überall die Flaschenbäume mit Ihren Früchten stehen. Meist sind Sie schon auf und es sieht aus wie wenn riessige Schnebälle an den Bäumen hängen.
Auch die Rosa Lapacho Bäume sieht man hier oben im Winter blühen.

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Einen Nachmittag verbrachten wir wieder im Flores del Chaco. Es gab einiges an Tieren zu sehen, leider sind diese halt recht scheu und meist zu weit weg für die Kamera. Für uns war es jedenfalls ein schöner Nachmittag in der Natur inkl. Kleinem Picknick.

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Leider konnten wir nicht wie gewünscht die Salzlagune Campo Maria besuchen, da die Wochen zuvor zu viel Regen fiel und die Fahrt dahin zu riskant gewesen wäre.
Dies verschoben wir somit erneut auf das nächste Mal.

So gab es einen weiterer Ausflug nach Bouqueron, wo wir wir bereits vor mehr als 6 Jahren das Kriegsdenkmal besuchten.
Auch hier lud ein kleiner Park im Dornenbusch zu einem Spaziergang ein.
Das Museum war leider geschlossen, keine Menschenseele auf dem gesamten Gelände war zu sehen.

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Am letzten Tag fuhren wir in der früh zu Besuch zu Rosi, Klaus & Tina, die sich Ihr neues zu Hause in den letzten 5 Monaten bereits schmuck gestaltet haben.
Auch hier gab es viel Interessantes zu erzählen, dazu ein leckeres spontanes Brunch nach einem Vormittäglichen Spaziergang im erst kürzlich frei geschlagenen Dornenbusch, nicht zu vergessen die frisch gebackene Laugen und Käsesemmeln von Tina. Danke nochmals für Deine Mühe!
Nach dem Schmaus setzte Oliver die aus Paraguarí mitgebrachten Pflanzen und Ableger und wir konnten so erstmals mit dem dort arg harten Lehmboden Bekanntschaft machen. Ein Spaten ist wohl nicht ausreichend hierfür…

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Wieder hatten wir eine schöne Woche im Chaco verbracht. Die Fahrt nach Hause zog sich wie immer hin. Unterwegs immer wieder Baustellen. Es wird zumindest daran gearbeitet das mehr Schlaglöcher verschwinden wie Neue entstehen 🙂 Ausserdem war fast der ganzen Rand mit gelb blühenden Büschen gesäumt.

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Hier sind alle Bilder zu sehen.

Wintermonate in Paraguay

Wintermonate in Paraguay

Der hiesige Winter ähnelt in etwa dem deutsche Sommer, dies konnten wir in den letzten Jahren beobachten.

Ausnahmen gibt es natürlich immer, vor allem in Zeiten des Klimawandel, wo man global immer Öfter auf verschiedene Extreme stoßen kann.
Doch im Schnitt gleicht sich unsere These aus.

Paraguay zeigt sich „normalerweise“ im Winter eher trocken, die Temperaturen liegen meist bei 20- 25 Grad, können aber auch des Öfteren mal auf die 30 Grad Marke klettern oder aber ein paar weniger Tage (Meist im Juli/ August) unter 10 Grad oder gar an 0 Grad (in den Nächten) fallen.
Im vergangen Winter jedoch blieb es für uns ungewöhnlich mild, kaum Grade unter 10.

Auch in diesem Jahr konnten wir bisher nur wenige richtig kalte Tage und auch Nächte zählen. Dafür Dank des „El Nino“ regnet es noch immer regelmäßig und viel zu viel, was wir so noch nie erlebt hatten in der Vergangenheit. So sind dank der Wassermassen inzwischen zahlreiche Sand, Kies oder Teer Straßen nur sehr mühselig oder nicht mehr befahrbar.

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Es steigen derzeit ebenso die Anzahl der Grippeerkrankungen rapide wie auch Dengue scheint wieder im Vormarsch, durch das mild- nasse Klima.

Was wir persönlich sehr genießen, man kann eben in Paraguay den Winter über die meiste Zeit im Freien verbringen und vor allem: um einen herum zeigt sich alles in unendlichem grün, nur die wenigsten Bäume verlieren Ihr Laub und viele Pflanzen beginnen durch die leichte Abkühlung in prachtvoller Blüte zu stehen. Einfach herrlich diese Zeit.

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Auch wir chillen dann den einen oder anderen Nachmittag am Wochenende in der Hängematte. Denn der Garten verlangt in den Wintermonaten auch nicht mehr so viel regelmäßige Pflege.

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Süße Marcuja wachsen entlang des Zauns

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Hier die Galerie mit allen Bildern.

Brennholz – Wintervorbereitungen

Brennholz – Wintervorbereitungen

Bei uns haben sich ja die letzten Jahre ca. 3 Kubikmeter Brennholz angesammelt. Das ist natürlich wunderbar, somit können wir an den meist wenigen kalten Tagen hier im Jahr unseren Kaminofen einheizen.
Leider haben sich Termiten (Cubii) ebenso an dem Holz erfreut und in dem Holzhaufen ein paar Nester angelegt. Daher musste das Holz erst einmal umgeschichtet und von den Termiten befreit werden.
Zudem fragte uns kürzlich ein Freund ob wir denn vielleicht etwas Brennholz verkaufen würden. Verkaufen nicht, aber verschenken gerne 🙂
Nachdem wir eine Fuhre mit dem Dodge weg gebrcht hatten, war wieder Platz für neues Holz.

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Und da lag vom letzten Sturm noch Einiges auf dem Grunstück herum. Ein paar kleinere Bäume und diverse Äste mussten zu Kleinholz verarbeitet werden.
Dazu fragten wir einen Arbeiter aus der Nachbartschaft mit eigener Motorsäge. Er schaute sich die zu erledigende Arbeit rasch an und wir erhielten seinen Preisvorschlag, welcher okay schien.
Am nächste Tag ging es auch schon los. Bäume und Äste um- und dann in Ofengerechte Stücken zersägen. Francisco entfernte das Kleingeäst mit der Machete.

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Danach hatten wir diverse Stapel Brennholz für uns, Brennholz für Francisco (bei Ihm wird wie meist üblich hier im Lande noch immer mit Holz gekocht und er braucht dünneres Holz und ist immer froh wenn er welches von uns bekommt) und Kleingeäst das verbrannt wird.

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Nun kann also der Winter kommen….oder auch nicht 🙂

1 Besuch in Deutschland nach fast 8 Jahren

1 Besuch in Deutschland nach fast 8 Jahren

Nun war es soweit….zum ersten Mal hieß es für mich Koffer packen und zurück nach Deutschland. Anlass war ein Besuch bei meinen Eltern. Die Gefühle waren gemischt…was erwartet mich dort…ein Kulturschock? 🙂 Das Ganze leider ohne Manula, da ja einer das Haus und Hund hüten musste.

Die Reise verlief glatt, außer das meine Koffer in München nicht ankamen sondern in Frankfurt hängen blieben. Dort ging es anstatt 2 Stunden Wartezeit im Galopp quer durch den Flughafen zum Weiterflug nach München. Kaum saß ich im Flieger startete dieser bereits.

Eine kompetente Mitarbeiterin von Lufthansa nahm meine Daten auf und sagte mir die Lieferung meiner Koffer am nächsten Tag zu. Dies klappte auch reibungslos.
Eigentlich sollte mich „nur“ mein Bruder abholen, doch die Überraschung war groß als auch meine Eltern um die Ecke kamen.

So konnte ich nun 2 Wochen mit meinen Eltern verbringen, wie auch ein paar alte Freunde besuchen. Dies habe ich aber auf ein Minimum beschränkt, sonst wäre ich die meiste zeit unterwegs gewesen und das war ja nicht der Sinn der Reise. Unsere Freunde können uns ja schließlich auch besuchen 🙂

Es war natürlich interessant durch die modernen Supermärkte, Garten- und Baucenter zu marschieren. Aber mehr wie Einkaufen kann man da auch nicht 🙂

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Was mir extrem auffiel, die vielen neuen Autos, kaum Autos die älter als 5 Jahre geschweige denn älter als 10 Jahre sind. Das ist schon erstaunlich, dafür hat „der Deutsche“ immer Geld, aber bei den Lebensmittel muss man jeden Cent sparen.

Aber egal, genau dieser „Überkonsum“ war ja einer der Gründe warum wir uns ein anderes Land zum Leben gesucht hatten.

Ich verbrachte einige nette Stunden mit alten Freunden, beim Pizza-Essen und/oder Billardspielen. Dabei musste ich natürlich viel erzählen so dass ich danach immer heisser war 🙂 wie auch ungewöhnlicherweise, der letzte beim Essen 😉

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Die Zeit bei meinen Eltern habe ich natürlich auch genossen. Wir waren öfters spazieren oder auch mit dem Fahrrad unterwegs.

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Einen Tag ging es nach Augsburg. Da hat sich doch einiges in den letzten Jahren verändert.

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Die 14 Tage gingen recht zügig vorbei und die Freude auf zu Hause war groß.

Fazit:
Mir fehlt hier in Paraguay so gut wie nichts, ausser das unsere Eltern und ein paar wenige Freunde zu weit weg sind. Alles andere ist mal wieder nett zu sehen (Supermärkte, Shoppings,usw) aber zum Einen brauche ich das nicht zum Anderen finde ich das in Asuncion auch.
Die gesetztliche Überregulierung geht mir sicher nicht ab! (Ein Freund erzählte mir das er wenn er einen Baum in SEINEM Garten pflanzen will zur Gemeinde gehen muss und die sagt ob die Sorte Baum an diese Stelle gepflanzt werden kann).
Das schlechte Wetter wird mir auch nicht fehlen, und das dadurch bedingte ewige Verweilen in der Wohnung mit direktem lick auf die Nachbarn. Dies macht krank und ist für uns nicht mehr vorstellbar!

Herbstwetter

Herbstwetter

Am vergangen Wochenende zog wieder einmal ein enormes Unwetter über das Land, welches großen Schaden in vielen Regionen Paraguays hinterließ.
Eine völlig schlaflose, nicht enden wollende Nacht wurde uns durch stundenlang orkanartigen Sturm, fliegende Planteras, Tische und Stühle, heftiges Blitzen & Donnern , wie natürlich auch kräftige Regengüsse bis in die frühen Morgenstunden beschert. Glücklicherweise fegten nur wenige Hagelkörner durch das Grundstück. Der Himmel bot zwischen all den Blitzen im Sekundentakt zwar atemberaubende, doch mehr noch furchteinflößende Bilder. Der tief rote Horizont umgeben von schwarz wirbelnden Gewitterwolken schien einem Weltuntergang gleich.
Endlich nach Morgendämmerung trat ein wenig Ruhe ein, Regen und Sturm ließen nach.
Glücklicherweise, was ja recht selten der Fall ist nach solch einem Wetter, hatten wir dieses Mal Strom! Es gab also einen Becher Kaffee ;O) Wie nett. Dafür funktionierte das Internet nicht, aber okay. Es gibt ganz sicher wichtigeres.
Ein Blick aus den Fenstern ließ mich frösteln. Entwurzelte Bäume, alte, kleine oder große, alles war vertreten. Gekappte Palmen, die Terrassenmöbel lagen sonst wo verstreut, der Tisch an die Wand geweht, in hunderte Scherben zerschellt. Ein Rundgang zeigte das einige Dachziegel verwehten, und abrutschten, doch alles in allem hätte es wohl noch schlimmer kommen können.
Uns geht es gut, wir sind heil, Dach & Fenster waren dicht, auch das Gästehaus und Deposito sind in Ordnung.

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Seit Sonntagmittag laufen nun die Aufräumarbeiten in vollem Gange, welche wohl im Innen wie auch Außenbereich die gesamte Woche beanspruchen werden.

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Das Dach wurde bereits gerichtet.

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Das Unwetter bescherte uns ebenso eine ziemliche Abkühlung, so dass wir nachts wie am Morgen ziemlich ins Frösteln kommen. 6 Uhr morgens nur 10 Grad, eigentlich schon tiefe Wintertemperaturen ;( Vielleicht sollte man doch in eine wärmeres Land weiterziehen??

5 Tage Urlaub…im Chaco

5 Tage Urlaub…im Chaco

Eine Geburtstagsüberraschung sollte es eigentlich werden… wenn auch aus organisatorischen Gründen eine Woche später, sie ist bestens gelungen. Vielen lieben Dank!
Nach den Osterfeiertagen, welche ich dank einer „Infektion“ vorwiegend im Bett verbringen musste, hieß es zum Sonntagabend wieder einmal Koffer packen und „auf in den Urlaub“ 😉

Am Montag gegen 6 Uhr, wenn auch noch etwas schlapp auf den Beinen, mit einer Tüte Zwieback und genügend Tee an Bord, fuhren wir zunächst nach Luque.
Geplant war ursprünglich um 8 Uhr die Übergabe des Leihwagens, welchen wir uns gemietet hatten, da wir den unseren zu den „PoloCars“ bringen und einen rundum Service machen lassen wollten, während der Tage die wir unterwegs waren.

Wie so oft, kam jedoch alles völlig anders.
Der Leihwagen hatte Probleme, über die Osterfeiertage konnten dies nicht gerichtet werden. Netterweise wurden wir informiert darüber, was hier im Lande sicher auch nicht so selbstverständlich ist. So fuhren wir nun gemeinsam zu Peter in die Werkstatt, mit 2 X Arbeit für den Guten, und das zum Montagmorgen in der Früh.
Dieser nahm sich auch gleich Zeit um zunächst das Mietauto, wie anschließend dann auch unseren Dodge anzusehen.
Das Resultat: Wir entschieden uns mit dem Doddge auf Reise zu gehen! Danke Peter!
Die Zeit rannte uns bereits davon, so überquerten wir erst gegen 11 Uhr die Remanso Brücke und düsten mit bereits schon heftigem Klopfen im Kopf die Routa 9 entlang gen Norden.
Der Emmentaler Abschnitt, welcher sich arg verschlechtert und auch erheblich erweitert hatte während der letzten 3 Monate, gab uns dann den Rest. So waren wir froh gegen 16.30 Uhr in Filadelfia einzutreffen.

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Auf das Gästehaus von Domenika & Ernst freuten wir uns schon riesig. Da die letzten Gäste erst das Häuschen am Ostermontag verlassen hatten, dazu auch noch Feiertag/ also ein Familientag im Chaco gewesen war, sind wir sehr dankbar für den möglichen Einzug am frühen Abend.

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Die kommenden Tage konnten wir absolut genießen bei traumhaftem Wetter. Neben einigen Verabredungen und bereits vereinbarten Terminen, fanden wir jedoch noch genügend Zeit zum relaxen & entspannen.

Am Dienstag fuhren wir nach Neuland und erkundigten dort die umliegende Gegend.

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Mittags trafen wir ein ganz sympathisches Pärchen was seit mehr als 7 Jahren etwas außerhalb der Kolonien lebt. Beide lieben den Chaco, konnten bisher auch allerhand eigene Erfahrungen machen und wussten viel Spannendes zu berichten.
So ergab es sich spontan während des Mittagsessens das wir den verbleibenden Tag nutzten und gemeinsam zu Ihnen in den Busch fuhren.

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Es sollte dort ein Häuschen geben, welches wir uns gerne ansehen wollten. Der Besitzer, ein Deutscher hat 2 ältere Häuser auf seiner Estancia stehen.
Der Deal ist folgender: Man setzt eine Pachtdauer von 5, 10 oder 15 Jahren fest, in denen man mietfrei auf diesem Grund wohnen kann, jedoch restauriert man das Haus und hält es instand während der vereinbarten Wohnzeit.
Keine all so schlechte Idee wie wir finden. Also, weshalb nicht anschauen…

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So lernten wir auch gleich den Busch und einige Dörfer kennen, machten zunächst einen kurzen Halt bei der Tochter. Ich entdeckte den ersten Granatapfelbaum in Ihrem Garten und staunte nicht schlecht, das es diese leckeren Früchte im Chaco gibt.
Weiter geht es mit frisch gebackenen Laugengebäck von Tina zu dem neuen Zu Hause von Rosi & Klaus. Beide sind eben erst eingezogen und teilweise noch am Umbau Ihres Häuschens, welches aber schon sehr schmuck und einladend auf uns wirkt.
Nach einer kleinen Stärkung ging es gemeinsam weiter zu dem leerstehenden Objekt.
Naja, das Land/ der Garten nicht übel. Das Haus? Könnte man etwas daraus machen, meint Oliver…
Wir sind uns dennoch Beide schnell einig, ein Leben 50- 100 km außerhalb der Städte kommt für uns eigentlich nicht in Frage. So reizvoll es auch sein mag, wie ich finde. Urlaub oder ein Wochenende jederzeit, doch nicht auf Dauer.
Wie dem auch sei, es war sehr interessant zu sehen, auch war der Tag mit Rosi & Klaus einfach wunderbar.
Wir wollten uns am Freitag nochmals treffen, bei Robert Ihrem Verpachter und Estanciero.

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Am Mittwoch Spätnachmittag stand ein Arzttermin an, so das wir am Vormittag nochmals in Neuland unterwegs waren.
Man hört immer wieder von einigen Seiten, dies sei nicht nur nie Neueste der Kolonien, sondern auch die Schönste. Nun, auch nach dem 2. Besuch dort sehen wir dies ein wenig anders.
Anschließend, sehr zu meiner Freude besuchten wir Flor del Chaco einen Anfang der 70iger Jahre entstandenen Freizeitpark, eingebettet von reichlich Natur.

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So wunderschön grün der gesamte Chaco in diesem Jahr ist, war es ein Genuß sich dort aufzuhalten. Neben einigen Wasservögeln, konnten wir ein Gürteltier sehen, welches jedoch zu schnell gewesen war für einen Schnappschuß.
Oliver entdeckte eine interessante Spur im Lehmboden, welche zu einem Waschbären gehört, wie uns Sabine Vinke www.paraguay-salvaje.com.py später mitteilte. Waschbären setzten immer den Hinterfuß neben einen Vorderfuß, daher schaut es aus als hätten sie 2 verschieden große Füße, rechts und links.
Ebenso scheint es massig Wasserschweine (Carpinchos) im Gelände (wie auch im gesamten Chaco) zu geben, anhand des Kotes überall auf und am Wege zu erkennen.
Eine kurze Erklärung zu dieser Beschilderung.

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Wir bewegten uns ausschließlich auf dem „Wanderweg“.
Da der „Wanderpfad“ nicht einmal den Gummistiefeln stand gehalten hätte, denn dieser verwandelte sich durch den vielen Regen während der Sommermonate in eine Sumpflandschaft, daher derzeit nicht zu begehen 😉

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Am Donnerstag war unser Ziel endlich einmal zur Laguna Campo Maria zu fahren. Nun ja, um es kurz zu machen, das Ziel wurde nicht erreicht ;(
Zum einen sollten wir früher aus den Federn springen, um nicht erst mittags nach 13 Uhr in praller Sonne die Lagune zu erreichen. Außerdem, und noch viel wichtiger. Sollten wir sie erreichen.
Es scheint etwas schwierig, war man noch nie da gewesen. Dank der heutigen modernen Zeit, es lebe das Smartphone 😉 wurde eine Karte heruntergeladen. Ich als Beifahrer, durfte den Weg via Smartphone weisen. Bis sich denn, so ziemlich im ersten Viertel der Strecke der Satellit verabschiedete. Kein Internet, keine Karte, ein mürrischer Ehemann, und ich natürlich auch nicht sonderlich happy.

Was soll´s. verbringen wir den Tag eben anderweitig…
In einer Apotheke erfuhr ich am Abend zuvor von einem weiteren deutschen Laden, welcher wohl auch einiges an Medizinbedarf, Pflaster, Binden ect. hat, dazu noch recht günstig sei im Vergleich zu anderen.
Natürlich schlugen wir bei dem ein oder anderen was uns günstig schien, bzw. was wir hier bisher nicht fanden zu.

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Außerdem gab es ein kleines Haus nahe von Loma Plata zu verkaufen, wie die nette Apothekerin berichtete. Wir wollten es uns einfach einmal ansehen. Ein spontaner Anruf und wir waren gleich willkommen, obwohl gerade kurz vor Mittagszeit!

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Auch eine Schilf Pflanze für den Poolrand wartete auf Abholung.
So hatten wir genügend Beschäftigung vorerst.

Der Mann brauchte eine Siesta am Nachmittag, ehe wir uns entschlossen, nach fast 8 Jahren eine kleine Radtour zu unternehmen. Domenika hatte uns 2 Ihrer Bikes netterweise zur Verfügung gestellt.
Wow, das war genial und wir kamen voll auf den Geschmack. Anfangs etwas mühselig im dickes Sand zu radeln, klappte es später zusehends besser. Ein kleiner Rast für ein Stieleis und weiter ging es…

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Am Freitag, dem schon wieder letzten Urlaubstag, trafen wir uns am Morgen erneut mit Rosi & Klaus vor der Estancia “ Pozo Onze“ von Robert, den wir unbedingt kennenlernen sollten.
Auch hier konnten wir ausgesprochen schöne Stunden alle zusammen verbringen. Robert, ein gebürtiger Bayer, lebt schon seit seinem 14. Lebensjahr im Chaco, nahm sich die Zeit um uns über seine Estancia mit ca 2500 ha zu fahren und vieles Interessante zu erzählen.
Der Verkauf seiner Rinder, wie auch von Grassamen, speziell für heiße und trockene Regionen sind seine Einnahmequellen, berichtet er uns.
Hier und da wurde kurz gerastet, auch einer von den zahlreichen Tachamare wurde besichtigt, wie einige Kälberstände kontrolliert.
Unterwegs sahen wir einen kleinen Tümpel mit einer Handvoll Kaimane, welche schnell Schutz in mit grün bedeckten Wasser suchten. Wir fanden Euch dennoch 😉 wenn auch mit etwas Mühe.
Ich konnte 2 Wasserschweine zusammen mit Klaus von der Ladefläche aus sichten, wie eine kleine Wildkatze (ein Ozelot?) Leider war alles zu schnell im schützenden Busch unterwegs gewesen.
Das auf seiner Estancia das Jagen sämtlicher Wildtiere strickt verboten ist, macht mir Robert um so sympathischer, als er ohnehin schon ist.
So freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen, es war schön Dich kennengelernt zu haben.

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Nach ein paar Einkäufen im Souvenirladen von Erna, einen Besuch in der deutschen Bibliothek, sowie dem Supermarkt ging es wieder zurück. Ein Unwetter schien aufzukommen, und wir wollten unbedingt nochmals radeln.

Am Abend, ich war bereits am Packen & Kruschteln, entdeckte Oliver einen Veranstaltungshinweis für Naturliebhaber. Um 20 Uhr in der Aula der Fernheimer Schule konnte man „kostenfrei“ eine DiaShow über einige Naturschutzgebiete und deren Tiervielfalten besuchen, geführt u.a. von Sabine & Thomas Vinke. Versteckte Kameras in diesen unberührten Naturoasen filmten über Monate das ein oder andere Wildtier.
Dies ließen wir uns nicht entgehen und ließen den Urlaub mit diesem informativen Abend ausklingen.

Am Samstag hieß es wieder Abschied nehmen, schon früh fuhren wir in Richtung Heimat, diesmal ohne größere Probleme und trafen am Nachmittag in Paraguarí ein, sehr zur Freude unserer Wilma.

Neue Bougainvillea (Santa Rita) gepflanzt

Neue Bougainvillea (Santa Rita) gepflanzt

Kürzlich besuchten wir zusammen mit Freunden einige Gärtnereien in Caacupé und wie sollte es anders sein, wir konnten nicht wiederstehen. So haben wir unter anderem allerhand Bougainvillea’s gekauft, um weitere „Farbkleckse“ auf dem Grundstück zu schaffen.
Die Santa Rita’s, wie diese hier genannt werden, gibt es in vielen verschiedenen Farben: Lila, weiss, rot, violett, orange…. Sie wachsen recht schnell und auch hoch. Man kann Sie aber auch in allen möglichen Formen verschneiden (wer es mag). Allerdings sollte man sich vor den Stacheln ich acht nehmen.

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Ausserdem wurden ein paar Hibisken vom Poolrand entfernt und versetzt, da diese dort nach dem mittlerweile 3. Versuch nicht richtig wuchsen. Scheinbar stört der Chlorgeruch die empfindlichen Pflanzen…? Hierfür kauften wir ebenso Neues (weiss blühend, ähnlich dem Jasmin) die ziemlich rasch eine kleine Hecke bilden sollen um eine optische Abgrenzung zu erreichen.

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Trockener und feuchter Sommer – im Vergleich

Trockener und feuchter Sommer – im Vergleich

In den vergangenen zwei Jahren erlebten wir hier eher trockene Sommermonate, letztes Jahr 2013/14 der wohl Extremste. Siehe hier: http://www.paraguay24.de/2014/02/hitze-und-trockenheit/. Es musste jeden Tag mindestens 3 Stunden lang gegossen werden um die jungen Pflanzen zumindest zu erhalten.

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Dieses Jahr haben wir El Nino, d.h. es regnet im Schnitt mindestens ein bis zweimal die Woche.
Dementsprechend traumhaft grün ist während der letzten Wochen einfach alles im Vergleich zum letzten Sommer. Leider wachsen allerdings nicht nur die Bäume, Sträucher und Blumen, auch das Unkraut hält einen auf Trab momentan.

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Ebenso erkennt man man das satte und stündlich sprießende grün anhand des Rasens. So sind wir dieses Jahr nicht mit dem alltäglichen Giessen beschäftigt, sondern mit Rasenmähen. Dies kann man einmal die Woche mindestens tun, wenn das Gras denn trocken genug ist und es nicht immer wieder schauert:)

So hat man derzeit besonders hier in seinem Garten, je nach Größe und Pflege immer genügend Beschäftigung und es wird einem nicht langweilig, vorausgesetzt man kann der Gartenarbeit etwas abgewinnen und kommt mit den schwül-heißen Temperaturen zurecht.

Flohmarkt San Bernardino

Flohmarkt San Bernardino

Am Sonntag dem 1. März besuchten wir zum ersten Mal den Flohmarkt in San Bernardino.
Da dies ca. 1 Fahrstunde von uns entfernt ist, haben wir uns bisher nie aufraffen können, um uns das große Treiben dort einmal anzusehen.
Diesen Sonntag war es dann doch einmal soweit.

Für einen Flohmarkt in Paraguay war das Ganze wirklich nicht schlecht und ganz ansehnlich. Die Angebote sind weniger die typischen Artikel wie man es aus Deutschland von Flohmärkten her kennt. Es sind zu 90% eher Kleidungsstücke, für alt und jung welche angeboten werden. Aber auch Gläser, Lampen, Bücher sind vertreten, wie natürlich die geliebten von Deutschland importierten Produkte wie Backwaren, Schokolade, Gummibärchen, Konserven, Ketchup & Senf bis hin zu verschiedenen Schnaps und allerhand deutschem Bierangebot. Das Ein oder Andere kann man hier sicherlich finden, je nach Geschmack natrürlich.
Eva bot Ihre super leckeren Kornspitz & Brote an, gleich nebenan wurden vom Naturheiler Alfred Moringa, Chia, Leinsamen und sehr viel mehr an Naturalien verkauft.
Auch für Pflanzenliebhaber entdeckten wir einen wenn auch sehr kleinen Stand, ebenso wurden uns zwei angeblich 4 Wochen junge Boxer Welpen ganz stolz präsentiert. So goldig sie auch gewesen sind, wir lehnten ab.

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Für die Leute die was zum Essen oder Trinken brauchen ist auch gesorgt. Es gibt Gegrilltes, kalte Getränke, Kaffee und Kuchen.

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Nach ein paar Runden über den Markt, einem Schwatz hier und dort wo man sich bereits kannte, oder auch kennenlernte, einem Kaffee und leckerem Käsekuchen in gemütlicher Runde, ging es schließlich wieder zurück nach Paraguari und der Nachmittag konnte im Pool genossen werden bei herrlichem Wetter der perfekte Wochenendausklang für uns.

Derzeit wohl weltweit in aller Munde, Moringa

Derzeit wohl weltweit in aller Munde, Moringa

…das grüne überaus mineralstoffreiche Pulver stammt von den Blättern des Moringa Olefeira, ein Baum welcher auch hier in Paraguay gedeiht. Auch wir haben daher das Glück einige wenn auch noch junge Exemplare auf unserem kleinen Stück Land zu besitzen.

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Das ebenso unter Meerreettich-Zauber oder Wunderbaum bekannte Gewächs, gehört zu der Gattung der Bennussgewächse und stammt ursprünglich aus dem Himalaya.

Der extrem hohe Gehalt an Nährstoffen, Vitaminen wie auch Mineralstoffen, dazu der beachtlich hohe ORAC Wert *
(http://de.wikipedia.org/wiki/Oxygen_Radical_Absorbance_Capacity), welcher mit über 100.000 µmol/100 g das antioxidative Potenzial darlegt, lassen den Moringa Olefeira zu einer modernen Zauberdroge werden.

Der komplette Baum, beginnend vom Blatt, über den Samen (besonders deren Öle) bis hin zur Wurzel ist verwertbar/ essbar und dient somit vor allem der Naturmedizin, sei es prophylaktisch, oder aber zur Heilung von unzähligen Krankheiten, zur Stärkung des Immunsystems schlechthin, ebenso werden Konzentrationsstörungen minimiert, man sagt mehr Energie und Ausdauer wird gegeben, auch der Muskelaufbau wird unterstützt und vieles mehr…

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Dennoch „Doppelt“- Vorsicht beim Kauf der Kapseln bzw. des Pulvers!!

Zum einen, nicht jedes angebotene Präparat enthält tatsächlich ein „reines“ qualitativ hochwertiges Moringa, welches all die versprochenen Wirkstoffe zu dies hohem Level bietet.
Auch ist der eben bereits erwähnte ORAC Wert des Pulvers von immenser Bedeutung.
Wir hier haben das große Glück über Freunde Moringa zu beziehen, welche es wiederum aus sehr guter Quelle (vor allem auch in Deutschland ORAC getestet, hinzu noch relativ preisgünstig im Vergleich zu anderen hiesigen Anbietern) veräußern.

Zum anderen, im Grunde noch wesentlich wichtiger, sollte man wirklich beachten wann man Moringa NICHT einnehmen darf.
Durch familiäre Umstände ist uns inzwischen folgende Information durch eine Uni Klinik in Deutschland mitgeteilt wurden. Anbei ein Auszug des Geschriebenen:

„Problematisch ist, das hier einige Vitamine & Mineralstoffe die Wirksamkeit und die Aufnahme von Arzneimitteln beeinflussen können.
Einige Beispiele hierfür.
– keine Vitamin K Zufuhr wenn Marcumar (Wirkstoff: Phenprocoumon) als Blutverdünner eingesetzt wird
– keine Betakarotin bei Rauchern
– mindestens 2 h Zeitabstand zwischen der Einnahme von Kalzium, Magnesium, Zink und Fe und der Anwendung von Bisphosphonaten (Osteoporosemittel), Tetrazykline (Antibiotika), L-Thyroxin (Schilddrüsenhormon).
Es ist primär zu hinterfragen ob überhaupt ein besonderer Bedarf an Vitaminen & Nährstoffen besteht.

Eine ausgewogene Ernährung entsprechend den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, deckt in der Regel den Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen eines Gesunden. Einige Menschen haben einen erhöhten, bzw. besonderen bedarf an Nährstoffen. Hierzu zählen beispielsweise Schwangere, Leistungssportler, Veganer und Patienten mit chronischen Erkrankungen, die zu Mangelzuständen führen können. (Z.B. chronischen Darmerkrankungen, Diabetes, Krebs).“

Unser Postamt

Unser Postamt

Auch in unserem kleines Städtchen Paraguarí findet man ein kleines, dazu sehr gut besetztes Postamt.

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Man findet es (meine ich) nur, wenn man weiß wo man danach suchen muss, denn von außen nimmt man das verblasste Postschild kaum wahr.
Die Öffnungszeiten sind eher unregelmäßig wie so vieles im Lande. Doch meist hat man vormittags zwischen 8 und 11 Uhr Glück, oftmals auch samstags und das kleine offene Törchen bekundet dies.
In unserer Post, sie besteht aus 2 schlichten Räumen und einem Pausengarten im Hinterhof, arbeiten bis auf wenige Ausnahmen 3-5 Postangestellte. Manchmal zählen wir auch mehr 😉
Jeder dieser Damen & Herren hat jedoch seinen Zuständigkeitsbereich wie es scheint, der eine für Posteingang, ein weiterer für den Postausgang, der Dritte für Paketsendungen, der Vierte für das Ausgeben und dokumentieren der Internet-Rechnungen.
Ein klein wenig anders als in Deutschland funktioniert dies hier in Paraguay.

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Ich erwarte beispielsweise einen Brief und frage somit wöchentlich einmal danach.
Nun bekomme ich den gesamten Stapel Postsendungen, welche für Paraguarí samt Umgebung eingetroffen sind auf den Tisch gelegt und kann mir diesen durchsuchen. Durchschnittlich sind dies zwischen 10 und 30 Sendungen.
Man sieht somit problemlos wer- von wo -was -für Briefsendungen erhält. Ebenso lassen sich ohne weiteres Postkarten lesen oder … eines Tages stand unser Mieter des Gästehauses mit 2 Briefen von unserer Bank in Augsburg vor mir, um mir diese netterweise zu übergeben. Er war eben auf der Post und wollte uns einen Gefallen tun. Im Grunde sehr freundlich. …
Doch all das wäre in Deutschland unvorstellbar, gibt es da schließlich ein Postgeheimnis.
Neben dem Posteingang, der relativ simpel scheint, gibt es noch den Postausgang. Ein klein bisschen Schwieriger, denn all zu oft versendet man hier scheinbar nix. Briefmarken kennt das Postamt nicht, man sollte diese also mitbringen, möchte man etwas verschicken.
Zweimal wöchentlich erhält unsere Post neue Ware vom Hauptpostamt in Asunción. Dabei sind natürlich auch Paketsendungen.

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2-3 Mal im Jahr dürfen wir uns über solch ein Paket aus der alten Heimat erfreuen, meist von der Familie oder Freunden, oder aber von Amazon, etwas Fachliteratur die über Kindl nicht erhältlich ist.
Erstaunlich ist, das nur nebenher, das zu 95 % die Amazone Lieferungen in 10-14 Tagen eingetroffen sind.

Vor wenigen Tagen traf, wenn auch mit etwas Verspätung, doch ohne jeglichen Schaden unser Weihnachtspäckchen ein. Darin fanden wir viele kleine Überraschungen für Hund und Mensch, somit war die Freude riesengroß, wenn auch 7 Wochen nach den Festtagen. Danke!

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Der Empfang von Paketen gestaltet sich ein wenig aufwändiger auf unserem Postamt. Der Posteingang des Paketes wie auch die Ausgabe an mich, werden jeweils dokumentiert, ganz professionell mit Namen, Anschrift, Absender, Gewicht und ganz wichtig, der Cedula (Ausweis) Nummer des Empfängers. Eine kleine Gebühr (je nach Gewicht), ist zu entrichten. 1500Gs = 0,28 € waren es bei einem 2 kg Päckchen.
Möchte man ein Paket versenden, ist auch dies scheinbar möglich. Nur sollte man hier das Paket geöffnet zur Post bringen, so das die zu versendende Ware sichtbar ist und kontrolliert werden kann. Natürlich auch die Briefmarken nicht vergessen mitzunehmen! Und, vieeeeeeeeel Geduld dazu 😉
Letzteres wäre eine neue Erfahrung, dies kennen wir lediglich von Hören-Sagen.
Alles in allem, es funktioniert, wenn auch ein wenig umständlich, doch man wird stets sehr freundlich bedient. Auch bekommen wir meist eine Nachricht in Form einer SMS wenn eine Postsendung eingetroffen ist.

Chaco- Tag 3

Chaco- Tag 3

Nach dem gewittrigen und leicht verregnetem Wochenende und Montag, schien heute bereits am Morgen die Wolkendecke aufzureißen, somit weckten mich die ersten Sonnenstrahlen.
Nachdem mir seit nun 3 Tagen absolut die Bewegung fehlte, zumindest im Vergleich zum normalen Alltag, beschlossen wir heute einmal per Füße das ein oder andere zu unternehmen, noch dazu wo alles sehr zentral gelegen war.
Wir besuchten nochmals Berta & Adolf in Ihrem kleinen Souvenir Shop um die Ecke, bedankten uns für Ihre Hilfe, plauderten ein wenig über das Leben, die Menschen hier und in Deutschland, im Chaco und im Zentral Paraguay und verabschiedeten uns schließlich bis zum nächsten Besuch. Ein wenig Schmuck für den Dodge wurde auch noch gekauft 😉

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Das Museum Unger schräg gegenüber des Hotel Florida war eigentlich nicht unser Ziel gewesen, sondern das Touristik Büro nebenan.

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Doch Agate Harder welche uns ganz lieb Empfang, berichtete das man das Museum erweitert habe und es jetzt einen Teil über die Fauna wie einen weiteren über die Flora des Chacos zu sehen gäbe.
Dies ließen wir natürlich nicht aus und wurden unter Führung von Agate, welche sehr viel Wissen einbrachte durch die Räumlichkeiten geführt.
Der angrenzende Park war dann für mich einen Besuch wert, um zu sehen welche Pflanzarten, Bäume, oder eher Sträucher, Blumen hier gedeihen, welche weniger zu finden sind.

Hierbei stieß ich auf etwas ganz besonderes, welches meine Aufmerksamkeit auf sich zog…

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Nach nur 2 Stunden, ups…was war geschehen? konnte ich plötzlich nicht mehr laufen. Ganz zur Freude meines Mannes natürlich, hinkte ich nur noch in das Hotelzimmer um meinen alten Füßen eine kleine Erholung zu gönnen. Hatte scheinbar nur die falschen Schuhe angezogen, denn gleich ging es besser und weiter…
Wir erfuhren auch die Tage noch von 2 eventuellen frei werdenten Mietshäusern welche wir besichtigten, allerdings nur von außen, da derzeit diese noch bewohnt waren und wir ja um Grunde noch Zeit haben um diesbezüglich aktiv zu werden.
Am Nachmittag hatten wir noch eine super nette Einladung auf ein Eis, was für ein perfekter Abschied von 4 tollen Chaco Tagen.
Nach dem Packen unserer sieben Sachen ließen wir den Abend im leckeren Restaurant-Garten ausklingen, ehe es am Mittwochmorgen wieder auf Heimreise ging.
Diese stellte sich ein klein wenig problematisch dar.
Die Schweizer Käse Ruta schien nicht nur uns, sondern auch dem Dodge nicht so arg zu gefallen. Kurz vor Halbzeit wollten wir rasten um einen Kaffee zu trinken, zu tanken.
Beim abbremsen um an den links gelegenen Rastplatz zu fahren ging plötzlich der Motor aus. Zum Glück kein Verkehr, hinter und vor uns. Bremsen und Lenkung versagten, der Motor lies sich nicht starten und stolperte.
Für mich klang es eher nach Batterie leer. So ein Sch…. Zum Glück rollten wir einen kleinen Hang abwärts, und blieben stehen. Nach einiger Zeit des Betrachtens und Abkühlens des Motorraumes, roch es etwas arg verschmort, zumindest nicht so ganz üblich und normal.
Nach einigen Untersuchungen stellte Oliver fest, es fehlt Flüssigkeit im Kühler. Nochmals Warten zwecks Abkühlung, dann 10 l Wasser (den Kanister hatten wir vorsorglich dabei), in den Kühler gegeben. Tja, nur lief das ganze Nass wieder unten heraus. So zeigte sich schnell, der Schlauch war aus der Manschette gerutscht dank der schlechten Straße wahrscheinlich und somit wären wir wohl nicht mehr sehr weit gekommen, ohne einen Motorschaden zu erleiden.
Vorsorglich hatte Oliver auch etwas Werkzeug an Bord, so konnte man den Schaden selbst beheben.
Einige Kanister Wasser wurden gebraucht, wie dazu einige Liter einer speziellen gelartige Kühlflüssigkeit an der Tanke gekauft und schließlich konnten wir wenn auch mit einer guten Stunde Verlust die letzten Km bis nach Hause fahren.

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