unser neues Leben in Paraguay

Unsere Mieter reisen weiter

Unsere Mieter reisen weiter

Anfang Oktober vergangenen Jahres vermieteten wir unser Gästehaus „ausnahmsweise“ an eine junge Schweizer Familie samt Ihrem Vierbeiner, welche ein wenig Mühe hatten, eine für sie ideale Bleibe zu finden, wo Asterix (Ihr Hund) wie auch das Internet keine Probleme bereiten.
Nun, da wir eigentlich nicht offiziell vermieten möchten, boten wir Ihnen dennoch für einige Tage/ Wochen eine Übergangslösung an…
Aus diesen einigen Tagen wurden jedoch am Ende beinahe 4 Monate.
Btina & Yago, zwei wirklich ganz spezielle Menschen, jedoch ebenso liebenswert, mit natürlich auch sehr speziellen Vorstellungen & Zielen. Ihr Ziel ist es sich ein neues, völlig anderes Leben als das bisher gewohnte im modernen, strukturierten Europa aufzubauen. Einige Ihrer Vorstellungen sind Permakultur, einst Selbstversorgung, ein Haus aus Bambus, Solarenergie u.v.m…
Viele gute Ideen wie „wir“ zumindest finden, doch Einiges aus unserer Sicht kaum oder nicht umsetztbar, dennoch „Hut ab“ diesen Schritt zu wagen, ganz nach dem Motto „Lebe Deinen Traum“.

dsc01090 dsc00925 dsc00893 dsc01324

Wie wir die letzten Wochen immer wieder feststellen konnten, sind im Grunde alle Menschen (Entschuldigung, natürlich nur beinahe alle Menschen…) die aus Europa nach Paraguay auswandern ein klein wenig (der eine mehr, der andere weniger) „speziell“, „verrückt“ oder eben „anders“ als der Rest. Denn die „Normalen“ würden niemals einen solchen Schritt des auswanderns überhaupt , noch dazu in ein „Dritte- Welt- Land“ wagen oder können uns, die dies getan haben verstehen.
Nun, jeder Mensch hat das Recht darauf „Sein“ Leben zu leben. Wichtig ist primär, das dieser sein Glück findet.
Wie auch immer dies bei jedem Einzelnen ausschauen mag, wo auch immer es gelebt werden soll, wie auch immer man sich verändert, stets neue Herausforderungen sucht ist völlig irrelevant.
Man (oder ein jeder Mensch) sollte es doch ganz einfach akzeptieren & tolerieren, dem anderen sein Glück zu gönnen… so verrückt und unverständlich es auch zu sein scheint 😉 Leider ist dies jedoch nur selten der Fall.

image

Am vergangenen Freitagabend hieß es nun für uns alle Abschied zu nehmen von Btina, Yago & „klein“ Asterix, ebenso für die beiden Vierbeiner Wilma & Asterix, welche über den Zeitraum glücklicherweise Freundschaft geschlossen hatten.
Gemütlich bei Kerzenschein und eisgekühltem Bier wurde nach Dämmerung geschnackt bis die Augen schließlich müde wurden. In wenigen Stunden bereits sollte die Reise starten.
Da Btina & Yago in Paraguay nicht Ihren großen Traum verwirklichen können, ziehen sie nun weiter in Richtung Norden, mit dem vorläufigen Ziel Bolivien. Einen sehr informativen Blog hierzu findet man unter greentina.com.
Wir hatten eine ganz friedliche, sehr nette & entspannte Zeit miteinander, und wir wünschen Euch viel Glück und Erfolg bei der Suche nach „Eurem kleinen Paradies“.
Und wer weiß, bleibt es dann doch Bolivien für Euch?… werden wir uns ganz sicher eines Tages wiedersehen, sobald wir im Chaco zu Hause sind! Dann ist der Weg ein Kurzer 😉

Chaco- Teil 2

Chaco- Teil 2

Am Montag nach dem Frühstück fuhren wir die knapp 50 km Süd-westlich in Richtung Neuland, sprich zunächst in das Zentrum Neu Halbstadt um primär unsere Termine in der Administration wahrzunehmen, im Anschluß die Gegend, Geschäfte, den Kern der Stadt zu erkunden, wie einen kleinen deutschen Laden zu besuchen, wo Waren aus der alten Heimat importiert und verkauft werden. Hiervon soll es soweit uns bekannt ist, drei Geschäfte in den Kolonien geben, welche nicht nur Lebensmittel, auch Elektrowaren, Maschinen & Werkzeug anbieten.

dsc01411 dsc01439

Die Gespräche, sei es im Konsulat oder aber eine Etage höher im zuständigen Büro der Krankenversicherung der Kooperative waren für uns sehr aufschlussreich und wie bereits beim letzten Mal, alle Mennoniten überaus freundlich wie auch sehr hilfsbereit und offen.

dsc01412 dsc01433

Vor allem im deutschen Laden wurden wir im Anschluß mehr als „offen“ empfangen, und staunten nicht schlecht, sei es zum einen natürlich über die Angebote in den Regalen oder aber über das Angebot an zu verkaufenden Grundstücken in der Umgebung, welche wir sofort besichtigen könnten und so einiges mehr… Nun gut.
Alles in allem fanden wir die im Jahre 1947 zuletzt gegründete Kolonie Neuland, welche ja mit Ihren 3000 Einwohnern (diese auf knapp 30 Dörfer verteilt) zur Kleinsten zählt ein wenig zu beengt, zu dörflich, wenn auch wesentlich grüner die Flora hier schien, als im restlichen Chaco den wir bisher kennen lernen durften.
Später erfuhren wir das der Boden in Neuland wesentlich sandiger sei, vergleichbar in den anderen Kolonien oftmals Lehmböden das Leben der Pflanzenwelt erschweren. Daher die grüneren Gärten, Wiesen und Parks.

dsc01470 dsc01461 dsc01435 dsc01420 dsc01416 dsc01429 dsc01521

Da ich am Abend einen Arzttermin in Loma Plata hatte, verbrachten wir den frühen Nachmittag im Hotel Florida und fuhren nach einer kleinen Siesta gegen 15 Uhr in die Nachbarkolonie.
Hier gab es die uns empfohlenen Möbelschreiner, welche wir aufsuchten, Angebote stehen jedoch noch aus.
Bezüglich Krankenversicherung fanden wir leider nicht die empfohlene Geschäftsstelle und erhielten nach einem Besuch im Hospital Loma Plata die Info, wir müssten uns in Asunción bei den 4 möglichen Krankenversicherungen Migone, Medi-Life, SAMAP sowie Promed erkundigen, wie auch ggf. diese hier in der Hauptstadt abschließen.
Eine andere Alternative wäre die KV für Auswärtige (also Nichtmitglieder) namens AMS welche uns ja bereits in Neu Halbstadt angeboten wurde, deren Angebot uns jedoch nicht wirklich überzeugten konnte. Doch auch dies wird die kommenden Tage/ Wochen noch abgeklärt und Für und Wider analysiert werden.

Das Casa Aleman, bekannt vor allem durch den Verkauf von Birkenstock-Schuhen hatte glücklicherweise noch geöffnet, so konnten wir hier noch ein klein wenig auf Shopping- Tour gehen.
Noch viele Weihnachtsnaschereien, Stollen, Lebkuchen, Marzipan, Dominosteine und andere feine Leckereien, dazu alles um die Hälfte reduziert, hmmmm so lecker!
Auch hier gab es reichlich Auswahl von Küchengeräten, Gläsern, Backformen, Bleche, Backzutaten, Koch und Backbücher, Medizin, Kosmetik, Heiltees, Kaffee, verschieden Konserven bis hin zu Spielzeug, Wolldecken und natürlich den Birkenstock Schuhen … Da muß man, oder zumindest wir den Geldbeutel schon arg festhalten.

dsc00304

Um 20.30 Uhr waren wir dann müde, voller neuer Eindrücke zurück in unser Zimmer, genossen den Biergarten des Hotels und schmiedeten Pläne für den kommenden Tag, leider den schon wieder den vorerst letzten.

Kurztrip in den Chaco- Teil 1

Kurztrip in den Chaco- Teil 1

Vergangene Woche besuchten wir noch einmal für ein paar Tage den Chaco.
Es gab für uns doch noch so Einiges abzuklären, so hatten wir Termine bei den Administrationen, Erkundigten uns über die Möglichkeiten der KV, wollten die Kolonie Neuland etwas näher erkunden, welche wir im Oktober gänzlich vergessen hatten. Des weiteren wollten wir einige Schreiner aufsuchen um uns Angebote für eventuell neue Möbel machen zu lassen, Manuela hatte einen Arzttermin, und einige inzwischen Bekannte waren natürlich auch zu besuchen bzw. zu treffen.
Für nur 4 Tage (nur 2 Werktage) ein volles Programm wie sich herausstellte.

Unser Haus, wie auch Wilma wussten wir gut versorgt durch Btina und Yago die seit einigen Wochen bereits in unserem Gästehaus wohnen. Danke nochmals an Euch Beide!

Am Samstag in der Früh starteten wir also und trafen nach ca.. 6.5 Stunden Fahrzeit, sowie gefühlten 1000 Schlaglöchern im Hotel Florida in Filadelfia ein. Die Hotelanlage kannten wir bereits vom Jahre 2008, als wir zum ersten mal die „grüne Hölle“ besuchten.
Hier hatten wir ein Doppelzimmer gebucht für 4 Nächte, da das wunderschöne Gästehaus der Familie Eitzen leider zu diesem Zeitpunkt vergeben war.

dsc01579 dsc01576

Wir fuhren noch ein wenig spazieren und gingen in einen Supermarkt kurz einkaufen.
Dadurch das es die letzten Wochen auch im Chaco recht regelmäßig regnet, gibt dies für uns ein völlig neues Bild, alles grünt und sprießt, eigentlich kaum ein Unterschied zum Osten Paraguay’s außer, daß der Bewuchs eben ein anderer ist. Doch auch dies trifft nur teilweise zu, denn wunderschön bepflanzte Gärten findet man zur Genüge, auch hier.

dsc01706 dsc01660

Kurz nach dem Regen werden die Sandpisten schon wieder mit dem Straßenhobel instand gesetzt.

dsc014101 SONY DSC SONY DSC dsc01389 dsc01379

Allerdings sollte man die richtig nassen und schlammigen Sandpisten meiden, zumindest ohne Allrad. Es fährt sich wie auf Glatteis und ist recht schweißtreibend 🙂

Am Sonntag trafen wir uns mit Bekannten und waren wieder einige Zeit unterwegs durch die Ortschaften um Häuser und Gärten anzusehen.

dsc01406 dsc01723
Ein Engel ging schlafen …

Ein Engel ging schlafen …

img_0103

Im Juli 2009 führte uns der Weg, wenn auch eher zufällig zu einer kleinen Doggendame namens Elly. Es war wohl Liebe auf den ersten Blick und schon waren wir von nun an „Vier“.

img_0098

Welch wunderbare Erinnerungen in all den (wenn leider auch viel zu wenigen) Jahren und wir haben sehr viele davon, vor allem tief in unserem Herzen…

img_1960 img_2168

„Für die Welt warst Du irgendjemand,
für uns aber warst Du die Welt.“

SONY DSC
Frohe Festtage

Frohe Festtage

Wir wünschen unseren Familien, lieben Freunden in nah und fern, allen Bekannten wie natürlich auch den treuen Lesern unserer Homepage
ein besinnliches & frohes Weihnachtsfest,
sowie ein glückliches und erfolgreiches, vor allem doch ein zufriedenes & gesundes Neues Jahr.

Frohe Weihnachten

Le deseamos a nuestras familias, amigos lejanos y cercanos, a todos los conocidos como también a los lectores fieles de nuestra pagina web/blog felices fiestas y un feliz año nuevo lleno de exitos, salud y suerte.

Adventszeit und alles blüht

Adventszeit und alles blüht

Da wir auf der anderen Seite der Erdkugel sind „steht das Wetter“ hier natürlich auch Kopf. Und so ist in der Adventszeit hier Frühling bzw Sommer. Für einen Europäer kommt bei 30 Grad und mehr natürlich wenig vorweihnachtliche Stimmung auf. Der Glühwein mag auch nicht schmecken 🙂

Dafür ist hier alles grün und man kann die Freizeit im Pool und Garten geniessen. Dieses Jahr regnete es regelmässiger wie die vergangenen Jahre (bedingt durch El Niño) und somit blüht im Garten vieles mehr und länger wie die vergangenen Jahre.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Wir wünschen all unseren Lesern eine schöne Adventszeit.

kleines Paradies zu verkaufen (verkauft!!!)

kleines Paradies zu verkaufen (verkauft!!!)

Unser Haus und Grundstück steht ab sofort wie folgt zum Kauf:

In idyllischer Lage am Rande von Paraguarí, eingebettet in eine traumhafte Hügellandschaft, so wie direkten Blick zum Tafelberg Mbatoví, am Rande einer Lagune liegend, welche zahlreichen Wasservögeln als nahrhafte Oase dient,
hier finden Sie unser 3,1 ha großes quadratisches geschnittenes Stück Land, auf welchem ein neues, sehr gut gebautes Haus wie auch ein Gästehaus stehen und ein liebevoll angelegter Garten auf Sie wartet. Der Zufahrtsweg ist ganzjährig mit einem normalen PKW befahrbar. (Entfernung zum Asphalt: 1,3 km)
Das Grundstück mit leichtem Gefälle welches reichlich alten Baumbestand bietet , ist komplett eingezäunt.
Des weiteren sind der Innenbereich, Haupthaus & Gästehaus nochmals separat mit Mauer und Zaun versehen und somit bei Bedarf getrennt.
Zahlreiche Obstbäume, ältere wie auch junge bieten reichliche Auswahl an Früchten der Saison.
So finden Sie einige Mangobäume beider Klassen, Mandarinen, Orangen, Guaven, Maulbeeren, Mirabella, Pomelos, Pomelo Asia, Papaya, Kakhi, Birne, Pflaume, Banane, Maracuja, Brom- und Himbeeren, Pfirsiche, Manzanitas, Baumkirschen, all dies können Sie aus eigenem Garten ernten und sich so gesund ernähren.
Vor einigen Monaten wurden an 2 Grundstücksrändern nochmals ein Mischwald aus ca. 100 Bäumen bestehend gepflanzt.

Das Haupthaus, Baujahr 2010 hat eine Bodenfläche von ca. 150 qm wovon ca. 40 qm Terrasse sind. Es wurde nach gehobenem Standard gebaut. D.h. erhöhtes Fundament, dicke Bodenplatte mit Eisen aus einem Guss, doppelte Außenmauern mit gepressten und doppelt gebrannten Ziegel.
Das Dach wurde mit gedämmter Alu/Teer Plane abgedichtet und ist zu 100% dicht. Hochwertige Elektrik und Fliesen finden Sie im Haus vor. Die Fenster, doppelt verglaste Holz- Drehkippfenster mit Stufenprofil und Dichtung wie man Sie aus DE kennt.
Eine Dokumentation des Baus mit Bildern und Text ist auf unserem Blog vorhanden.
Die Haupteingangstür (doppeltflügig aus massivem Holz) befindet sich auf der Terrasse, eine weitere neben dem Carport zum Innendeposito.
Zimmeraufteilung:
-Schlafzimmer mit Bad en Suite (Dusche und Badewanne),
-Wohnzimmer mit offenem Durchgang zu einem Büro,
-Deposito (Vorratsraum mit abgeteiltem Waschbereich) direkt neben der Küche gelegen, welche mit hochwertigen Küchenmöbel eines deutschen Schreiners ausgestattet wurde
-Durch eine Westerntür gelangt man hier praktischerweise in das Esszimmer
-Außentoilette für Gäste und kleine Abstellkammer daneben.

Jedes Zimmer besitzt Deckenventilatoren, ebenso die Terrasse. Es sind 2 Klimaanlagen installiert.

Die Wasserversorgung erfolgt über Stadtwasser das eine ca. 8 Kubikmeter große Zisterne speist. Von da aus wird das Wasser über eine Hauswasserpumpe verteilt.

Neben der Terrasse liegt der ca. 7 x 3,5 m große Pool mit erhöhtem Poolrand, eingesäumt mit herrlicher Pflanzenpracht.
Dieser wurde gemauert und aus Beton mit Eisen gegossen, gefliest und ist dicht. Wenige Schritte entfernt finden Sie eine moderne Außendusche.

Ebenso befindet sich ein großes Deposito direkt am Eingangstor, mit abgedecktem Wäscheplatz nebenan.
Das Deposito, welches zweigeteilt ist, bietet genügend Platz für Gartengeräte,Maschinen, wie das Notstromaggregat und mehr.

Neben dem Haupthaus bietet ein großer Carport Unterstellmöglichkeiten für Ihr Auto.

Um das gesamte Haus incl. dem Poolbereich und der Weg zum Gästehaus wurden mit Natursteinplatten versehen.Eine Winterterrasse auf der Nordseite bietet an kühlen Tagen etwas mehr Schutz.

Etwas versetzt hinter dem Haupthaus befindet sich das Gästehaus, welches durch ein kleines Tor zu erreichen ist, jedoch auch eine separate Zufahrt bietet.
Dies Haus besitzt eine große überdachte Terrasse, Schlafzimmer mit kleinem Ankleideraum, ein großes Bad mit Dusche, Küche ebenso mit hochwertigen Möbel unseres deutschen Schreiners sowie einen kleinen Wohn/Esszimmerbreich.

Zum Bewässern und gießen der Pflanzen auf dem gesamten Gelände ist ein Oberflächenbrunnen von 12 Meter Tiefe vorhanden.
Auf dem Grundstück wurden 5oo Meter Wasserleitung verlegt mit 9 Anschlüssen. Somit kann der ganzen Garten bequem bewässert werden.

Die 2 internen Gärten haben zusammen eine Fläche von ca. 7500qm. Darauf befinden sich neben alten großen Bäumen, die genügend Schatten spenden zahlreiche blühende Pflanzen und Sträucher die zusammen ein kleines tropisches Paradies schaffen.

Der Preis steht inkl. der 2 Küchen (Haupthaus und Gästehaus) jedoch ohne Möbel.
Diese können nach Absprache gegen Aufpreis übernommen werden.
Ebenso wie diverse Gartenmaschinen (Traktor, Rasenmäher, Motorsense, Kettensäge, usw.)

Bilder Grundstück:

Bilder Haupthaus:

Bilder Haupthaus innen:

Bilder Gästehaus:

Gesundes Leben mit Kräuter, Tee´s & Co.

Gesundes Leben mit Kräuter, Tee´s & Co.

Vor einigen Monaten eröffnete auch in unserem Städtchen Paraguarí ein kleiner, wie auch sehr gut strukturierter Kräuterladen. Sofern mir bekannt gab es früher „nur“ diverse Kräuterfrauen welche z.B. auf dem Markt Ihr kleines Sortiment anboten.

SONY DSC SONY DSC

Daher eine super Idee wie ich finde und auf jeden Fall einen Besuch wert!
Die hiesigen Heilkräuter, Minerale, Tee´s, Heilsalben, Tinkturen, Öle, aber auch Gewürze, Samen oder Nahrungsergänzungsmittel sowie Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind für uns Europäer so breit gefächert, eben ein völlig neues Terrain.

SONY DSC

SONY DSC
Im Grunde findet man in einem „herboristería“ eine rein pflanzliche Apotheke vor. Ganz gleich welche Beschwerden oder Krankheit man auch haben mag, es wird einen Tee, eine Tinktur, Kapseln, Pulver Präparate, Cremes oder Samen zur Genesung geben, deren Wirkstoffe eine meist rapide Heilung versprechen.

Dennoch kann man durch falsche Dosierung, zu lange Anwendungsdauer, falsche Kombination oder schlicht bedingt durch die zusätzliche Einnahme von speziellen Medikamenten der Humanmedizin seiner Gesundheit eher Schaden zu fügen als Ihr Gutes zu tun! Daher wäre es aus meiner Sicht von Vorteil sich vorab bei einer Person mit fundierten Kenntnissen hierfür, sprich einem Mediziner oder Apotheker zu informieren.

Zu den Mineralstoffen, von denen wir am meisten benötigen zählen Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium, Magnesium, Chlorid wie auch Schwefel. Anders hingegen die Mineralstoffe, oder auch Spurenelemente genannt von denen wir nur geringere Mengen benötigen, finden wir u.a. in Eisen, Zink, Kupfer, Selen und Jod.

Wenn man von bestimmten Mineralstoffen zu viel zu sich nimmt kann es somit zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen. Zu viel Natrium kann den Blutdruck stark erhöhen oder aber Fe kann zu Lebererkrankungen führen.
Bestimmte Mineralstoffe treten auch in Konkurrenz zueinander, wodurch ein Überschuss von einem bestimmten zum Mangel an einem anderen Mineralstoff führen kann. Daran sollte man unbedingt bei der Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln denken oder sich ausreichend beraten lassen.

Ernährt sich ein Mensch ausgewogen, abwechslungsreich, sprich „normal“, ist er kein Veganer oder Vegetarier und primär wichtig er ist gesund, sind im Grunde keinerlei Zusatzstoffe jeglicher Art notwendig. (dies bestätigte uns kürzliche eine renommierte Uni Klinik in Deutschland auf Grund einer Anfrage unsererseits, hierzu später mehr)

Doch auch ich war oder bin teilweise in dem Wahn geraten mit dem ein oder anderen „Wundermittel“ meine Gesundheit zu stärken, daher Ausführlicheres in den kommenden Tagen…

abgedunkelte Scheiben

abgedunkelte Scheiben

Hier hat ja jeder seine Scheiben mehr oder weniger mit einer Folie abgedunkelt. Manch Paraguayer hat bloss noch schmale Sehschlitze und der Rest ist mit schwarzer Folie zugeklebt.

Bei uns waren an den vorderen 2 Seitenscheiben die Tönungsfolien so verkratzt das man nichts mehr sah und man immer die Scheibe herunter kurbeln musste.

Also fuhren wir in den Ort wo es 2 Läden gibt die Boxen und Radios in die Autos bauen und eben auch diese Folien auf die Scheiben aufbringen.

Der Besitzer meinte eine halbe Stunde dann sei alles fertig. Also gingen wir von einer Stunde aus und das kam auch hin.

Das Entfernen war recht mühselig da die Folie richtig fest gebacken war und nur in kleinen Teilen abzulösen ging.

DSC01252 DSC01253 DSC01251

Danach ging es recht schnell: Scheibe säubern, Folie befeuchten, Aufziehen und glätten.

DSC01256 DSC01257 DSC01258

Nun haben wir wieder verdunkelte Seitenscheiben und eine ungetrübte Sicht nach außen.

 

 

Chaco: letzter Tag

Chaco: letzter Tag

…und somit bereits der letzte Urlaubstag.
Dank des morgendlichen Weckgesanges aus dem Busch, hieß es für mich erneut schon ungewollt früh aufstehen. Jedoch eigentlich ganz praktisch, hatte Oli seinen Geburtstag an diesem Tage und somit konnte in aller Ruhe der Frühstückstisch nett dekoriert und alles vorbereitet werden.

dsc00721

Es wurde geskypt, gemailt, gewhatsappt, all das ist im Dornenbusch Dschungel möglich! Wie wir später erfahren, gibt es das Internet schon aus Glasfaserkabeln… welch ein Fortschritt hier in der Trockenwüste.
Kaum genügend Wasser aber glühende Glasfaserkabel ;)) das sagt doch wieder einmal alles über die heute Zeit, das moderne Leben, die Menschen…

Nun ja, soweit alle Geburtstagsglückwünsche erhalten, machen wir uns auf den Weg noch ein wenig zu erkunden, das ein oder andere zu besorgen, die Natur zu genießen, ehe wir am späten Nachmittag verabredet waren mit Domenika, welche schon am Sonntagabend aus Asunción zurückgekehrt war.
Gemeinsam fuhren wir dann mit Ihr in eine Indianer Ansiedlung, wo auch Ihre Angestellten, Gärtner und Hausmädchen in einem kleinen sehr schlichten Haus wohnen.
Wir brachten ein wenig ausrangierte Kleidung von uns für einen Teil der Menschen die dort leben müssen, wie ein paar Nahrungsmittel, dies sollte unter den Familien aufgeteilt werden.

Am Abend, wie sollte es anders sein, saßen wir im Garten des Hotels Florida, nur diesmal zu dritt bei gutem Essen, leider vorerst zum letzten Male. Domenika begleitete uns netterweise und so gab es vieles zu erzählen, zu vergleichen so das Leben im Süden, also bei uns mit dem im Chaco, die Menschen, die Deutschen… die Mentalität, die Zeit schien etwas zu kurz hierfür.

Nach der kleinen Auszeit, den nur 4 Tagen im Norden Paraguays waren unsere Batterien frisch aufgeladen. Wie es mir scheint sind sie derzeit zu voll getankt 😉
So kehrten wir am Folgetag mit tollen Eindrücken, auch mit den 43 Grad im Gepäck nach Paraguarí zurück.

Unser Fazit:
– dies wird mit Sicherheit nicht unser letzter Chaco Trip gewesen sein. Denn die Natur bietet zu jeder Jahreszeit Faszinierendes, hat ihren charmanten Reiz
– die Menschen ob Indios, Mennos, oder Zuwanderer, allesamt super aufgeschlossene, nette & hilfsbereite Menschen, wie es den Anschein bisher auf uns hatte, dies nicht nur nach außen hin, auch nicht nur für Gegenleistung oder für Geld, sondern auch tief im Herzen, so unser Eindruck bisher
– die Natur & Fauna überwältigend, kann nicht unterschiedlicher der unseren sein, dennoch überwältigend für uns
– Das Klima, sehr heiß. Es war schließlich erst Frühling bei stolzen 43 Grad Maximal Temperatur

dsc00680 dsc00470 dsc00439 dsc00322 SONY DSC SONY DSC
Chaco: Sonntag & ab in die Natur

Chaco: Sonntag & ab in die Natur

An diesem Tage sollte es noch heißer werden, doch daran störten wir uns nicht wirklich.
Mit genügend Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille, reichlich Wasser an Bord und festem Schuhwerk brachen wir am frühen Morgen auf mit dem Ziel die Laguna Capitan zu erreichen.

Wenn auch recht mühsam fanden wir dank google am Abend einige Hinweise für den Weg dahin.
Die Laguna Campo Maria lag um einiges weiter entfernt und schien schwieriger erreichbar.
Vielleicht beim nächsten Chaco Besuch geht es dann dorthin.

Auch heute wieder die Orte, Straßen beinahe menschenleer.

dsc00436 dsc00526

Von Filadelfia in Richtung Loma Plata führt eine Erdstraße vorbei an riesigen Weidenflächen.
Von da aus biegen wir in Richtung Isla Poí wo sich ebenso weite Ackerlandschaften neben einigen Estancien erstrecken. So streifen wir blühende Baumwollfelder und Plantagen von Quebrachobäumen.
Beidseits führen des öfteren Abzweigungen in kleine Siedlungen/ Dörfer, oftmals mit deutschen Namen wie „Schönau“ oder „Karlsruhe“ beispielsweise.

dsc00678 SONY DSC SONY DSC

Der Weg in Richtung dem Fort „Isla Poí“ war noch recht gut zu finden, dank der Ausschilderung.

dsc00483

Die Laguna Capitan jedoch war ein wenig mühsam zu orten. Schilder waren vorhanden, doch konnte man diese kaum noch deuten. Und dies lag nicht an der fehlenden Lesebrille 😉
Uns blieb keine Wahl, so folgten wir einfach mal unserer Nase und dem Salzgeruch.

Wie sich plötzlich herausstellte, waren wir Zwei doch nicht so allein unterwegs am Sonntagmittag bei 43 Grad im Schatten.
Ein Leguan bewegt sich gemächlich aus dem Wäldchen auf den Sandweg nur wenige Meter vor uns.
Wir blieben stehen. Er ebenso. Supi! Ein Griff nach der Kamera… ein weiterer nach der Autotür und schwuppdiwupp, er suchte das Weite. Schade.
Doch 20 min später, wir fuhren zurück da wir den falschen Weg einbogen 😉
Gleiche Stelle, ein Leguan läuft wenige Meter vor uns auf die Straße, wohl der selbige wie wir annehmen.
Wir dieses Mal ein wenig schneller, oder er vielleicht ein wenig zu langsam 😉 Erwischt, wenn auch nur 2 Aufnahmen und von hinten, also wieder nix :(. Weiter ging es….

Auf einem mehr als 700 ha großen Naturschutzgebiet finden wir zunächst einige Gebäude welche als Bildungs- und Freizeitzentrum dienen, später dann streifen wir die Aufzuchtstation welche bereits vor 6 Jahren von uns besucht wurde.
Vorbei kamen wir an einem traumhaft angelegten Badesee, jedoch ohne Besucher. Daher, weil glücklicherweise keine Badegäste vorhanden waren , bot sich bereits hier eine wundervoll anzusehende Schar von Wasservögeln verschiedenster Arten. Leider sind diese allesamt recht scheu und bereits das Aussteigen aus dem Wagen lies einen Großteil davonfliegen.
Auch konnten wir uns nicht näher anschleichen, da es die Natur nicht zuließ.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Anschließend erreichten wir dann auch die Laguna Capitan. Im Vergleich zum letzten Besuch wo Sie vollends ausgetrocknet vor uns lag, konnten wir einige mit Salzwasser gefüllten Oasen sichten.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Der Mittagssonne zu Trotz spazierten wir um die salzhaltigen Seenlandschaften, rochen den wohlduftenden Geruch des Meeres und ließen die faszinierenden Bilder auf uns wirken. Etwas skurril wirken die schwarze Baumstümpfe welche in großer Anzahl aus dem Boden ragen. Wenn man bedenkt das diese einmal voller Leben gewesen sein müssen, überwältigend.
Irgendwo hatte dies einen unheimlichen, kalt wirkenden Effekt auf mich, aber auch sehr reizvoll und sonderbar, eben grandios.

SONY DSC SONY DSC

Ein paar wenige Wasservögel ließen sich hier nicht beirren, scheinen die Touristen Ihnen bereits vertraut. Leider kamen wir wohl wieder einmal zu spät um die Flamingos zu sichten. Scheinbar ist hierfür August/ September die richtige Zeit, ehe diese weiterziehen nach Chile.
Erneut ein Grund nochmal wiederzukehren 😉

Die Lagunen liegen eingebettet in außergewöhnlichen Busch und Baumarten.
Einige hiervon mit wundervoller Blütenpracht, doch bei näherem Hinsehen, entdeckt man in üppiger Anzahl kleine oder riesig lange Dornen (ca. 20 – 30 cm)  am Strauch.

dsc00618 dsc00620

Wie wir am Samstag erfuhren, hat man in dem Dörfle „Schönfeld“ die Möglichkeit Eine Aufzuchtstation für Pflanzen zu besuchen. Dies ließen wir uns natürlich nicht nehmen und suchten den Weg dahin.
Sicher ist es nicht annähernd vergleichbar mit den Gärtnereien in und um Caacupé, doch immerhin. Für das neue Projekt, mit welchem man erst im Februar diesen Jahres begann, wurde schon allerhand sehenswertes geboten, wie wir finden.
Einige gut gebaute Gewächshäuser bieten Schatten und Jungpflanzen Sonnenschutz, müssen allerdings derzeit mindestens 3 mal täglich gegossen werden (und wir haben erst Frühjahr!), wie man uns erklärte. Ein Teich in unmittelbarer Nähe soll nur ein Teil des hierfür notwendigen Wasserreservoirs sein.
Einige Bäume, auch Obstbäume wie Mangos, verschiedene Zitrus Arten können wir im Außenbereich entdecken.
Des weiteren fanden wir einige Gemüsebeete, gut bestückt für diese Region. Auch dies ist Bestandteil des Projektes welches noch erweitert werden soll.

dsc00809 dsc00801 SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Danach ging es wieder Richtung Heimat. Vorbei an schönen Landschaften, Pflanzen und Tieren.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC dsc00581

Der Tag endete erneut im Restaurant des Hotel Florida. Die Speisekarte da ist bestückt mit einer riesigen Auswahl (würde wohl für einen Monat oder mehr reichen) und bisher allesamt super lecker. Ist das nicht wunderbar, 3 Tage lang nicht köcheln zu müssen… Ich genieße es.
Alle Bilder in der Bildergalerie.

Chaco: Filadelfia & Loma Plata

Chaco: Filadelfia & Loma Plata

Samstagmorgen.
Geweckt werde ich pünktlich zur Dämmerung gegen 5.30 Uhr von einem mir nicht ganz so vertrautem Geräusch aus dem Dornenwald rings um uns.
Ähnlich unserem Regenhuhn klingen die Töne, sie scheinen von allen Seiten her kommend. Ich schau natürlich aus alles Fenstern, an Schlafen nicht mehr zu denken, sehe jedoch nichts. Nach dem wundervollen Gesang jedoch hört man eine Art Miauen, beinahe wie von einer Katze stammend, dann erneut der Gesang… und wieder Miauen, vielleicht eine Eule?
Wir werden es sicher irgendwann erfahren.
Im den Mennoniten- Kolonien ticken die Uhren etwas anders als im übrigen Lande wir gewohnt sind. Dies zu erkennen ist nicht sonderlich schwer und verbarg sicher Vor wie auch Nachteile, je nach Sichtweise.
So sollte man sich z.B. auch sputen an einem Samstagmorgen, denn nach 12 Uhr geht so gut wie nix mehr, wie wir selbst erfahren durften.
Die Supermärkte, Boutiquen, einfach alle Geschäfte wie auch öffentliche Einrichtungen schließen pünktlich und das bis Montag in der Früh. Es ist eben Wochenende für „beinahe“ jedermann. Mit Ausnahme von Tankstellen, Restaurants, dem Hospital, sowie dem Obstverkäufer am Straßenrand natürlich.

DSC00842

So nutzen wir die Zeit nach dem Frühstück um vorerst etwas Shoppen zu gehen, später dann sollten beide Stadtkerne, sowohl Loma Plata wie auch Filadelfia ein wenig inspiziert werden.

SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC DSC00332 SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC

Auch dies kann man hier bei den Mennos ganz gut „Shoppen“. Wenn auch mit natürlich weniger Auswahl, aber immer hin.
Das ein oder andere Kleidungsstück schien uns nicht so wirklich vertraut, so fragten wir die Verkäuferin, ob dies ein Nachthemd für den Manne sei. Sie schien, weder in deutsch noch in spanisch die Frage so recht zu verstehen und meinte anfangs, Oliver möchte dies Stück erwerben.

Wir sprechen hier von einem T-Shirt, welches jedoch Oli bis über die Knie fiel, so lang war es gewesen, dazu noch so breit das eigentlich 3-4 Olivers Platz gehabt hätten darin. Außerdem zeigte es ein schön groß geringeltes Muster darauf. Einfach genial. Nun ja, es war tatsächlich ein Shirt für große, starke Männer gewesen, wir wir am Ende erfuhren. Solche scheint es im Norden dann wohl zu geben, wobei mir dies keineswegs auffiel. Aber wer weiß.

In einem Supermarkt bekamen wir netterweise die Empfehlung das Postamt aufzusuchen, da es dort Umgebungskarten wie ggf. Auskünfte über Sehenswürdigkeiten gäbe. Sehr freundlich und hilfsbereit ist hier eigentlich jeder uns. Kurz vor Schließung stehen wir also, wie man beinahe meinte auf einer deutschen Post, wenn auch etwas älteren Baujahres. Es gibt hier einen Schalter hinter welchem einen nette, ältere Dame behilflich sein möchte. Wir kaufen zunächst Briefmarken, die Postkarten hierfür haben wir bereits.
Eine Aushänge Tafel bietet private An und Verkäufe der Region an,wie diverse Werbungen wie die eines Physiotherapeuten, Rückenschultermine etc..
Wir entdecken Schließfächer, alles schön geordnet und gepflegt. Eben ein wenig Deutsch mitten in Südamerika.

DSC00841 20141013_112841

Sehr vieles scheint strukturierter, wesentlich sauberer & ordentlicher.
Vor allem aber qualitativ hochwertigere Waren stehen im Angebot, wie wir im Ferreteria/Baumarkt (auch den gibt es plötzlich wieder!), bei Elektroartikeln, Haushaltswaren, wie auch im Supermarkt entdecken.
Mag sein, das sich diese Qualität auch in etwas gehobeneren Preisen widerspiegelt, was ja völlig normal wäre.

DSC00266

Ein kleiner Souvenir Shop direkt dem dem Hotel Florida erweckte unsere Erinnerung. Da wir noch ein paar kleine Präsente mit nach Hause nehmen wollten, kehrten wir kurz ein. Auch hier kamen wir rasch ins Gespräch mit der Besitzerin Berta, welche vieles Interessanten zu erzählen wusste.
Nebenbei suchten wir zwischen Kunstwerken der Indios, Bildern, Büchern, Schmuck, Schnitzereien, Honig, Kleidung u.v.m. ein paar passende Mitbringsel.

Die Zeit verrennt, die Läden haben längst geschlossen, so genießen wir den frühen Nachmittag bei einer Tasse Kaffee, wie einer Portion Softeis, geniales Mittagessen bei inzwischen 43 Grad, ein wenig Abkühlung von Innen.

DSC00278

Die netten Damen des Cafés frage ich gleich Mal nach dem Weg zu einer der Salzlagunen, welche wir eigentlich am Sonntag besuchen wollten.
Hm…
Drei Señoras standen vor mir hinter Ihrem Tresen, die eine sprach nur spanisch, die andere spanisch & deutsch, die 3. deutsch & etwas spanisch. Eine sehr gute Voraussetzung wie ich finde, aber… keine kannte den Weg zu einer Salzlagune, keine der Damen konnte uns diesbezüglich helfen. Schade, dazu noch sehr verwunderlich wie ich fand.

Das gleich geschah einige Minuten später an der Tankstelle, niemand konnte uns den den Weg nennen.
Okay, dann müssen wir über „google“ unser Glück versuchen am Abend.

Wir fahren noch ein wenig durch die Ortschaften von Loma Plata wie auch Filadelfia, welche neben Neu-Halbstadt die Zentren der Mennoniten Kolonien im Chaco bilden.
Viele kleinere Ansiedlungen außerhalb liegend scheint es zu geben, wie diverse Beschilderungen zeigen.

SONY DSC SONY-DSC

Wir bestaunen noch immer die völlig anderen Eigenheime, Ihre mühsam angelegten teils grünen Gärten oder staubigen Äcker vor den Häusern.

Eine kurzer Abstecher in unsere Unterkunft, etwas relaxen, ausruhen, googeln nach Salzlagunen im Chaco, am Abend dann wollen wir in das Restaurant des Hotel Florida besuchen, wo wir vor 6 Jahres das bis dahin beste Rindfleisch serviert bekamen.

Chaco: Ankunft & die ersten Eindrücke

Chaco: Ankunft & die ersten Eindrücke

Uns erwartete die Besitzerin Domenika bereits wie auch ein ganz liebevoll eingerichtetes, modernes Gästehaus (Casa Tillandsia) , an dem es an rein gar nichts fehlte, inmitten eines Dornenwaldes, mit stolz emporragenden Flaschenbäumen ringsum unsere Terrasse, welche übrigens das gesamte Häuschen umsäumte.

SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC

Dies fand ich schon immer genial & wunderschön. Dies Bild prägen sehr viele Gärten in der Gegend, sehr wenig grün im Vergleich zu dem Osten Paraguays.
Da es beinahe unmöglich ist größere Grünflächen mit Zierrasen , Bepflanzungen wie man es üblicherweise kennt anzulegen und vor allem zu erhalten, werden hier nur um das Haus direkt sowie ggf. die Terrassen begrünt. Oftmals sind auch nur Pflanzen in Planteras zu sehen, da diese besser Überlebungschancen haben, wie man uns erzählte.

SONY-DSC

Der Grund dafür ist das mangelnde Wasser, dank des meist salzhaltigen Bodens, sowie die  große Hitze und der geringe Niederschlag in der Region.
Die Temperaturen steigen meist 4-5 Grad höher als die von uns gewohnten in Central Paraguay.
Mit dem so lebenswichtigen Element Wasser muss man daher enorm haushalten, doch braucht man erst einmal welches.
Stadtwasser ist nicht so üblich wie hier in Paraguarí. So Baut man mit jedem Eigenheim gleich eine riesige Zisterne, besser noch 2 oder 3 davon.
Selten gibt es nur Tiefbrunnen die Süßwasser bieten. Dies ist eine sehr kostenspielige Angelegenheit, bohrt man meist mehr als 200 bis zu 600 m tief.
Auffallend sind auch die Dächer allesamt, welche wirklich kaum Ziegel zeigen, sondern zu gut 95% mit Blech wie auch ordnungsgemäßen Regenrinnen versehen sind. Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig anzuschauen, wobei es hiervon auch farbige Bleche gibt, welche ganz nett wirken, wie ich finde.

DSC00724 DSC00727 SONY-DSC

Der Grund hierfür ist jedoch nicht wie man meinen könnte optischer Natur, oder gar der viel günstiger Preis. Nein, es geht darum sein Regenwasser aufzufangen und in die Zisternen zu leiten, und das Wasser möglichst schnell von Sand und Schmutz des Daches zu befreien.
Gitter an den Fenstern fanden wir an keinem Haus, zumindest sahen wir keine. Was auch nicht unbedingt in das gewohnte Bild des übrigen Landes passt. Dafür jedoch fallen an den meisten Gebäuden Fensterläden auf. Diese dienen nicht zum Schutz der Sicherheit, auch nicht dem Regenwasser welches in Küche, Wohn- & Schlafzimmer unerwünscht ist. Um die Temperaturen im Haus ein wenig zu reduzieren schließt man die Läden fast ganztags.

Unsere Vermieterin fuhr kurz nach unserer Ankunft nach Asuncíon um da das Wochenende zu verbringen.
Da saßen wir nun, völlig erledigt vom wenigen Schlaf, der Fahrt, den plötzlich mehr als 42 Grad. Doch wir hatten ja Urlaub und ließen den Tag in Ruhe ausklingen.

SONY-DSC

Auspacken und alles Verräumen, eine kleine Siesta, anschließend nach einer Tasse Kaffee noch auf Supermarktsuche gehen.
Auch wenn der Kühlschrank bereits üppig gefüllt, suchten wir noch das ein oder andere zum Kochen am Abend. Zum in Essen gehen hatte keiner mehr wirklich Lust von uns… Morgen ist auch noch ein Tag.

SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC

Samstag, dieser Bericht folgt…