Filadelfia

Adina’s Cafe in Filadelfia

Adina’s Cafe in Filadelfia

Seit einigen Wochen besuchen wir hier in Loma Plata einen Spanisch Kurs, in welchem wir auch Adina kennenlernten, welche das Ziel hatte in Filadelfia ein eigenes Café zu eröffnen.

Da  auch wir leidenschaftliche Kaffeetrinker wie auch Eisesser sind, und die hiesige Kaffeebohne doch oftmals nicht das verspricht was man in Südamerika erwarten sollte und mangels Erfahrung und Maschinen die Zubereitung auch zu Wünschen übrig lässt, waren wir freudig überrascht von dieser Idee und ließen es uns nicht nehmen zum Eröffnungstage anwesend zu sein.

So wurde spontan der Spanischkurs nach Filadelfia verlegt und die nette Runde traf sich zu lecker Cappuccino und Kuchen im „Café Adina“! Das Haus sehr nett & stilvoll eingerichtet, dazu ein idyllischer Garten, wo genügend verschiedene Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. Das Ambiente außergewöhnlich für Paraguay, für uns richtig zum Wohlfühlen. Für die „kalten Tage“ hier gibt es einen Schwedenofen im Haus und draussen gibt es Feuerschalen und warme Decken zum Verweilen.

img_20170601_183201 img_20170602_162710442 img_20170601_183718713 img_20170601_183734339 img_20170601_184919

Dank einer original italienischen Espressomaschine, dazu einer würzigen Bohne, werden die verschiedensten Arten von Kaffee angeboten, wie man es eben aus Deutschland bzw. Europa kennt. Dazu natürlich auch kühle Getränke wie Eiskaffee/ Eiskakao/ Smoothies oder auch viele Angebote an leckeren Torten, Kuchen und Plätzchen. Für den eher „unsüßen“ Gast, gibt es kleine würzige Speisen die ebenso schmackhaft ausschauten. Im Plan sind auch belegte Brezeln, wie Brote…

img_20170602_162658645 img_20170602_162652808 img_20170602_162645637 img_20170602_162629851

Der erste Nachmittag/ Abend schien sehr gut besucht, trotz kühlen Temperaturen. Glücklicherweise fanden wir gerade noch eine kleine Ecke um ungestört mit Daniel & Camilla den Spanisch Kurs, wenn auch etwas lockerer als üblich, abzuhalten.

Und da es uns so arg gefiel, nutzten wir den Folgetag, nach 2 Terminen in Filadelfia gleich nochmals um uns alles bei Tage anzusehen.

img_20170602_162601230 img_20170602_162540423 img_20170602_163009085

Wir hoffen sehr und wünschen Adina, das Sie mit Ihrer Verwirklichung Ihres langjährigen Traumes viel Erfolg und Glück haben möge, dazu natürlich ebenso viel Spaß & Freude mit Ihrem etwas besonderen Café.

Was uns betrifft, werden wir wohl Termine in Filadelfia immerzu mit einem Besuch da verbinden, sei es zum Brunchen, auf einen Eisbecher oder auch nur eine Tasse Espresso.

Tierheim in Filadelfia

Tierheim in Filadelfia

Vorletztes  Wochenende zum „Tag der offenen Tür“ besuchten wir erstmals das Tierheim Rescate Peludo Filadelfia in Filadelfia. Wir lasen und hörten schon sehr viel über das im August vergangen Jahres eröffnete Projekt.

Der Besuch sollte einen kleinen Einblick in die Haltung, Betreuung und Vermittlung der kleinen wie auch großen Vierbeiner bieten. Ebenso wurde ein Flohmarkt organisiert, dessen gesamte Einnahmen den Tieren zu Gute kommen werden.

Daniela wie auch Andrea die beiden Organisatoren, empfingen uns herzlich, nahmen mit Freude unsere kleinen Mitbringsel, wie Futter, Spielzeug, Kissen und Tücher entgegen und zeigten uns die bislang aufgebaute Anlage, wie auch die vorhandene Hundeschar.

Verschieden abgezäunte Bereiche, Teils mit Hundehäusern oder Hütten, 13 derzeit vorhandene Hunde, welche auf ein neues zu Hause warten. Unter Ihnen 4 wenige Tage alte Welpen, welche man erst vor wenigen Tagen in einem Sack nahe eines Wohnhauses ablegte.

Das die Zahl der Tiere im Augenblick relativ gering war, im Vergleich zu vorherigen Monaten zeigte uns, das es doch große Resonanz gibt und auch die Menschen hier bereit sind, sich einen Hund aus dem Heim zu holen.

Wie überall auf der Welt sind so herzliche Tierliebhaber auch hier im Chaco arg rar gesät. Die Tiere haben in der region noch einen anderen Stellenwert. Für viele Familien sind Hunde einfach nur Mittel zum Zweck, eben zum Wachen auf dem Hof, im Garten. Auch  gibt es erschreckend viele Kettenhunde zu sehen. Oftmals werden die Tiere zum Verkauf oder verschenken angeboten, aus völlig irrsinnigen Gründen (unserer Sichtweise nach!) Sie bellen zu laut, oder aber zu leise, manche gar nicht. Sie laufen immerzu davon. Sie werden ganz plötzlich zu groß für das kleine Grundstück, oder aber man hat eben jetzt gerade Lust auf einen Pudel, der Collie muss dann mal eben weg…

Für uns aus dem Osten kommend, finden wir hat es wenige Streunerhunde in den Kolonien. Mag sein das sich nachts in bestimmten Barrios einige aufhalten, doch im Vergleich zu Städten in Central Paraguay, ist dies mehr als harmlos.

Wir zumindest und wir hoffen noch sehr viele Familien mehr unterstützen „Rescate Peludo“ auf jeden Fall von ganzem Herzen und wünschen Euch weiterhin viel Glück und Erfolg beim Vermitteln, von Hunden und natürlich auch Katzen!

Auch wäre es wunderbar könntet Ihr Eure Idee umsetzten (vielleicht mit Unterstützung der Gemeinde) und eine Tierlink ganz nah zu errichten, so dass hier eine Zusammenarbeit möglich wäre und vieles vereinfachen könnte.

5 Tage Urlaub…im Chaco

5 Tage Urlaub…im Chaco

Eine Geburtstagsüberraschung sollte es eigentlich werden… wenn auch aus organisatorischen Gründen eine Woche später, sie ist bestens gelungen. Vielen lieben Dank!
Nach den Osterfeiertagen, welche ich dank einer „Infektion“ vorwiegend im Bett verbringen musste, hieß es zum Sonntagabend wieder einmal Koffer packen und „auf in den Urlaub“ 😉

Am Montag gegen 6 Uhr, wenn auch noch etwas schlapp auf den Beinen, mit einer Tüte Zwieback und genügend Tee an Bord, fuhren wir zunächst nach Luque.
Geplant war ursprünglich um 8 Uhr die Übergabe des Leihwagens, welchen wir uns gemietet hatten, da wir den unseren zu den „PoloCars“ bringen und einen rundum Service machen lassen wollten, während der Tage die wir unterwegs waren.

Wie so oft, kam jedoch alles völlig anders.
Der Leihwagen hatte Probleme, über die Osterfeiertage konnten dies nicht gerichtet werden. Netterweise wurden wir informiert darüber, was hier im Lande sicher auch nicht so selbstverständlich ist. So fuhren wir nun gemeinsam zu Peter in die Werkstatt, mit 2 X Arbeit für den Guten, und das zum Montagmorgen in der Früh.
Dieser nahm sich auch gleich Zeit um zunächst das Mietauto, wie anschließend dann auch unseren Dodge anzusehen.
Das Resultat: Wir entschieden uns mit dem Doddge auf Reise zu gehen! Danke Peter!
Die Zeit rannte uns bereits davon, so überquerten wir erst gegen 11 Uhr die Remanso Brücke und düsten mit bereits schon heftigem Klopfen im Kopf die Routa 9 entlang gen Norden.
Der Emmentaler Abschnitt, welcher sich arg verschlechtert und auch erheblich erweitert hatte während der letzten 3 Monate, gab uns dann den Rest. So waren wir froh gegen 16.30 Uhr in Filadelfia einzutreffen.

dsc03278 dsc03280 dsc03288 dsc02745

Auf das Gästehaus von Domenika & Ernst freuten wir uns schon riesig. Da die letzten Gäste erst das Häuschen am Ostermontag verlassen hatten, dazu auch noch Feiertag/ also ein Familientag im Chaco gewesen war, sind wir sehr dankbar für den möglichen Einzug am frühen Abend.

SONY DSC dsc02944 SONY DSC SONY DSC

Die kommenden Tage konnten wir absolut genießen bei traumhaftem Wetter. Neben einigen Verabredungen und bereits vereinbarten Terminen, fanden wir jedoch noch genügend Zeit zum relaxen & entspannen.

Am Dienstag fuhren wir nach Neuland und erkundigten dort die umliegende Gegend.

dsc02741 dsc02736 dsc02777 dsc02765 dsc03242 SONY DSC SONY DSC dsc02756

Mittags trafen wir ein ganz sympathisches Pärchen was seit mehr als 7 Jahren etwas außerhalb der Kolonien lebt. Beide lieben den Chaco, konnten bisher auch allerhand eigene Erfahrungen machen und wussten viel Spannendes zu berichten.
So ergab es sich spontan während des Mittagsessens das wir den verbleibenden Tag nutzten und gemeinsam zu Ihnen in den Busch fuhren.

dsc02639 SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Es sollte dort ein Häuschen geben, welches wir uns gerne ansehen wollten. Der Besitzer, ein Deutscher hat 2 ältere Häuser auf seiner Estancia stehen.
Der Deal ist folgender: Man setzt eine Pachtdauer von 5, 10 oder 15 Jahren fest, in denen man mietfrei auf diesem Grund wohnen kann, jedoch restauriert man das Haus und hält es instand während der vereinbarten Wohnzeit.
Keine all so schlechte Idee wie wir finden. Also, weshalb nicht anschauen…

dsc02624 dsc02615 dsc02613 dsc02635

So lernten wir auch gleich den Busch und einige Dörfer kennen, machten zunächst einen kurzen Halt bei der Tochter. Ich entdeckte den ersten Granatapfelbaum in Ihrem Garten und staunte nicht schlecht, das es diese leckeren Früchte im Chaco gibt.
Weiter geht es mit frisch gebackenen Laugengebäck von Tina zu dem neuen Zu Hause von Rosi & Klaus. Beide sind eben erst eingezogen und teilweise noch am Umbau Ihres Häuschens, welches aber schon sehr schmuck und einladend auf uns wirkt.
Nach einer kleinen Stärkung ging es gemeinsam weiter zu dem leerstehenden Objekt.
Naja, das Land/ der Garten nicht übel. Das Haus? Könnte man etwas daraus machen, meint Oliver…
Wir sind uns dennoch Beide schnell einig, ein Leben 50- 100 km außerhalb der Städte kommt für uns eigentlich nicht in Frage. So reizvoll es auch sein mag, wie ich finde. Urlaub oder ein Wochenende jederzeit, doch nicht auf Dauer.
Wie dem auch sei, es war sehr interessant zu sehen, auch war der Tag mit Rosi & Klaus einfach wunderbar.
Wir wollten uns am Freitag nochmals treffen, bei Robert Ihrem Verpachter und Estanciero.

SONY DSC SONY DSC SONY DSC dsc02713

Am Mittwoch Spätnachmittag stand ein Arzttermin an, so das wir am Vormittag nochmals in Neuland unterwegs waren.
Man hört immer wieder von einigen Seiten, dies sei nicht nur nie Neueste der Kolonien, sondern auch die Schönste. Nun, auch nach dem 2. Besuch dort sehen wir dies ein wenig anders.
Anschließend, sehr zu meiner Freude besuchten wir Flor del Chaco einen Anfang der 70iger Jahre entstandenen Freizeitpark, eingebettet von reichlich Natur.

SONY DSC dsc02943 SONY DSC SONY DSC

So wunderschön grün der gesamte Chaco in diesem Jahr ist, war es ein Genuß sich dort aufzuhalten. Neben einigen Wasservögeln, konnten wir ein Gürteltier sehen, welches jedoch zu schnell gewesen war für einen Schnappschuß.
Oliver entdeckte eine interessante Spur im Lehmboden, welche zu einem Waschbären gehört, wie uns Sabine Vinke www.paraguay-salvaje.com.py später mitteilte. Waschbären setzten immer den Hinterfuß neben einen Vorderfuß, daher schaut es aus als hätten sie 2 verschieden große Füße, rechts und links.
Ebenso scheint es massig Wasserschweine (Carpinchos) im Gelände (wie auch im gesamten Chaco) zu geben, anhand des Kotes überall auf und am Wege zu erkennen.
Eine kurze Erklärung zu dieser Beschilderung.

SONY DSC

Wir bewegten uns ausschließlich auf dem „Wanderweg“.
Da der „Wanderpfad“ nicht einmal den Gummistiefeln stand gehalten hätte, denn dieser verwandelte sich durch den vielen Regen während der Sommermonate in eine Sumpflandschaft, daher derzeit nicht zu begehen 😉

SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Am Donnerstag war unser Ziel endlich einmal zur Laguna Campo Maria zu fahren. Nun ja, um es kurz zu machen, das Ziel wurde nicht erreicht ;(
Zum einen sollten wir früher aus den Federn springen, um nicht erst mittags nach 13 Uhr in praller Sonne die Lagune zu erreichen. Außerdem, und noch viel wichtiger. Sollten wir sie erreichen.
Es scheint etwas schwierig, war man noch nie da gewesen. Dank der heutigen modernen Zeit, es lebe das Smartphone 😉 wurde eine Karte heruntergeladen. Ich als Beifahrer, durfte den Weg via Smartphone weisen. Bis sich denn, so ziemlich im ersten Viertel der Strecke der Satellit verabschiedete. Kein Internet, keine Karte, ein mürrischer Ehemann, und ich natürlich auch nicht sonderlich happy.

Was soll´s. verbringen wir den Tag eben anderweitig…
In einer Apotheke erfuhr ich am Abend zuvor von einem weiteren deutschen Laden, welcher wohl auch einiges an Medizinbedarf, Pflaster, Binden ect. hat, dazu noch recht günstig sei im Vergleich zu anderen.
Natürlich schlugen wir bei dem ein oder anderen was uns günstig schien, bzw. was wir hier bisher nicht fanden zu.

dsc02969 dsc02962 dsc02959 dsc02958 dsc02957

Außerdem gab es ein kleines Haus nahe von Loma Plata zu verkaufen, wie die nette Apothekerin berichtete. Wir wollten es uns einfach einmal ansehen. Ein spontaner Anruf und wir waren gleich willkommen, obwohl gerade kurz vor Mittagszeit!

dsc03016 dsc03015 dsc03010 dsc03002 dsc03001

Auch eine Schilf Pflanze für den Poolrand wartete auf Abholung.
So hatten wir genügend Beschäftigung vorerst.

Der Mann brauchte eine Siesta am Nachmittag, ehe wir uns entschlossen, nach fast 8 Jahren eine kleine Radtour zu unternehmen. Domenika hatte uns 2 Ihrer Bikes netterweise zur Verfügung gestellt.
Wow, das war genial und wir kamen voll auf den Geschmack. Anfangs etwas mühselig im dickes Sand zu radeln, klappte es später zusehends besser. Ein kleiner Rast für ein Stieleis und weiter ging es…

20150409_165307 dsc03030 dsc03042 dsc03037

Am Freitag, dem schon wieder letzten Urlaubstag, trafen wir uns am Morgen erneut mit Rosi & Klaus vor der Estancia “ Pozo Onze“ von Robert, den wir unbedingt kennenlernen sollten.
Auch hier konnten wir ausgesprochen schöne Stunden alle zusammen verbringen. Robert, ein gebürtiger Bayer, lebt schon seit seinem 14. Lebensjahr im Chaco, nahm sich die Zeit um uns über seine Estancia mit ca 2500 ha zu fahren und vieles Interessante zu erzählen.
Der Verkauf seiner Rinder, wie auch von Grassamen, speziell für heiße und trockene Regionen sind seine Einnahmequellen, berichtet er uns.
Hier und da wurde kurz gerastet, auch einer von den zahlreichen Tachamare wurde besichtigt, wie einige Kälberstände kontrolliert.
Unterwegs sahen wir einen kleinen Tümpel mit einer Handvoll Kaimane, welche schnell Schutz in mit grün bedeckten Wasser suchten. Wir fanden Euch dennoch 😉 wenn auch mit etwas Mühe.
Ich konnte 2 Wasserschweine zusammen mit Klaus von der Ladefläche aus sichten, wie eine kleine Wildkatze (ein Ozelot?) Leider war alles zu schnell im schützenden Busch unterwegs gewesen.
Das auf seiner Estancia das Jagen sämtlicher Wildtiere strickt verboten ist, macht mir Robert um so sympathischer, als er ohnehin schon ist.
So freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen, es war schön Dich kennengelernt zu haben.

dsc03227 dsc03206 dsc03200 dsc03184 dsc03148 dsc03131 dsc03129 dsc03101 dsc03091 SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Nach ein paar Einkäufen im Souvenirladen von Erna, einen Besuch in der deutschen Bibliothek, sowie dem Supermarkt ging es wieder zurück. Ein Unwetter schien aufzukommen, und wir wollten unbedingt nochmals radeln.

Am Abend, ich war bereits am Packen & Kruschteln, entdeckte Oliver einen Veranstaltungshinweis für Naturliebhaber. Um 20 Uhr in der Aula der Fernheimer Schule konnte man „kostenfrei“ eine DiaShow über einige Naturschutzgebiete und deren Tiervielfalten besuchen, geführt u.a. von Sabine & Thomas Vinke. Versteckte Kameras in diesen unberührten Naturoasen filmten über Monate das ein oder andere Wildtier.
Dies ließen wir uns nicht entgehen und ließen den Urlaub mit diesem informativen Abend ausklingen.

Am Samstag hieß es wieder Abschied nehmen, schon früh fuhren wir in Richtung Heimat, diesmal ohne größere Probleme und trafen am Nachmittag in Paraguarí ein, sehr zur Freude unserer Wilma.

Chaco- Tag 3

Chaco- Tag 3

Nach dem gewittrigen und leicht verregnetem Wochenende und Montag, schien heute bereits am Morgen die Wolkendecke aufzureißen, somit weckten mich die ersten Sonnenstrahlen.
Nachdem mir seit nun 3 Tagen absolut die Bewegung fehlte, zumindest im Vergleich zum normalen Alltag, beschlossen wir heute einmal per Füße das ein oder andere zu unternehmen, noch dazu wo alles sehr zentral gelegen war.
Wir besuchten nochmals Berta & Adolf in Ihrem kleinen Souvenir Shop um die Ecke, bedankten uns für Ihre Hilfe, plauderten ein wenig über das Leben, die Menschen hier und in Deutschland, im Chaco und im Zentral Paraguay und verabschiedeten uns schließlich bis zum nächsten Besuch. Ein wenig Schmuck für den Dodge wurde auch noch gekauft 😉

dsc01581

Das Museum Unger schräg gegenüber des Hotel Florida war eigentlich nicht unser Ziel gewesen, sondern das Touristik Büro nebenan.

dsc01681 dsc01591

Doch Agate Harder welche uns ganz lieb Empfang, berichtete das man das Museum erweitert habe und es jetzt einen Teil über die Fauna wie einen weiteren über die Flora des Chacos zu sehen gäbe.
Dies ließen wir natürlich nicht aus und wurden unter Führung von Agate, welche sehr viel Wissen einbrachte durch die Räumlichkeiten geführt.
Der angrenzende Park war dann für mich einen Besuch wert, um zu sehen welche Pflanzarten, Bäume, oder eher Sträucher, Blumen hier gedeihen, welche weniger zu finden sind.

Hierbei stieß ich auf etwas ganz besonderes, welches meine Aufmerksamkeit auf sich zog…

dsc01683

Nach nur 2 Stunden, ups…was war geschehen? konnte ich plötzlich nicht mehr laufen. Ganz zur Freude meines Mannes natürlich, hinkte ich nur noch in das Hotelzimmer um meinen alten Füßen eine kleine Erholung zu gönnen. Hatte scheinbar nur die falschen Schuhe angezogen, denn gleich ging es besser und weiter…
Wir erfuhren auch die Tage noch von 2 eventuellen frei werdenten Mietshäusern welche wir besichtigten, allerdings nur von außen, da derzeit diese noch bewohnt waren und wir ja um Grunde noch Zeit haben um diesbezüglich aktiv zu werden.
Am Nachmittag hatten wir noch eine super nette Einladung auf ein Eis, was für ein perfekter Abschied von 4 tollen Chaco Tagen.
Nach dem Packen unserer sieben Sachen ließen wir den Abend im leckeren Restaurant-Garten ausklingen, ehe es am Mittwochmorgen wieder auf Heimreise ging.
Diese stellte sich ein klein wenig problematisch dar.
Die Schweizer Käse Ruta schien nicht nur uns, sondern auch dem Dodge nicht so arg zu gefallen. Kurz vor Halbzeit wollten wir rasten um einen Kaffee zu trinken, zu tanken.
Beim abbremsen um an den links gelegenen Rastplatz zu fahren ging plötzlich der Motor aus. Zum Glück kein Verkehr, hinter und vor uns. Bremsen und Lenkung versagten, der Motor lies sich nicht starten und stolperte.
Für mich klang es eher nach Batterie leer. So ein Sch…. Zum Glück rollten wir einen kleinen Hang abwärts, und blieben stehen. Nach einiger Zeit des Betrachtens und Abkühlens des Motorraumes, roch es etwas arg verschmort, zumindest nicht so ganz üblich und normal.
Nach einigen Untersuchungen stellte Oliver fest, es fehlt Flüssigkeit im Kühler. Nochmals Warten zwecks Abkühlung, dann 10 l Wasser (den Kanister hatten wir vorsorglich dabei), in den Kühler gegeben. Tja, nur lief das ganze Nass wieder unten heraus. So zeigte sich schnell, der Schlauch war aus der Manschette gerutscht dank der schlechten Straße wahrscheinlich und somit wären wir wohl nicht mehr sehr weit gekommen, ohne einen Motorschaden zu erleiden.
Vorsorglich hatte Oliver auch etwas Werkzeug an Bord, so konnte man den Schaden selbst beheben.
Einige Kanister Wasser wurden gebraucht, wie dazu einige Liter einer speziellen gelartige Kühlflüssigkeit an der Tanke gekauft und schließlich konnten wir wenn auch mit einer guten Stunde Verlust die letzten Km bis nach Hause fahren.

dsc01770
Kurztrip in den Chaco- Teil 1

Kurztrip in den Chaco- Teil 1

Vergangene Woche besuchten wir noch einmal für ein paar Tage den Chaco.
Es gab für uns doch noch so Einiges abzuklären, so hatten wir Termine bei den Administrationen, Erkundigten uns über die Möglichkeiten der KV, wollten die Kolonie Neuland etwas näher erkunden, welche wir im Oktober gänzlich vergessen hatten. Des weiteren wollten wir einige Schreiner aufsuchen um uns Angebote für eventuell neue Möbel machen zu lassen, Manuela hatte einen Arzttermin, und einige inzwischen Bekannte waren natürlich auch zu besuchen bzw. zu treffen.
Für nur 4 Tage (nur 2 Werktage) ein volles Programm wie sich herausstellte.

Unser Haus, wie auch Wilma wussten wir gut versorgt durch Btina und Yago die seit einigen Wochen bereits in unserem Gästehaus wohnen. Danke nochmals an Euch Beide!

Am Samstag in der Früh starteten wir also und trafen nach ca.. 6.5 Stunden Fahrzeit, sowie gefühlten 1000 Schlaglöchern im Hotel Florida in Filadelfia ein. Die Hotelanlage kannten wir bereits vom Jahre 2008, als wir zum ersten mal die „grüne Hölle“ besuchten.
Hier hatten wir ein Doppelzimmer gebucht für 4 Nächte, da das wunderschöne Gästehaus der Familie Eitzen leider zu diesem Zeitpunkt vergeben war.

dsc01579 dsc01576

Wir fuhren noch ein wenig spazieren und gingen in einen Supermarkt kurz einkaufen.
Dadurch das es die letzten Wochen auch im Chaco recht regelmäßig regnet, gibt dies für uns ein völlig neues Bild, alles grünt und sprießt, eigentlich kaum ein Unterschied zum Osten Paraguay’s außer, daß der Bewuchs eben ein anderer ist. Doch auch dies trifft nur teilweise zu, denn wunderschön bepflanzte Gärten findet man zur Genüge, auch hier.

dsc01706 dsc01660

Kurz nach dem Regen werden die Sandpisten schon wieder mit dem Straßenhobel instand gesetzt.

dsc014101 SONY DSC SONY DSC dsc01389 dsc01379

Allerdings sollte man die richtig nassen und schlammigen Sandpisten meiden, zumindest ohne Allrad. Es fährt sich wie auf Glatteis und ist recht schweißtreibend 🙂

Am Sonntag trafen wir uns mit Bekannten und waren wieder einige Zeit unterwegs durch die Ortschaften um Häuser und Gärten anzusehen.

dsc01406 dsc01723
Chaco: Filadelfia & Loma Plata

Chaco: Filadelfia & Loma Plata

Samstagmorgen.
Geweckt werde ich pünktlich zur Dämmerung gegen 5.30 Uhr von einem mir nicht ganz so vertrautem Geräusch aus dem Dornenwald rings um uns.
Ähnlich unserem Regenhuhn klingen die Töne, sie scheinen von allen Seiten her kommend. Ich schau natürlich aus alles Fenstern, an Schlafen nicht mehr zu denken, sehe jedoch nichts. Nach dem wundervollen Gesang jedoch hört man eine Art Miauen, beinahe wie von einer Katze stammend, dann erneut der Gesang… und wieder Miauen, vielleicht eine Eule?
Wir werden es sicher irgendwann erfahren.
Im den Mennoniten- Kolonien ticken die Uhren etwas anders als im übrigen Lande wir gewohnt sind. Dies zu erkennen ist nicht sonderlich schwer und verbarg sicher Vor wie auch Nachteile, je nach Sichtweise.
So sollte man sich z.B. auch sputen an einem Samstagmorgen, denn nach 12 Uhr geht so gut wie nix mehr, wie wir selbst erfahren durften.
Die Supermärkte, Boutiquen, einfach alle Geschäfte wie auch öffentliche Einrichtungen schließen pünktlich und das bis Montag in der Früh. Es ist eben Wochenende für „beinahe“ jedermann. Mit Ausnahme von Tankstellen, Restaurants, dem Hospital, sowie dem Obstverkäufer am Straßenrand natürlich.

DSC00842

So nutzen wir die Zeit nach dem Frühstück um vorerst etwas Shoppen zu gehen, später dann sollten beide Stadtkerne, sowohl Loma Plata wie auch Filadelfia ein wenig inspiziert werden.

SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC DSC00332 SONY-DSC SONY-DSC SONY-DSC

Auch dies kann man hier bei den Mennos ganz gut „Shoppen“. Wenn auch mit natürlich weniger Auswahl, aber immer hin.
Das ein oder andere Kleidungsstück schien uns nicht so wirklich vertraut, so fragten wir die Verkäuferin, ob dies ein Nachthemd für den Manne sei. Sie schien, weder in deutsch noch in spanisch die Frage so recht zu verstehen und meinte anfangs, Oliver möchte dies Stück erwerben.

Wir sprechen hier von einem T-Shirt, welches jedoch Oli bis über die Knie fiel, so lang war es gewesen, dazu noch so breit das eigentlich 3-4 Olivers Platz gehabt hätten darin. Außerdem zeigte es ein schön groß geringeltes Muster darauf. Einfach genial. Nun ja, es war tatsächlich ein Shirt für große, starke Männer gewesen, wir wir am Ende erfuhren. Solche scheint es im Norden dann wohl zu geben, wobei mir dies keineswegs auffiel. Aber wer weiß.

In einem Supermarkt bekamen wir netterweise die Empfehlung das Postamt aufzusuchen, da es dort Umgebungskarten wie ggf. Auskünfte über Sehenswürdigkeiten gäbe. Sehr freundlich und hilfsbereit ist hier eigentlich jeder uns. Kurz vor Schließung stehen wir also, wie man beinahe meinte auf einer deutschen Post, wenn auch etwas älteren Baujahres. Es gibt hier einen Schalter hinter welchem einen nette, ältere Dame behilflich sein möchte. Wir kaufen zunächst Briefmarken, die Postkarten hierfür haben wir bereits.
Eine Aushänge Tafel bietet private An und Verkäufe der Region an,wie diverse Werbungen wie die eines Physiotherapeuten, Rückenschultermine etc..
Wir entdecken Schließfächer, alles schön geordnet und gepflegt. Eben ein wenig Deutsch mitten in Südamerika.

DSC00841 20141013_112841

Sehr vieles scheint strukturierter, wesentlich sauberer & ordentlicher.
Vor allem aber qualitativ hochwertigere Waren stehen im Angebot, wie wir im Ferreteria/Baumarkt (auch den gibt es plötzlich wieder!), bei Elektroartikeln, Haushaltswaren, wie auch im Supermarkt entdecken.
Mag sein, das sich diese Qualität auch in etwas gehobeneren Preisen widerspiegelt, was ja völlig normal wäre.

DSC00266

Ein kleiner Souvenir Shop direkt dem dem Hotel Florida erweckte unsere Erinnerung. Da wir noch ein paar kleine Präsente mit nach Hause nehmen wollten, kehrten wir kurz ein. Auch hier kamen wir rasch ins Gespräch mit der Besitzerin Berta, welche vieles Interessanten zu erzählen wusste.
Nebenbei suchten wir zwischen Kunstwerken der Indios, Bildern, Büchern, Schmuck, Schnitzereien, Honig, Kleidung u.v.m. ein paar passende Mitbringsel.

Die Zeit verrennt, die Läden haben längst geschlossen, so genießen wir den frühen Nachmittag bei einer Tasse Kaffee, wie einer Portion Softeis, geniales Mittagessen bei inzwischen 43 Grad, ein wenig Abkühlung von Innen.

DSC00278

Die netten Damen des Cafés frage ich gleich Mal nach dem Weg zu einer der Salzlagunen, welche wir eigentlich am Sonntag besuchen wollten.
Hm…
Drei Señoras standen vor mir hinter Ihrem Tresen, die eine sprach nur spanisch, die andere spanisch & deutsch, die 3. deutsch & etwas spanisch. Eine sehr gute Voraussetzung wie ich finde, aber… keine kannte den Weg zu einer Salzlagune, keine der Damen konnte uns diesbezüglich helfen. Schade, dazu noch sehr verwunderlich wie ich fand.

Das gleich geschah einige Minuten später an der Tankstelle, niemand konnte uns den den Weg nennen.
Okay, dann müssen wir über „google“ unser Glück versuchen am Abend.

Wir fahren noch ein wenig durch die Ortschaften von Loma Plata wie auch Filadelfia, welche neben Neu-Halbstadt die Zentren der Mennoniten Kolonien im Chaco bilden.
Viele kleinere Ansiedlungen außerhalb liegend scheint es zu geben, wie diverse Beschilderungen zeigen.

SONY DSC SONY-DSC

Wir bestaunen noch immer die völlig anderen Eigenheime, Ihre mühsam angelegten teils grünen Gärten oder staubigen Äcker vor den Häusern.

Eine kurzer Abstecher in unsere Unterkunft, etwas relaxen, ausruhen, googeln nach Salzlagunen im Chaco, am Abend dann wollen wir in das Restaurant des Hotel Florida besuchen, wo wir vor 6 Jahres das bis dahin beste Rindfleisch serviert bekamen.

Chaco: Vorbereitung & Anreise

Chaco: Vorbereitung & Anreise

Ganz so einfach ist es in Paraguay leider nicht, seinem Haus, Hof & Hund für einige Tage den Rücken zu kehren, zumindest erschwert uns dies, würden wir doch sehr gerne mehr auf Reisen gehen, Land und Kontinent mehr erkunden & kennenlernen.
Zwar konnten wir uns glücklicherweise bisher auf unseren Franzisco verlassen, welche die wenigen Tage wo wir für 2-3 Nächte außer Haus gewesen waren, das Haus hütete, den Garten pflegte, hier schlief und auch die Hunde fütterte (auch wenn diese von ihm kein Essen annehmen wollten), doch bot sich dieses mal die Gelegenheit ganz liebe Bekannte in unserm Gästehaus wohnen zu lassen, so dass wir die Hundis bestens versorgt wussten, Elly auch Ihre Medizin ordnungsgemäß erhielt, und des nachts ein Wachmann anwesend war. Danke nochmals Ihr Zwei!!
So konnte auch ich mit relativ „freiem Kopf“ die Urlaubstage genießen.
Der Wecker schellte nach knapp 3 h Schlaf schon sehr früh, so fuhren wir, wenn auch noch etwas schlaftrunken gegen 4.30 Uhr in Richtung Asunción. Den morgendlichen Berufsverkehr umgingen wir somit, denn nach knapp 1 ½ Stunden standen wir bereits auf der Remansobrücke.
Die Routa 9, auch Transchaco genannt war erreicht, noch endlos scheinende ca. 450 km lagen jetzt vor uns.

DSC00122 DSC00121

Unseren Dodge tauschten wir übrigens am Vortag gegen einen kleinen, gut erhaltenen Mietwagen, da unser neu bestellter Kühler leider noch immer im Zoll liegt und wir somit die lange Strecke nicht riskieren wollten.
War aber völlig okay der neue Flitzer 😉

Mit aufsteigender Sonne, schien es auch mir endlich die letzten Sandkörner aus den Augen zu spülen und ich erwachte vollständig, wie auch der Tag mittlerweile.

DSC00127 DSC00137

Für einen Freitag fand ich die Transchaco relativ Verkehrsarm, doch uns sollte dies recht sein. So konnten wir zumindest ein Großteil der Strecke relativ zügig fahren.
Für die ein oder andere Foto-Pause wurde natürlich kurz gehalten, auch gab es ein Frühstück ca. in Mitte der Strecke auf einem Rastplatz in „Pozo Colorado“ , wo wir unseren Picknick-Korb auspackten und es endlich den 2. Kaffeebecher gab.
Von Pozo Colorado abbiegend in Richtung Osten verläuft übrigens die Routa 5 welche nach Conceptión führen würde. Doch dies werden wir ein anderes Mal in Angriff nehmen.

Vorbei an zahlreichen Palmenwäldern, vielen Sumpfgebieten, einigen Estancien, wie auch der ein oder anderen Indianersiedlung, welche durch Ihre Zeltbauten, oder verkauften Warenstände (Honig, geflochtene Taschen & Körbe) am Straßenrand erkennbar waren, hatten wir das Glück zahlreiche Wasservögel (Reiher, Störche, erstmals auch Flamingos) zu sichten. Leider auch einiges totes Getier am Straßenrand, wie zahlreiche Vögel, Opposums, einen scheinbar erst kürzlich überfahrenen Nasenbären, eine Kuh.

SONY-DSC SONY DSC SONY-DSC SONY-DSC DSC00852

Die Sonne stieg, es wurde heiß & heißer, Spätvormittag, das Ziel kam näher…
Die letzten 100 km der Routa 9 wurden plötzlich grottenschlecht. Loch an Loch, sich erhebender Asphalt, so das jedes Auto nur noch in Schlangenlinie fahren konnte.
Sehr nett bei teilweise Geschwindigkeiten von dennoch 100 oder mehr km/h.

DSC00172

Um 12.30 Uhr dann war Filadelfia, die Hauptstadt des Departementes Boqueron und unsere Unterkunft erreicht.

DSC00362 SONY-DSC

Fortsetzung folgt…

Chaco Tour Tag 3

Chaco Tour Tag 3

Am frühen Morgen trafen wir uns wie verabredet mit Marcus an seinem Haus. Von da aus fuhren wir in Richtung der ersten Indianersiedlung. Es ging wieder an unendlichen Weiden vorbei, worauf immer wieder eindrucksvolle Flaschenbäume und Kakteen zu sehen waren.

CIMG6869.JPG CIMG6882.JPG CIMG6884.JPG CIMG6870.JPG

Dort betreut die ASEC Indianer beim Aufbau einer Ziegelbrennerei. Hier werden mit einfachen technischen Mitteln Ziegel geformt, getrocknet und gebrannt.

CIMG6891.JPG CIMG6890.JPG CIMG6892.JPG CIMG6894.JPG

Anschließend ging es auf „unendlichen“ Sandpisten weiter zur nächsten Indianersiedlung. Vorher machten wir bei einem weiteren Dorf  halt und kauften den Frauen ein paar Ihrer handgefertigten Souvenirs ab.

CIMG6872.JPG CIMG6887.JPG CIMG6885.JPG CIMG6880.JPG CIMG6881.JPG

Nach einer weiteren halbstündigen Fahrt kamen wir bei unserem nächsten Ziel an. Dies war eine relativ neue Indianersiedlung die von der ASEC betreut wird.

Diese Indianer kamen aus Bolivien hierher und haben sich dort niedergelassen. ASEC hat dort ein Tajamar (Wasserloch) und einen Australischen Tank errichtet. Dies findet man überall im Chaco.  So wird u. A. die Wasserversorgung auf den Estancias gewährleistet.

CIMG6922.JPG CIMG6910.JPG

Vorher gaben wir aber bei dem Stamm ein paar Geschenke ab und Marcus erkundigte sich nach der Kohleproduktion.

CIMG6899.JPG CIMG6904.JPG CIMG6909.JPG

Danach zeigte man uns die Erdöfen in denen die Holzkohle gebrannt wird.

CIMG6929.JPG CIMG6930.JPG

Nun ging es wieder zurück nach Filadelfia. Wir lieferten Marcus wieder ab und trafen uns mit Helmut vom gestrigen Tag. Mit Ihm und seiner Frau Erna ging es hinaus auf seine 2 Estancias.

CIMG6932.JPG

Dort zeigte er uns sein riesengroßes Reich. Diese Estancias sind seine Altersversorgung. Dort gab es wieder das übliche zu sehen: viel Natur, viele Rinder ein Tajamar und australischen Tank.

CIMG6942.JPG CIMG6943.JPG CIMG6958.JPG CIMG6962.JPG

Nach dem Rundgang ging es zu einem überdachten Platz im Wald wo wir gemütlich bei Kaffee, Terere und Chipas zusammensaßen. Vor Sonnenuntergang ging es wieder zurück nach Filadelfia. Vorher nahmen wir noch einen kleinen Umweg um uns die Erdnussfelder von Helmut zeigen zu lassen.

CIMG6972.JPG CIMG6974.JPG

Einen schönen Sonneruntergang hatten wir auch wieder 🙂

CIMG6968.JPG

Zum Abendessen gab es wie am Vortag bereits gigantische und leckere Portionen.

IMG_0945.JPG IMG_0946.JPG

Hier sind alle Bilder des 3. Tages unserer Chaco Reise

Chaco Tour Tag 2

Chaco Tour Tag 2

Nach dem Frühstück standen die Besichtigung des Schlachthofes von FrigoChorti,

IMG_0890.JPG IMG_0889.JPG

sowie die Besamungsstation in der Laguna Capitan auf dem Programm.

CIMG6806.JPG CIMG6804.JPG CIMG6809.JPG CIMG6813.JPG CIMG6816.JPG

Auch hier bekamen wir zahlreiche Informationen über den täglichen Ablauf des Arbeitsprozesses, die Entstehung des Unternehmens, sowie den Export der Produkte. Anfallende Fragen konnten uns von Herrn Ratzlaff beantwortet werden.

CIMG6794.JPG

Auf der Fahrt querte ein Heuschrecken Schwarm unsere Wege.

CIMG6799.JPG CIMG6800.JPG CIMG6801.JPG

Der Besuch der Laguna Capitan war trotz des starken Wassermangels und der dadurch fehlenden Flamingos ein traumhaftes Erlebnis gewesen.

CIMG6803.JPG CIMG6823.JPG CIMG6824.JPG CIMG6825.JPG

Trotz Temperaturen von über 40 Grad bereits um 11 Uhr am Vormittag empfanden wir dies, bedingt durch die niedrige Luftfeuchtigkeit nicht als unangenehm.

Der Besuch im Mennoniten Hospital von Loma Plata gab uns einen Eindruck über die Krankenversorgung vor Ort und schloss somit unseren Besuch in Loma Plata ab.

CIMG6829.JPG
Auf meinen speziellen Wunsch hin, bekamen wir auch hier eine Führung des Hospital Chefs persönlich, durch das gesamte Gebäude. Spezielle Untersuchungsmöglichkeiten wie beispielsweise die gesamte Röntgenabteilung mit Mammographie/Tomographie, wie auch der gesamte stationäre Bereich hinterließen einen sehr positiven Eindruck bei uns allen.

Die Fahrt führte uns weiter in das ca. 25 km entfernte Filadelfia, der Hauptstadt von Boquerón und das Zentrum der Kolonie Fernheim.

CIMG6860.JPG

Nach dem Einchecken im Hotel Florida lernten wir Helmut (sein Großvater war Jakob Unger)  kennen, er führte uns durch den Bauhof von Filadelfia. Dort wird die Stromversorgung und die Wasserversorgung der Kolonie gewährleistet.

CIMG6838.JPG CIMG6839.JPG CIMG6840.JPG

(Die Wasserversorgung ist nur für öffentliche Gebäude und Gebäude der Kooperative. Privathaushalte müssen selbst für Wasser sorgen. Da es fast kein Brunnenwasser gibt wird das bei fast allen Häuser über Zisternen gelöst die das Regenwasser sammeln.)

Auf dem Bauhof wird auch die Sesam und Erdnussernte der Kolonie verabeitet, verpackt und gelagert. Erdnüsse jährlich über 20 Millionen Kg.

CIMG6844.JPG CIMG6846.JPG

Selbstverständlich konnten wir reichlich Kostproben von der frischen Ernte nehmen und die schmecken vielleicht lecker!

CIMG6855.JPG CIMG6853.JPG CIMG6851.JPG CIMG6858.JPG

Danach verabredeten wir uns mit Hellmuth für den nächsten Tag und fuhren weiter zu einer Westernsattlerei. Leider waren die schon am Aufräumen der Werkstätten, da dort nun auch Weihnachtsferien sind. Aber wir bekamen vom Geschäftsfäher trotzem noch eine Führung durch die gesamte Produktion.

CIMG6830.JPG CIMG6831.JPG CIMG6833.JPG

Bevor wir wieder in unser Hotel gingen, schauten wir noch neben an in einen kleinen Laden der diverse Produkte der Indianer verkauft, dort hatte man die Gelegenheit die verschiedensten Souvenirs zu kaufen, wie aus Holz geschnitzte Dekoartikel, gewebte oder gestickte Deckchen, Baumwollkleidung, Korbwaren, Schmuck u.v.m.

CIMG6862.JPG CIMG6866.JPG CIMG6861.JPG

Der Abend näherte sich schon bald und ein wunderbares deftiges Abendmahl erwartete uns.

IMG_0942.JPG IMG_0944.JPG IMG_0946.JPG

Nach dem Abendessen gesellte sich noch Marcus zu uns der bei der ASEC arbeitet. Dies ist eine Organisation die von der Regierung und den Mennoniten finanziert wird und Projekte mit den Indianern vor Ort realisiert. Marcus wollte uns am nächsten Tag 2 davon zeigen.

Hier sind alle Bilder des 2. Tages unserer Chaco Reise