Lugo

Neuer Präsident: Federico Franco

Zu Letzt ging alles recht schnell. Vorausgegangen waren etliche Affären und Unregelmäßigkeiten des ehemaligen Präsidenten Lugo. Der letzte Anstoß war wohl die missglückte Räumung eines besetzten Grundstückes bei der es zu 17 Toten kam:
http://wochenblatt.cc/nachrichten/konfliktreiche-geschichte-der-estancia-morombi-fand-seinen-bisherigen-hohepunkt/10753/
Gestern wurde dann ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. In diesem wurde Lugo nun für schuldig empfunden und seines Amtes enthoben.
Bis zur nächsten Wahl 2013 ist der bisherige Vizepräsident Federico Franco Präsident Paraguay.
http://wochenblatt.cc/nachrichten/auf-lugo-folgt-franco/10941/
Di umliegenden Länder voran Argentinien und Venezuela wollen das nicht hinnehmen und vermuten einen Staatsstreich.
Das sind gerade die richtigen! Wie glaubwürdig diese beiden Länder mit „Ihrer Demokratie“ sind kann ja jeder selber beurteilen.
Hier auf dem Land hat man von dem Ganzen nichts mit bekommen. In Asuncion ist es wohl zu Demonstrationen gekommen.

Vamos a ver…mal sehen was der Neue bringt

Aufruf Appell für die Rechte unkontaktierter Indigener

Ich wurde heute von www.survivalinternational.de angeschrieben mit der Bitte folgende Pressemitteilung zu veröffentlichen. Dem kommen wir gerne nach.

Präsident Lugo in Deutschland: Appell für die Rechte unkontaktierter Indigener

 

Eine Frau der Ayoreo bei einem Haus, das wegen Abholzung verlassen wurde.
© V Regehr/ Survival

Zum Anlass des Deutschlandbesuches von Paraguays Präsident Fernando Lugo in dieser Woche, richtet sich Survival International mit einem dringenden Appell an das Staatsoberhaupt.

Die Menschenrechts- organisation für indigene Völker schreibt: “Die Ayoreo sind akut durch die Planierung ihres Waldes durch Viehzuchtunternehmen bedroht. Der Verlust ihres Lebensraumes könnte ihr Ende bedeuten.”

Laden Sie den vollständigen Brief herunter (pdf, 70kb) >>

Das Schicksal der Ayoreo-Totobiegosode hat weltweite Aufmerksamkeit erhalten und rund 250 Presseartikel sind in den letzten 12 Monaten veröffentlicht worden.

Manche Mitglieder der Ayoreo-Totobiegosode leben noch isoliert im Chaco von Paraguay, was sie zum letzten unkontaktierten Volk Südamerikas außerhalb des Amazonas macht.

Ihr Überleben hängt vom Schutz ihres Landes ab. Private Grundbesitzer und brasilianische Viehzuchtunternehmen, darunter das Global Compact Mitglied Yaguarete Pora, haben jedoch große Teile des Landes der Indigenen aufgekauft und holzen es ab, um Platz für Viehweiden zu schaffen. Auch deutsche Landbesitzer verfügen über große Landstriche im Chaco, einige davon werden ebenfalls von indigenen Gruppen beansprucht.

Erst kürzlich haben neue Satellitenbilder die Abholzung von rund 4.000 Hektar Wald in nur von zwei Monaten durch brasilianische Viehzuchtunternehmen belegt. Bis heute wurde jedoch nichts unternommen, um die Rodung zu stoppen.

Der erste Kontakt kann für unkontaktierte Indigene fatale Auswirkungen haben. Die Ayoreo weisen aufgrund ihrer Isolation nur geringe Immunität gegen Krankheiten von Außerhalb auf. Immer wieder sterben bis zur Hälfte der Mitglieder indigener Völker nach dem ersten Kontakt an Krankheiten. Der Verlust ihres angestammten Landes bedroht zudem die Lebensweise der Indigenen.

In Südamerika gibt es rund 60-100 unkontaktierte indigene Völker, die meisten sind in ihrem Überleben durch Abholzung, Ölexploration und anderes Eindringen in ihre Gebiete bedroht.

Linda Poppe von Survival Deutschland sagte heute: “Präsident Lugo sollte endlich Verantwortung für die verletzlichsten Bewohner Paraguays übernehmen und ihr Land schützen – so wie er es bei Amtsantritt versprochen hat.”

Asunción: Erneuter Vaterschaftantrag

Ein neuer Vaterschaftsantrag ist in der Präsidentschaft eingegangen. Anwalt Marcos Fariña ist mit der Untersuchung der Anzeige gegen Staatspräsident Fernando Lugo beauftragt worden. In einer Pressekonferenz kündigte Lugo an, sich wahrheitsgetreu und gemäss den Anordnungen der Justiz verhalten zu wollen. Die Vaterschaftsklage stammt erneut aus dem Departament San Pedro, aus dem Ort, in dem Fernando Lugo als Bischof gedient hat. Das Kind soll inzwischen 6 Jahre alt sein. Angesichts der neuen Vaterschaftsklage gegen Lugo haben das Frauensekretariat und das Sekretariat für die Kindheit ein gemeinsames Presseschreiben herausgegeben. Darin unterstreicht Ministerin Gloria Rubín das Recht des Kindes auf eine eigene Identität. Der Schutz der Rechte des Kindes sei die Aufgabe ihrer Sekretariate, heisst es. Deshalb hofften sie, dass der Präsident eine klare Haltung einnehmen werde. Lugo solle bei sich selbst als Mann und als Staatsbürger, und vor allem als Staatspräsident damit anfangen, seine Verpflichtungen wahrzunehmen. Vielleicht werde sich dadurch ein jeder Mann und eine jede Familie bewusst werden darüber, wie wichtig es sei, die Vaterschaft ernst zu nehmen.

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