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5 Tage Urlaub…im Chaco

5 Tage Urlaub…im Chaco

Eine Geburtstagsüberraschung sollte es eigentlich werden… wenn auch aus organisatorischen Gründen eine Woche später, sie ist bestens gelungen. Vielen lieben Dank!
Nach den Osterfeiertagen, welche ich dank einer „Infektion“ vorwiegend im Bett verbringen musste, hieß es zum Sonntagabend wieder einmal Koffer packen und „auf in den Urlaub“ 😉

Am Montag gegen 6 Uhr, wenn auch noch etwas schlapp auf den Beinen, mit einer Tüte Zwieback und genügend Tee an Bord, fuhren wir zunächst nach Luque.
Geplant war ursprünglich um 8 Uhr die Übergabe des Leihwagens, welchen wir uns gemietet hatten, da wir den unseren zu den „PoloCars“ bringen und einen rundum Service machen lassen wollten, während der Tage die wir unterwegs waren.

Wie so oft, kam jedoch alles völlig anders.
Der Leihwagen hatte Probleme, über die Osterfeiertage konnten dies nicht gerichtet werden. Netterweise wurden wir informiert darüber, was hier im Lande sicher auch nicht so selbstverständlich ist. So fuhren wir nun gemeinsam zu Peter in die Werkstatt, mit 2 X Arbeit für den Guten, und das zum Montagmorgen in der Früh.
Dieser nahm sich auch gleich Zeit um zunächst das Mietauto, wie anschließend dann auch unseren Dodge anzusehen.
Das Resultat: Wir entschieden uns mit dem Doddge auf Reise zu gehen! Danke Peter!
Die Zeit rannte uns bereits davon, so überquerten wir erst gegen 11 Uhr die Remanso Brücke und düsten mit bereits schon heftigem Klopfen im Kopf die Routa 9 entlang gen Norden.
Der Emmentaler Abschnitt, welcher sich arg verschlechtert und auch erheblich erweitert hatte während der letzten 3 Monate, gab uns dann den Rest. So waren wir froh gegen 16.30 Uhr in Filadelfia einzutreffen.

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Auf das Gästehaus von Domenika & Ernst freuten wir uns schon riesig. Da die letzten Gäste erst das Häuschen am Ostermontag verlassen hatten, dazu auch noch Feiertag/ also ein Familientag im Chaco gewesen war, sind wir sehr dankbar für den möglichen Einzug am frühen Abend.

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Die kommenden Tage konnten wir absolut genießen bei traumhaftem Wetter. Neben einigen Verabredungen und bereits vereinbarten Terminen, fanden wir jedoch noch genügend Zeit zum relaxen & entspannen.

Am Dienstag fuhren wir nach Neuland und erkundigten dort die umliegende Gegend.

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Mittags trafen wir ein ganz sympathisches Pärchen was seit mehr als 7 Jahren etwas außerhalb der Kolonien lebt. Beide lieben den Chaco, konnten bisher auch allerhand eigene Erfahrungen machen und wussten viel Spannendes zu berichten.
So ergab es sich spontan während des Mittagsessens das wir den verbleibenden Tag nutzten und gemeinsam zu Ihnen in den Busch fuhren.

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Es sollte dort ein Häuschen geben, welches wir uns gerne ansehen wollten. Der Besitzer, ein Deutscher hat 2 ältere Häuser auf seiner Estancia stehen.
Der Deal ist folgender: Man setzt eine Pachtdauer von 5, 10 oder 15 Jahren fest, in denen man mietfrei auf diesem Grund wohnen kann, jedoch restauriert man das Haus und hält es instand während der vereinbarten Wohnzeit.
Keine all so schlechte Idee wie wir finden. Also, weshalb nicht anschauen…

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So lernten wir auch gleich den Busch und einige Dörfer kennen, machten zunächst einen kurzen Halt bei der Tochter. Ich entdeckte den ersten Granatapfelbaum in Ihrem Garten und staunte nicht schlecht, das es diese leckeren Früchte im Chaco gibt.
Weiter geht es mit frisch gebackenen Laugengebäck von Tina zu dem neuen Zu Hause von Rosi & Klaus. Beide sind eben erst eingezogen und teilweise noch am Umbau Ihres Häuschens, welches aber schon sehr schmuck und einladend auf uns wirkt.
Nach einer kleinen Stärkung ging es gemeinsam weiter zu dem leerstehenden Objekt.
Naja, das Land/ der Garten nicht übel. Das Haus? Könnte man etwas daraus machen, meint Oliver…
Wir sind uns dennoch Beide schnell einig, ein Leben 50- 100 km außerhalb der Städte kommt für uns eigentlich nicht in Frage. So reizvoll es auch sein mag, wie ich finde. Urlaub oder ein Wochenende jederzeit, doch nicht auf Dauer.
Wie dem auch sei, es war sehr interessant zu sehen, auch war der Tag mit Rosi & Klaus einfach wunderbar.
Wir wollten uns am Freitag nochmals treffen, bei Robert Ihrem Verpachter und Estanciero.

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Am Mittwoch Spätnachmittag stand ein Arzttermin an, so das wir am Vormittag nochmals in Neuland unterwegs waren.
Man hört immer wieder von einigen Seiten, dies sei nicht nur nie Neueste der Kolonien, sondern auch die Schönste. Nun, auch nach dem 2. Besuch dort sehen wir dies ein wenig anders.
Anschließend, sehr zu meiner Freude besuchten wir Flor del Chaco einen Anfang der 70iger Jahre entstandenen Freizeitpark, eingebettet von reichlich Natur.

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So wunderschön grün der gesamte Chaco in diesem Jahr ist, war es ein Genuß sich dort aufzuhalten. Neben einigen Wasservögeln, konnten wir ein Gürteltier sehen, welches jedoch zu schnell gewesen war für einen Schnappschuß.
Oliver entdeckte eine interessante Spur im Lehmboden, welche zu einem Waschbären gehört, wie uns Sabine Vinke www.paraguay-salvaje.com.py später mitteilte. Waschbären setzten immer den Hinterfuß neben einen Vorderfuß, daher schaut es aus als hätten sie 2 verschieden große Füße, rechts und links.
Ebenso scheint es massig Wasserschweine (Carpinchos) im Gelände (wie auch im gesamten Chaco) zu geben, anhand des Kotes überall auf und am Wege zu erkennen.
Eine kurze Erklärung zu dieser Beschilderung.

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Wir bewegten uns ausschließlich auf dem „Wanderweg“.
Da der „Wanderpfad“ nicht einmal den Gummistiefeln stand gehalten hätte, denn dieser verwandelte sich durch den vielen Regen während der Sommermonate in eine Sumpflandschaft, daher derzeit nicht zu begehen 😉

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Am Donnerstag war unser Ziel endlich einmal zur Laguna Campo Maria zu fahren. Nun ja, um es kurz zu machen, das Ziel wurde nicht erreicht ;(
Zum einen sollten wir früher aus den Federn springen, um nicht erst mittags nach 13 Uhr in praller Sonne die Lagune zu erreichen. Außerdem, und noch viel wichtiger. Sollten wir sie erreichen.
Es scheint etwas schwierig, war man noch nie da gewesen. Dank der heutigen modernen Zeit, es lebe das Smartphone 😉 wurde eine Karte heruntergeladen. Ich als Beifahrer, durfte den Weg via Smartphone weisen. Bis sich denn, so ziemlich im ersten Viertel der Strecke der Satellit verabschiedete. Kein Internet, keine Karte, ein mürrischer Ehemann, und ich natürlich auch nicht sonderlich happy.

Was soll´s. verbringen wir den Tag eben anderweitig…
In einer Apotheke erfuhr ich am Abend zuvor von einem weiteren deutschen Laden, welcher wohl auch einiges an Medizinbedarf, Pflaster, Binden ect. hat, dazu noch recht günstig sei im Vergleich zu anderen.
Natürlich schlugen wir bei dem ein oder anderen was uns günstig schien, bzw. was wir hier bisher nicht fanden zu.

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Außerdem gab es ein kleines Haus nahe von Loma Plata zu verkaufen, wie die nette Apothekerin berichtete. Wir wollten es uns einfach einmal ansehen. Ein spontaner Anruf und wir waren gleich willkommen, obwohl gerade kurz vor Mittagszeit!

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Auch eine Schilf Pflanze für den Poolrand wartete auf Abholung.
So hatten wir genügend Beschäftigung vorerst.

Der Mann brauchte eine Siesta am Nachmittag, ehe wir uns entschlossen, nach fast 8 Jahren eine kleine Radtour zu unternehmen. Domenika hatte uns 2 Ihrer Bikes netterweise zur Verfügung gestellt.
Wow, das war genial und wir kamen voll auf den Geschmack. Anfangs etwas mühselig im dickes Sand zu radeln, klappte es später zusehends besser. Ein kleiner Rast für ein Stieleis und weiter ging es…

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Am Freitag, dem schon wieder letzten Urlaubstag, trafen wir uns am Morgen erneut mit Rosi & Klaus vor der Estancia “ Pozo Onze“ von Robert, den wir unbedingt kennenlernen sollten.
Auch hier konnten wir ausgesprochen schöne Stunden alle zusammen verbringen. Robert, ein gebürtiger Bayer, lebt schon seit seinem 14. Lebensjahr im Chaco, nahm sich die Zeit um uns über seine Estancia mit ca 2500 ha zu fahren und vieles Interessante zu erzählen.
Der Verkauf seiner Rinder, wie auch von Grassamen, speziell für heiße und trockene Regionen sind seine Einnahmequellen, berichtet er uns.
Hier und da wurde kurz gerastet, auch einer von den zahlreichen Tachamare wurde besichtigt, wie einige Kälberstände kontrolliert.
Unterwegs sahen wir einen kleinen Tümpel mit einer Handvoll Kaimane, welche schnell Schutz in mit grün bedeckten Wasser suchten. Wir fanden Euch dennoch 😉 wenn auch mit etwas Mühe.
Ich konnte 2 Wasserschweine zusammen mit Klaus von der Ladefläche aus sichten, wie eine kleine Wildkatze (ein Ozelot?) Leider war alles zu schnell im schützenden Busch unterwegs gewesen.
Das auf seiner Estancia das Jagen sämtlicher Wildtiere strickt verboten ist, macht mir Robert um so sympathischer, als er ohnehin schon ist.
So freuen wir uns auf ein baldiges Wiedersehen, es war schön Dich kennengelernt zu haben.

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Nach ein paar Einkäufen im Souvenirladen von Erna, einen Besuch in der deutschen Bibliothek, sowie dem Supermarkt ging es wieder zurück. Ein Unwetter schien aufzukommen, und wir wollten unbedingt nochmals radeln.

Am Abend, ich war bereits am Packen & Kruschteln, entdeckte Oliver einen Veranstaltungshinweis für Naturliebhaber. Um 20 Uhr in der Aula der Fernheimer Schule konnte man „kostenfrei“ eine DiaShow über einige Naturschutzgebiete und deren Tiervielfalten besuchen, geführt u.a. von Sabine & Thomas Vinke. Versteckte Kameras in diesen unberührten Naturoasen filmten über Monate das ein oder andere Wildtier.
Dies ließen wir uns nicht entgehen und ließen den Urlaub mit diesem informativen Abend ausklingen.

Am Samstag hieß es wieder Abschied nehmen, schon früh fuhren wir in Richtung Heimat, diesmal ohne größere Probleme und trafen am Nachmittag in Paraguarí ein, sehr zur Freude unserer Wilma.

Chaco- Teil 2

Chaco- Teil 2

Am Montag nach dem Frühstück fuhren wir die knapp 50 km Süd-westlich in Richtung Neuland, sprich zunächst in das Zentrum Neu Halbstadt um primär unsere Termine in der Administration wahrzunehmen, im Anschluß die Gegend, Geschäfte, den Kern der Stadt zu erkunden, wie einen kleinen deutschen Laden zu besuchen, wo Waren aus der alten Heimat importiert und verkauft werden. Hiervon soll es soweit uns bekannt ist, drei Geschäfte in den Kolonien geben, welche nicht nur Lebensmittel, auch Elektrowaren, Maschinen & Werkzeug anbieten.

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Die Gespräche, sei es im Konsulat oder aber eine Etage höher im zuständigen Büro der Krankenversicherung der Kooperative waren für uns sehr aufschlussreich und wie bereits beim letzten Mal, alle Mennoniten überaus freundlich wie auch sehr hilfsbereit und offen.

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Vor allem im deutschen Laden wurden wir im Anschluß mehr als „offen“ empfangen, und staunten nicht schlecht, sei es zum einen natürlich über die Angebote in den Regalen oder aber über das Angebot an zu verkaufenden Grundstücken in der Umgebung, welche wir sofort besichtigen könnten und so einiges mehr… Nun gut.
Alles in allem fanden wir die im Jahre 1947 zuletzt gegründete Kolonie Neuland, welche ja mit Ihren 3000 Einwohnern (diese auf knapp 30 Dörfer verteilt) zur Kleinsten zählt ein wenig zu beengt, zu dörflich, wenn auch wesentlich grüner die Flora hier schien, als im restlichen Chaco den wir bisher kennen lernen durften.
Später erfuhren wir das der Boden in Neuland wesentlich sandiger sei, vergleichbar in den anderen Kolonien oftmals Lehmböden das Leben der Pflanzenwelt erschweren. Daher die grüneren Gärten, Wiesen und Parks.

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Da ich am Abend einen Arzttermin in Loma Plata hatte, verbrachten wir den frühen Nachmittag im Hotel Florida und fuhren nach einer kleinen Siesta gegen 15 Uhr in die Nachbarkolonie.
Hier gab es die uns empfohlenen Möbelschreiner, welche wir aufsuchten, Angebote stehen jedoch noch aus.
Bezüglich Krankenversicherung fanden wir leider nicht die empfohlene Geschäftsstelle und erhielten nach einem Besuch im Hospital Loma Plata die Info, wir müssten uns in Asunción bei den 4 möglichen Krankenversicherungen Migone, Medi-Life, SAMAP sowie Promed erkundigen, wie auch ggf. diese hier in der Hauptstadt abschließen.
Eine andere Alternative wäre die KV für Auswärtige (also Nichtmitglieder) namens AMS welche uns ja bereits in Neu Halbstadt angeboten wurde, deren Angebot uns jedoch nicht wirklich überzeugten konnte. Doch auch dies wird die kommenden Tage/ Wochen noch abgeklärt und Für und Wider analysiert werden.

Das Casa Aleman, bekannt vor allem durch den Verkauf von Birkenstock-Schuhen hatte glücklicherweise noch geöffnet, so konnten wir hier noch ein klein wenig auf Shopping- Tour gehen.
Noch viele Weihnachtsnaschereien, Stollen, Lebkuchen, Marzipan, Dominosteine und andere feine Leckereien, dazu alles um die Hälfte reduziert, hmmmm so lecker!
Auch hier gab es reichlich Auswahl von Küchengeräten, Gläsern, Backformen, Bleche, Backzutaten, Koch und Backbücher, Medizin, Kosmetik, Heiltees, Kaffee, verschieden Konserven bis hin zu Spielzeug, Wolldecken und natürlich den Birkenstock Schuhen … Da muß man, oder zumindest wir den Geldbeutel schon arg festhalten.

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Um 20.30 Uhr waren wir dann müde, voller neuer Eindrücke zurück in unser Zimmer, genossen den Biergarten des Hotels und schmiedeten Pläne für den kommenden Tag, leider den schon wieder den vorerst letzten.

Chaco Tour Tag 4

Chaco Tour Tag 4

An unserm letzten Tag ging es wieder um kurz vor 7 Uhr zum Frühstück da wir um 7:30 Uhr abfahren wollten.

Rainer wollte an der Rezeption den Schlüssel für das Jakob Unger Musem holen, das schräg gegenüber unseres Hotels lag. Nachdem er 3 verschiedene Schlüsselbunde ausprobiert hatte (keiner passte) rief er den Hotelmanager an. Der kam kurz darauf mit einem weiter Schlüssel. Auch dieser passte nicht. Also wurde der Museumsverwalter angerufen. Der teilte mit das vor ein paar Tagen die Schlösser gewechselt wurden. 10 Minuten später stand er mit dem Schlüssel da und wir konnten endlich rein.

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In dem Museum sind viele historische Gegenstände aus der Anfangszeit der Kolonie zu finden. Im oberen Stockwerk ist u.A. auch eine Sammlung an ausgestopften Tieren aus dem Chaco zu sehen.

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Angeschlossen an das Jakob Unger Museum ist ein schön angelegter Park mit den typischen Pflanzen des Chacos.

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Nach den Museumsbesuch ging es mit dem Auto in die ca. 40 km entfernte jüngste Mennoniten Kolonie Neuland. Diese sind wir allerdings nur durchfahren, da es hier nicht viel Neues zu sehen gab. Der Weg führte uns weiter in das Fort  Boqueron. Dort fand die entscheidende Schlacht des Chacokrieges statt.

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Heute kann man dort noch alte Schützengräben, einen Friedhof, ein paar rekostruierte Hütte und ein kleine Musem sehen. Ausserdem stehen diverse Denkmähler unf Gedenktafeln auf dem Gelände.

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Eine Kuriosität ist der ausgehölte Flaschenbaum. Dieser dienteals Versteck für einen Wachmann oder Scharfschützen.

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Nach einer Pause ging es weiter über 20km Sandpiste zurück auf die Ruta Transchaco. Nun ging es wieder Richtung Asuncion auf einer nicht enden wollenden meist geraden Strasse, vorbei an endlosen Esancias und Palmenheinen. Unterwegs fanden wir am Strassenrand einen toten jungen Jaguar.

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Ca. 70 km vor Asuncion kamen wir noch in ein heftiges Gewitter, das wir aber rasch durchfahren hatten.

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Nach ca. einer 5 stündigen Fahrt kamen wir wieder bei Familie Ruck in Luque heil an.

Ein Dank geht nochmal an Rainer für die schöne und eindrucksvolle Reise.

Unser Fazit:

Wie alles imLeben hat auch das Leben im Chaco 2 Seiten.

Zum einen ist es beeindruckend was die Mennoniten dort oben aufgebaut haben, wie gut alles organisiert ist und wie hoch der Zusammenhalt untereinander ist. Es gibt dort oben auch (fast) alles was man so braucht zum Kaufen. Die Kriminalität ist um einiges geringer. Alle Ortschaften welche wir besucht haben sind wesentlich sauberer, kein Müll an den Straßenrändern! Es ist eine ganz andere Natur, Fauna und Flora zu sehen. Aber man hat auch wesentlich höhere Temperaturen, viel Staub (wenn auch keine rote Erde), wenig Wasser und ist recht isoliert.

Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen und wir werden sicherlich bald mal wieder hochfahren und einige neu gewonnenen Bekannte besuchen und uns weiter informieren.

Hier sind alle Bilder des 4. Tages unserer Chaco Reise