Gestern mussten wie wieder nach Asuncion. Erst zum Zahnarzt und dann noch fehlende Fugenmasse für unseren Bau besorgen.
Seid Donnerstag Nacht regnete es. Und Gestern regnete es auch nur einmal und das den ganzen Tag.
Teilweise kamen richtig heftige Schauer herunter das es in Teilen Asuncions wieder Land Unter hieß.
Es standen wie immer bei so etwas einige Autos einfach mitten in den Strassen, die entweder abgesoffen sind oder wo die Elektrik versagte.
Heute Mittag um 13 Uhr hatten wir hier in Nueva Colombia den heisersten Tag seit einem Jahr. Der bisherige Rekord von 40,2 Grad im Januar 2009 wurde gebrochen.
Das Thermometer erreichte heute 40,7 Grad. Wobei ja schon seit über eine Woche Tempersturen von über 35 Grad und nachts um die 30 Grad herrschten. Der Pool hat inzwischen auch 34 Grad erreicht und bietet nicht mehr viel Abkühlung.
Nachmittags um 15:30 Uhr zog wie von allen Wetterfröschen angekündigt ein Gewitter auf.
Der Himmel bot spektakuläre Farbbilder, es begann stark zu stürmen, Äste wie auch reichlich Laub fielen, Sand und sämtliche Gartengeräte wehten uns um die Ohren, ehe dann endlich ein kühles Nass vom Himmel fiel.
Eine halbe Stunde später hatten wir dann auch für 2h Stromausfall.
Um 18 Uhr das Gewitter war nur noch entfernt zu hören, es regnete noch immer leicht, hatten wir “nur” noch 22 Grad. Brrrrbrrr
Die Wollsocken wie auch langärmlige Kleidung waren am Abend angesagt, denn bei einem Temperatursturz von knapp 20 Grad beginnt man doch ein wenig zu frösteln
Seit knapp 2 Wochen konnten wir in der Nacht endlich wieder einmal durchschlafen, ganz ohne Eispacks, kaltes Duschen oder um 2 Uhr nachts noch einmal in den Pool zu hüpfen.
Laut Wetterbericht werden die ganze Woche über weitere Gewitter gemeldet. Für unseren Bau ein nicht ganz so gutes Timing, für die Natur allerdings schon.
Glücklicherweise nicht sonderlich oft, doch hin und wieder durften wir während der letzten 2 Jahre den Ansturm fliegender Ameisen erleben.
Normalerweise ist dies kein großes Problem, sofern man sofort alle Türen und Fenster schließt, das Licht ausschaltet und nicht gerade auf der Terrasse am frisch gedeckten Abendbrottisch sitzt Letzteres durften wir schon zwei Mal erleben, dies ist dann eine besonders leckere Zugabe…
Am Samstagabend kurz nach der Dämmerung geschah es wieder einmal. Das Küchenfenster und Wohnzimmerfenster klebte voller Ameisentrauben, einige kamen natürlich auch durch die Moskiteros in das Haus, doch es hielt sich in Grenzen. Normalerweise ist dies auch ein Anzeichen für baldigen Regen…
Später konnten wir dann unter der Straßenlaterne einen ganzen Schwarm entdecken.
Nachdem während ihres Hochzeitstanzes die Flügel der Tierchen abgeworfen werden, kriechen alle Kröten aus ihren Löchern, denn für diese ist es eine besondere Freude, wie auch ein gefundenes Fressen und Abendmahl.
Eine Stunde später begann es dann, ganz zu unserer Freude, erneut zu Regnen.
Bereits seit einigen Tagen wurde laut Wetterbericht eine Witterungsänderung angekündigt, so wurde seit Dienstag schon Regen gemeldet mit sinkenden Temperaturen als Folge dessen.
Das man sich auf die Wetterhomepages wetter.de, wetter.com, sowie wetter.net kaum verlassen kann, zeigten uns die letzten Monate, doch die Hoffnung stirbt zu letzt…
Gestern Abend, war es dann endlich soweit, gegen 22Uhr zog ein Gewitter auf und es begann heftig zu stürmen und auch zu regnen. Irgendwann kurz vor Mitternacht schlug ein Blitz unmittelbar in unserer Nähe ein, der Strom fiel aus.
Viel Schlaf gab es also nicht in den letzten Stunden, da sich das donnern und blitzen bis in die frühen Morgenstunden fortsetzte.
Doch wir wollen uns keinesfalls beklagen. Wir haben es uns alle sehnlichst gewünscht.
Heute am Vormittag messen wir hier in Nueva Colombia knappe 19Grad, der Pool kühlte sich auf 21 ab und es regnet momentan noch immer.
Bleibt nur zu hoffen, dass es einige Kilometer nördlich von uns im Chaco ähnlich ausschauen mag…
Am vergangenen Freitag war es dann wieder einmal soweit. Laut der Wetterfrösche wurden bei uns für den Vormittag leichte Regenschauer gemeldet, welche sich allerdings in ein heftiges Gewitter mit starken Niederschlag, über 3h anhaltend ausbauten.
Laut unserem Vermieter fielen 140l/ m2 in ein paar Stunden!! So etwas hatte selbst er seit 15 Jahren nicht erlebt.
Das unser “Villa Kunterbunt” an jedem Fenster, und beihnahe jeder Balkontür noch immer alles andere als dicht ist, dürfte ja keine Neuigkeit sein, demnach begannen wir erneut unsere gesamten Eimer, Schüsseln und Töpfe unterzustellen, und das ins Wohnsimmer laufende Wasser aufzuwischen, was allerdings bei diesen Mengen zwecklos war. Allerdings hielten sich die Wassermassen diesmal in Grenzen, und das Ganze war auch nach ein paar Stunden wieder abgetrocknet.
Wir gehörten auch zu den Glücklichen welche keinen Stromausfall hatten, dafür jedoch war wieder einmal durch Nässe bedingt unser Modem im Turm defekt, so das wir bis heute (Montag) kein Internet hatten.
Als der Regen am frühen Nachmittag nachließ, hörten wir von den Ausmaßen des Unwetters in Asuncion, wo Autos schwammen, Straßen aufgerissen wurden und zum Teil nicht mehr befahrbar waren.
Wir machten uns auf dem Weg nach Luque., um dort noch Einiges zu erledigen… hier ein paar Eindrücke davon…
Am folgenden Samstag Morgen hatten sich die Temperaturen auf ca 26Grad abgekühlt, es war sehr angenehm, dennoch brauchten wir seit langer Zeit bereits langärmlige Kleidung
Man konnte vom Unwetter des Vortages (zumindest bei uns am und im Haus) kaum noch etwas sehen, alles war bereits wieder getrocknet, mit Ausnahme einiger noch leicht feuchter Wände, und unserem Leitungswasser, welches 3 Tage lang garnicht und mittlerweile bedingt wieder nutzbar ist.
Da wir keinen eigenen Brunnen besitzen, somit unser Wasser über die Stadtleitung beziehen, haben wir wohl auch kaum Einfluss darauf… Zum abendlichen Säubern sind wir in den Pool gesprungen, das Wäsche waschen wurde vorerst eingestellt und zum Zähne putzen nahmen wir klares Wasser aus unserem Selz-Wasserautomaten