Der Wunderstrauch
Als wir vor einem guten Jahr nach Nueva Colombia zogen, freuten wir uns besonders über den so herrlich großen Garten hier. Ein nur 10 cm hohes Pflänzchen welches recht unscheinbar zwischen einer Palme und den Pfirsichbäumen stand, hielt ich die ersten Tage anhand der Blätter für einen kleinen Papaya- Baum, deren Früchte zu meinen Liebsten zählen.
Dem sollte jedoch nicht so sein, innerhalb nur eines Jahres schoss dieser herrliche Busch, welcher ein Rizinusbaum ist, blitzartig in die Höhe, auf nun mittlerweile über 8 m.
So schön er auch aussehen mag, der Rizinusbaum, mit seinen bis zu 70 cm großen wechselständig stehenden Laubblättern, welcher ursprünglich aus Nord- Ostafrika und dem Nahen Osten stammt und eine Höhe von bis zu 13 m erreichen kann, macht uns derzeit Probleme.
Via Internet informierte ich mich über das Gewächs und fand heraus, dass aus den Samen der Pflanze durch Kaltpressung Rizinusöl gewonnen wird, welches vor allem medizinische Anwendung findet, aber auch in Mischung mit Methanol zur Schmierung von Verbrennungsmotoren im Modellbau eingesetzt wird.
Sehr giftig hingegen sind die Samenschalen der Frucht, sie enthalten das toxische Protein „Rizin“.
Schon eine kleinste Menge (0,25 mg, nur wenige Samen also) können zum Tode führen.
Meine Bedenken galten den beiden Hunden.
Da der Baum nach seiner Blüte im Frühjahr nun enorm viele Kapselfrüchte trägt, welche Kastanienähnlich ausschauen, die je 3 bohnenförmige Samen enthalten, welche eben„hochgiftig“ sind, versuchten wir in den vergangenen Tagen eine Art Hundesperre zu schaffen, was leider nicht all zu viel Sinn machte, da die Samen im gesamten unteren rechten Gartenteil zu finden sind. Sei es allein durch den Aufprall das sie in sämtliche Richtungen davon springen, oder aber der Wind nachhilft.
Ich sammele nun täglich 2 bis 3 Mal die Samen auf um diese zu entsorgen, hoffe jedoch auf ein baldiges Ende…












