Stacheldraht

Zaun erneuern

Zaun erneuern

Um unsere 3 Hektar haben wir einen mehr oder weniger alten einfachen Weidezaun. Die letzten Wochen haben von einem Nachbargrundstück die Kühe festgestellt das es bei uns noch saftiges Gras gibt (was es auf den meisten Weiden wegen der Trockenheit im Sommer nicht mehr gibt). Und so fanden Sie immer wieder ein Schlupfloch in dem alten Zaun oder überrannten Ihn einfach.
Nach ein paar Tagen war mir das Spiel zu blöde. Immer wieder die Kühe raustreiben und den alten Zaun notdürftig flicken.
Also beschlossen wir den Zaun auf einer Seite des Grundstückes zu erneuern. Die Länge des Stücks ca. 250 Meter.
Es wurden 60 Pfosten mit einer Länge von ca. 2,50 Meter aus Quebracho Holz gekauft. Dieses Holz ist sehr haltbar im Boten und soll 20-30 Jahre halten.

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Ausserdem wurden 3 Rollen Stacheldraht a 480 Meter und 180 Balacinas (Zwischenhölzer am Zaun die zum Stabilisieren eingebaut werden) gekauft.
Francisco unser Gärtner hat noch 2 weitere Arbeiter besorgt. Dann ging es daran Löcher für die neuen Pfosten in einem Anstand von 4 Metern zu graben. Die Pfosten werden ca. 70 cm tief eingegraben.
Danach werden 4 Bahnen Stacheldraht gespannt diese sin ca. 30 cm auseinander. Der Stacheldraht wird mit einem normalen Draht an die Pfosten fixiert.

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Danach kommen jeweils 3 Balancinas zwischen die Pfosten, Diese werden über ein Loch und Draht am Stacheldraht fixiert. So bleibt der Abstand gleich und die Kühe können den Draht nicht auseinander drücken.

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Nach ca. 5 Tagen waren 250 Meter Zaun ersetzt und wir haben nun hoffentlich wieder eine Zeitlang Ruhe von den Kühen.

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Sicherheit im Lande

Diese erschreckende Nachricht war gestern Morgen auf mehreren News Portalen zu lesen…
Ytú: Überfall auf der Estancia.
Fünf maskierte Personen haben gestern abend eine Estancia überfallen. Die Station liegt in Villa Ytú bei Kilometer 61 der Fernstrasse Zwei. Wie die Tageszeitung ABColor berichtet, wurde eine „camioneta“ mitgenommen, Bargeld und Wertsachen wie Computer und Schmuck. Die Räuber seien mit Waffengewalt vorgedrungen und hätten die Eigentümer der Station für über zwei Stunden als Geiseln gehalten. Es soll sich dabei offenbar um ein Ehepaar deutscher Staatsangehörigkeit handeln. Die Viehstation ist ein touristischer Ausflugsort, der Abenteuer in der Natur anbietet. ABC

… da wir die Vier gut kennen, wir erst vor einigen Wochen zu Besuch auf der Estancia  gewesen sind und da ein nettes Wochenende verbrachten, hinterließ das einen schon bitteren Geschmack.
Wir hoffen ganz arg, es geht allen Angehörigen zumindest den Umständen entsprechend gut!!

Das gestern Geschehene, wie auch die vielen Anfragen von Auswanderungswilligen Europäern geben uns heute den Anlass in wenigen Worten über die Sicherheit hier im Lande zu berichten, so wir sie empfinden und verstehen.
Es mag wohl völlig korrekt sein, wie ein Großteil der Menschen hier argumentieren, das es in wahrscheinlich jedem Land (Deutschland eingeschlossen) Diebstähle, Raubüberfälle bis hin zu Morden gibt.
Jedoch sollte man sich vor Augen führen, das „wir alle“ Deutsche, Schweizer & Österreicher welche sich in Paraguay ein neues Leben aufbauen wollen, bzw. aufgebaut haben für paraguayische Verhältnisse steinreiche Menschen sind. Ganz gleich man ob man hundertausende Euros auf dem Bankkonto liegen hat, „nur“ ein armer Hartz 4 Empfänger ist, oder monatlich von seiner knappen Mindestrente hier lebt,  für die Einheimischen gibt es da kaum Unterschiede, wir sind allesamt vermögend, unvorstellbar für einen Großteil der die hiesige Bevölkerung.
Bei deren monatlichen Verdiensten, in so fern sie das Glück haben einer Arbeit nachzugehen, kann man allerdings Ihre Sicht auf uns „Reiche“  sehr gut verstehen. Doch das wäre ein anderes, leider sehr trauriges Thema…
Was uns Beide betrifft fühlen wir uns in den knapp 2 Jahren, welche wir schon hier leben im Grunde nicht unsicher. Weder tags noch nachts und trotz der Geschehnisse im vergangen Jahr in unserem Luquer Mietshaus, auch wenn dies noch immer ein paar kleine Spuren hinterlassen hat.
Es ist unserer Ansicht nach dennoch sinnvoll, sich in den späten Abendstunden von bestimmten Stadtgebieten fernzuhalten (nicht anders wie in deutschen Großstädten auch), nicht wie ein Christbaum behangen durch so manchen Viertel zu laufen,  was natürlich für so manch einen armen Paraguayer mehr als einladend wirkt.

Da wir im Grunde strickte Gegner von 2 m hohen Mauern, Stacheldrahtzäunen samt Alarmanlagen sind, werden wir auf dies sicher einmal im eigenen Grundstück verzichten, was natürlich fast nur auf dem Lande möglich ist.
Sich ein oder zwei Hunde zu halten kann niemals verkehrt sein. Viele Paraguayer haben Angst vor solchen, demnach je größer umso besser 😉
Nachts allerdings lassen wir Wilma & Elly im Haus schlafen. Zum einen natürlich um das Risiko an Leishmaniose zu erkranken etwas zu verringern, außerdem sind sie im Haus auch vor Banditen sicherer, können und werden trotzdem Anschlagen sollte sich ein Fremder unserem Haus nähern.
Wir haben schon einige Male gehört und gelesen, dass man Hunde mit etwas vergiftetem Fleisch überlisten kann und somit der Einstieg problemlos funktionierte.
Eine Waffe zum eigenen Schutz im Haus zu haben, kann auch niemals verkehrt sein. Es wirkt schon ein wenig beruhigend, ob man sie im Notfall allerdings benutzt, sei dahingestellt.
Nicht zu vergessen ist, das die Paraguayer sehr stolze Menschen sind, d.h. man sollte sich gut überlegen wie man mit den Leuten umgeht. Wer meint er sei etwas Besonderes und die „dummen Paraguayer“ wie „Dreck“ behandelt braucht sich nicht wundern.

Ebenso geben sich viele der trügerischen Sicherheit eines Trsores hin. Sicher ein Tresor hält Einbrecher ab die während der Abwesenheit der Eigentümer ins Haus einsteigen, aber was ist wenn man im Haus ist? Was ist wenn man bedroht wird? Dann öffnet, denken wir, wohl  jeder den Geldschrank freiwillig. Sicher man kann Ihn gut verstecken und zumindest für wichtige Dokumente benutzen, aber viel Bargeld sollte man nicht im Haus oder Tresor lagern. Vor allem sollte man nicht in der Öffentlichkeit über seine Werte im Haus sprechen.

Es gibt in Paraguay so einige Regionen, wo man im Vorfeld bereits erfahren kann, wie gefährlich diese sind, darauf sollte man unserer Meinung nach beim Grundstück oder Häuslkauf achten.
Bisher zählte beispielsweise Itú zu einen der ruhigeren Gegenden, doch wie man heute sehen kann ist auch dies nicht so sicher.

Ob es einem persönlich einmal trifft, ist eben reine Glückssache. Sollte es dennoch einmal geschehen, sollte man froh und dankbar sein wenn es bei materiellen Verlusten bleibt, auch wenn diese nicht ganz unärgerlich sind…

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