Chaco- Teil 2

Am Montag nach dem Frühstück fuhren wir die knapp 50 km Süd-westlich in Richtung Neuland, sprich zunächst in das Zentrum Neu Halbstadt um primär unsere Termine in der Administration wahrzunehmen, im Anschluß die Gegend, Geschäfte, den Kern der Stadt zu erkunden, wie einen kleinen deutschen Laden zu besuchen, wo Waren aus der alten Heimat importiert und verkauft werden. Hiervon soll es soweit uns bekannt ist, drei Geschäfte in den Kolonien geben, welche nicht nur Lebensmittel, auch Elektrowaren, Maschinen & Werkzeug anbieten.

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Die Gespräche, sei es im Konsulat oder aber eine Etage höher im zuständigen Büro der Krankenversicherung der Kooperative waren für uns sehr aufschlussreich und wie bereits beim letzten Mal, alle Mennoniten überaus freundlich wie auch sehr hilfsbereit und offen.

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Vor allem im deutschen Laden wurden wir im Anschluß mehr als „offen“ empfangen, und staunten nicht schlecht, sei es zum einen natürlich über die Angebote in den Regalen oder aber über das Angebot an zu verkaufenden Grundstücken in der Umgebung, welche wir sofort besichtigen könnten und so einiges mehr… Nun gut.
Alles in allem fanden wir die im Jahre 1947 zuletzt gegründete Kolonie Neuland, welche ja mit Ihren 3000 Einwohnern (diese auf knapp 30 Dörfer verteilt) zur Kleinsten zählt ein wenig zu beengt, zu dörflich, wenn auch wesentlich grüner die Flora hier schien, als im restlichen Chaco den wir bisher kennen lernen durften.
Später erfuhren wir das der Boden in Neuland wesentlich sandiger sei, vergleichbar in den anderen Kolonien oftmals Lehmböden das Leben der Pflanzenwelt erschweren. Daher die grüneren Gärten, Wiesen und Parks.

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Da ich am Abend einen Arzttermin in Loma Plata hatte, verbrachten wir den frühen Nachmittag im Hotel Florida und fuhren nach einer kleinen Siesta gegen 15 Uhr in die Nachbarkolonie.
Hier gab es die uns empfohlenen Möbelschreiner, welche wir aufsuchten, Angebote stehen jedoch noch aus.
Bezüglich Krankenversicherung fanden wir leider nicht die empfohlene Geschäftsstelle und erhielten nach einem Besuch im Hospital Loma Plata die Info, wir müssten uns in Asunción bei den 4 möglichen Krankenversicherungen Migone, Medi-Life, SAMAP sowie Promed erkundigen, wie auch ggf. diese hier in der Hauptstadt abschließen.
Eine andere Alternative wäre die KV für Auswärtige (also Nichtmitglieder) namens AMS welche uns ja bereits in Neu Halbstadt angeboten wurde, deren Angebot uns jedoch nicht wirklich überzeugten konnte. Doch auch dies wird die kommenden Tage/ Wochen noch abgeklärt und Für und Wider analysiert werden.

Das Casa Aleman, bekannt vor allem durch den Verkauf von Birkenstock-Schuhen hatte glücklicherweise noch geöffnet, so konnten wir hier noch ein klein wenig auf Shopping- Tour gehen.
Noch viele Weihnachtsnaschereien, Stollen, Lebkuchen, Marzipan, Dominosteine und andere feine Leckereien, dazu alles um die Hälfte reduziert, hmmmm so lecker!
Auch hier gab es reichlich Auswahl von Küchengeräten, Gläsern, Backformen, Bleche, Backzutaten, Koch und Backbücher, Medizin, Kosmetik, Heiltees, Kaffee, verschieden Konserven bis hin zu Spielzeug, Wolldecken und natürlich den Birkenstock Schuhen … Da muß man, oder zumindest wir den Geldbeutel schon arg festhalten.

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Um 20.30 Uhr waren wir dann müde, voller neuer Eindrücke zurück in unser Zimmer, genossen den Biergarten des Hotels und schmiedeten Pläne für den kommenden Tag, leider den schon wieder den vorerst letzten.

4 Kommentare zu “Chaco- Teil 2

  1. Olaf Schünemann

    Welche Sprache wird in Neuland vornehmlich gesprochen, …….nicht deutsch, oder?!
    Dass man auf deutsche „Spezialitäten“ scharf ist, wenn man sie lange nicht hatte, kann ich verstehen.

      1. Heratsch

        ja, Menoiten sprechen plattdeutsch.
        Als ich in Paraguay wohnte, fragte mich einen Frau,, was für eine Sprache das sei, ich sagte ihr, werde mal hören wie das klingt.
        Später konnte ich der Paragayin sagen es ist plattdeutsch (Nederländish) und sie freute sich darüber.

  2. Claudia Neumann

    Das liest sich wirklich spannend und interessant! Ich hoffe, Ihr könnt dort Eure Träume und Pläne verwirklichen.
    Das wünsche ich Euch, dass Ihr Eure Vorstellungen dort in die Tat umsetzen könnt und sich auch der Verkauf Eures „kleinen Paradies“ problemlos und zügig gestaltet.
    Ich freue mich auf weitere spannende Berichte.
    Liebe Grüße
    Claudia

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