Unsere Auswanderung

Freitag, 27.10.2006

37Grad

Am späten Vormittag fuhren wir zusammen mit Carmen, die für einige Tage „Strohwitwe“ war, da Ihr Mann zusammen mit Sohn Sebastian einen Kurztrip nach „Buenos Aires“ unternommen hatten, auf die `Estancia Aventura`, um dort Carmens Freundin Kiki, die Besitzerin der Ferien-Ranch zu besuchen, einen netten Tag am Pool zu verbringen und eventuell am Spätnachmittag einen kleineren Ausritt zu Pferde zu unternehmen.
Wir starteten also in Richtung „Caacupe“. Ca 6km hinter dem Wallfahrtsort „Caacupe“ führt uns eine Sandpiste vorbei an vereinzelten schönen Grundstücken, ein Großteil wohl mit Schweizer Besitzern wie uns erzählt wurde, hinauf zur traumhaft schönen und idyllisch gelegenen `Estancia Aventura `.

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Hier können sich vor allem Natur- und Pferdeliebhaber, aber ebenso Familien mit Kindern hervorragend entspannen und relaxen. Für sportliche Aktivitäten laden ein Beach Volleyball- sowie ein Tennisplatz ein. Auch kann man sich beim Westernreiten grenzenlos austoben. Derzeit zählt die Estancia 60Pferde und zahlreiche Rinder.

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Ein wunderschön angelegter Pool, incl. Whirlpool Sorgen dann für die nötige Abkühlung.

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Wir verbrachten einen sehr netten, unterhaltsamen Nachmittag bei Kiki.
Kurz vor Dämmerung versuchten sich Oliver und ich zusammen beim Reiten. Für mich, die noch keinerlei Erfahrungen mit Pferden hatte, war das ein aufregendes Ereignis gewesen.
Nachdem die Pferde gesattelt wurden, und wir eine kurze Einweisung erhielten, stiegen wir auf das Ross, ritten langsam und gemächlich (wie für Anfänger eben üblich) zusammen mit Carmen und Kiki auf die Weiden um die Rinder zusammen zu treiben, sie anschließend zu zählen und auf eine Weitere Koppel zu führen.

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Uns hat das sehr viel Spaß gemacht, selbst Oliver (bisher kein unbedingter Pferdefreund), schien auf den Geschmack gekommen zu sein.
Mit dem Sonnenuntergang fuhren wir am Abend wieder zurück nach „Luque“.Allerdings waren wir alle 3 etwas erschöpft gewesen, das wir nach dem Abendessen schon recht früh zu Bett gingen.

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Donnerstag, 26.10.2006

38Grad

Nach dem Frühstück mussten wir unbedingt eine „Gomeria“ aufsuchen, um unseren defekten Reifen reparieren zu lassen. Das sollte kein Problem sein, da diese Dienstleistung an jeder Straßenecke, in jeder noch so kleinen Ortschaft angeboten wird.
Bereits um 10Uhr zeigt das Thermometer 35Grad an, es versprach erneut ein sehr heißer Tag zu werden. Durch die starke Schwüle wurde einem jeder kleine Schritt schon zur Belastung, das Wässer lief einem schon alleine vom nix tun den ganzen Körper herunter.
Aus diesem Grund sprangen wir gleich nach dem Frühstück in den Pool, auch wenn diese Erfrischung nur sehr kurze Zeit angehalten hat.
Währenddessen bekam ich von Victoria, Carmens Hausmädchen, zum ersten Male einen Terere´(eiskalter Matetee) zum trinken angeboten.

Das Trinken des Matetees in Paraguay ist eine altgebräuchliche Lebensgewohnheit der Menschen im Lande. Man kann es überall beobachten, sei es auf den Straßen, in Parkanlagen, auf Banken, in Geschäften einfach an jeder nur denkbaren Stelle findet man Leute mit Ihren Bechern und Thermoskannen in der Hand.
Der Trinkbecher, welcher zunächst randvoll mit zerriebenen Blättern des Ilexbaumes gefüllt wird, besteht meistens aus Holz oder Kuhhorn. Während der Sommermonate füllt man den Becher mit Eiswasser auf, in der Winterzeit demnach mit heißem Wasser.

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Die ersten Schlücke fand ich nicht so toll, da sich mehr Teekrümel im meinem Mund befanden, als die Flüssigkeit an sich ;( doch nach dem zweiten und dritten Aufguss, nachdem ich mittlerweile auch wusste das man den Saugröhrchen mit Sieb (bombilla) nicht zum Rühren benutzen sollte, war es eine sehr Gute, etwas nach Pfefferminze schmeckende Erfrischung gewesen.

Gegen Mittag, in der größten Hitze, fuhren wir dann endlich nach „Luque“ um eine `Gomeria` aufzusuchen.

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Bereits an der ersten Tankstelle konnten wir eines der Werbeschilder sichten, ich fragte bzw. sagte dem Tankwart, das wir einen Reifen zu Flicken hätten, er antwortet mit „momento“. Okay, wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und warten und warteten…
Uns ist ja schon bekannt das die Paraguayer alles etwas langsamer angehen als bei uns in Deutschland üblich, doch nach 25 Minuten fragten wir dann doch noch einmal nach ob und wann uns jemand helfen wird.
Na toll, der nette Herr Tankwart schickte uns auf einmal weiter, es würde wohl heute niemand kommen um den Reifen zu reparieren, wie sollten es in der „Gomeria“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite versuchen.
Dort angekommen wird uns dann in ca. 1/2h der Reifen repariert. Zu unserem Erstaunen kostete dies nur 7000 Guarani (umgerechnet ca. 1,10€), das ist der pure Wahnsinn der hier abgeht!

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Wer bitte schön in Deutschland würde sich für 1,10€ die Hände schmutzig machen? Dafür bekommt man hier doch nicht einmal mehr die Tür aufgehalten, oder?
Während wir anschließend noch kurz zum Supermarkt fuhren, zog blitzschnell ein Gewitter über der Stadt auf. Bei noch immer 36Grad wurde es zunehmend dunkler und begann stark zu stürmen, kurze Zeit später schüttete es aus allen Wolken. Endlich Regen, nach den vielen heißen Tagen, war das ein Segen für Mensch und Natur.

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Während man mittlerweile keinen einzigen Menschen mehr auf den Straßen sehen konnte, auch nur noch wenige Autos auf den Straßen fuhren, genossen wir es um so mehr bei diesen heißen Temperaturen patsch nass zu werden ;). Auch wenn man uns deswegen schon recht eigenartig nachsah…
So fuhren wir zurück auf die Quinta Tiffany, ca. 3km entfernt vom Stadtzentrum „Luque“ und mussten zu unserem Erstaunen feststellen, das hier nur ein paar vereinzelte Tröpfchen aus den dicken Wolken gefallen waren und der gesamte Boden noch immer total ausgetrocknet war.

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Den angebrochenen Nachmittag ließen wir recht ruhig angehen. Während sich Oliver ein wenig aufs Ohr legte und beim Lesen schließlich einschlief, suchte ich mir ein schattiges Plätzchen vor einem Hibiskusbäumchen, an dem sich jeden Tag ein Kolibri-Pärchen zeigte. Also schrieb ich da in aller Ruhe unser Urlaubstagebuch, lernte ein paar neue Spanischvokabeln und wartete eigentlich mit dem Fotoapparat auf das recht scheue Vogelpärchen.
So vergingen mittlerweile über 2h.
Entweder sind die Kolibris da und wir haben unsere Kamera nicht bei der Hand, oder aber umgekehrt. Anscheinend hatte ich an diesem Tage wieder kein Glück, doch auch morgen ist noch ein Tag und übermorgen und überübermorgen…

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Mittwoch, 25.10.2006

38Grad

Ursprünglich sollte an diesem Tage eine etwas größere Fahrt nach „Villa Florida“ vor uns liegen, doch irgendwie lief so einiges schief, war wohl nicht wirklich so unser Tag gewesen…
Da Oliver ja mittlerweile die 40Jahre überschritten hat, und somit anscheinend auch etwas mehr Schlaf benötigt, klappte es schon mit dem 7Uhr aufstehen nicht so recht.
Das Frühstück wurde also auch erst nach 8Uhr eingenommen, und das natürlich auch sehr ausgiebig, so das wir erst nach 09.15Uhr auf den Weg aus „Luque“ in Richtung nach „San Lorenzo“ waren.

Über die Städte „Ita“ und „Paraguari“ sollte es dann auf der Routa I in Richtung Süden weitergehen.
Es mag zwar jetzt recht witzig klingen, doch wir fanden einfach nicht den richtigen Weg aus „Luque“ nach „San Lorenzo“. Dank der mangelhaften und in diesem Falle auch schlechten Beschilderung fuhren wir zweimal in eine falsche Richtung, die Straßen endeten jeweils als Sandpisten und führten wohl ins Niemandsland.
Mittlerweile war es schon 10.30Uhr spät, wir fanden daher Beide, dass es sich an diesem Tage nicht mehr lohne bis Villa Florida aufzubrechen.
Also bummelten wir durch das Töpferstädtchen „Aregua“ und beschlossen dabei am Nachmittag Bernd und dessen Frau in Lambare´ zu besuchen. Als wir vor ein paar Tagen gemeinsam im `Aquarella` essen waren, bot er uns an auf einen Kaffee bei Ihm vorbeizuschauen. Nach einem kurzen Telefonat wurden dann Zeit und Ort vereinbart.

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Da es erst 12.30Uhr und doch schon 38Grad heiß war, wollten wir uns die verbleibende Zeit bis zur Verabredung im Pool genießen, fuhren also zurück auf die Quinta Tiffany. Am Ortsausgang von „Aregua“ jedoch gab es dann plötzlich einen riesengroßen Knall. Na toll, uns war einer hinten aufgefahren. Was machen wir nun? Uns beiden ging es soweit gut, das war das wichtigste, man war eben nur erschrocken…
Da man ja bekanntlich hier im Lande als „Gringo“ oftmals das „Schwarze Schaf“ ist, und auch oftmals als schuldig verurteilt wird auch wenn dies, selbst unter Zeugen nicht der Fall ist, fühlten wir uns in diesem Moment schon etwas unwohl.
Ein klein wenig Panik schien auszubrechen, ich stieg daher aus und versuchte mit dem netten ebenso leicht aufgeregten Herren zu reden, doch kam mit meinem Spanisch diesmal alles andere als weit ;(
Oliver telefonierte derzeit mit Carmen und bat Sie um Hilfe. Er schilderte Ihr alles Geschehene und Sie klärte dann zum Glück die ganze Sache per Telefon mit dem Senior.
In diesem Moment erst viel uns auf, das man weder an unserem Leihwagen noch an dem Mitsubishi Pajero des Paraguayers, nicht einen Kratzer sah, nur der Kofferraumdeckel unseres Opel Corsa war leicht verzogen, klemmte jetzt eben noch ein kleines Stück mehr beim Schließen als es ohnehin vorher schon der Fall war.
Wir hatten wohl „Glück im Unglück“ gehabt, der Senior war sehr nett, eben keiner der üblichen Abzocker.
Für den Notfall notierten wir uns noch schnell seine Auto-Nummer und konnten dann, zum Glück ohne Polizei unsere Fahrt fortsetzen.

Die Fahrt in das Hafenviertel „Lambare´“ verlief trotz eines kleines Verfahrens recht reibungslos. Wir trafen Bernd wie vereinbart am Wirtshaus Westphalia (ich denke, das es so hieß) und fuhren dann gemeinsam zu Ihm nach Hause.
Wir verbrachten den restlichen Nachmittag zusammen mit Ihm, seiner Frau und Sohn Michael (ein sehr netter Bub!) bei Kaffee und Kuchen und lernten uns so ein wenig kennen. Auch hier wurden wieder Erfahrungen/ Empfehlungen ausgetauscht und auch Starthilfe für uns im kommenden Jahr angeboten.
Ein traumhaftschönes Häuschen haben sich die beiden da in einem, so hat es den Anschein, recht netten Viertel gemietet, teilweise möbliert, 280m2 groß, dabei ein sehr großer Garten inkl. Pool. Und dies außerdem alles zu einem sehr günstigen Preis.

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Es waren ein paar sehr schöne und interessante Stunden gewesen, die wir da verbrachten, ehe wir gegen 18Uhr wieder aufbrachen um zurück nach „Luque“ zu fahren.
Leider verzögerte sich jedoch die Abfahrt dann ein wenig, da wir beim Einsteigen in den Leihwagen einen Plattfuß feststellen mussten ;(

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Irgendwie nahmen wir wohl so alles mit was uns in den Weg kam, während unseres zweiten Paraguay Urlaubes, erst die Polizeikontrolle, dann der Auffahrunfall und am gleichen Tage auch noch eine Reifenpanne…nun gut, wie heißt es so schön, aller guten Dinge sind drei…
Die beiden Männer wechselten das Rad und wir fuhren zurück auf die Quinta Tiffany wo schon das Abendbrot auf uns wartete.
An dieser Stelle möchten wir nochmals ein „ganz dickes“ Lob an Carmens Kochkünste aussprechen!! Wir werden jeden Tag verpflegt und beköchelt, mit den verschiedensten Leckereien. Es schmeckt wirklich wie daheim bei Muttern. Vielen lieben Dank ;))

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Dienstag, 24.10.2006

29Grad

Für den Vormittag hatten wir einen Besuch im `Jardin Botanico` (im Botanischen Garten von Asuncion), sowie im `Jardin Zoologico`(dem Zoo), die beide in einer riesigen und wunderschön angelegten Parkanlage zusammen liegen geplant.
Gelesen hatten wir bisher nur sehr „negativ“ über diese Anlage, vor allem der Zoo sei stark verschmutzt und alles zusammen wohl ziemlich ungepflegt. Daher gingen wir auch, bei angenehmen Temperaturen um die 26Grad am Vormittag, mit nicht all zu großen Erwartungen dahin.
Ziemlich am Stadtrand von Asuncion gelegen fanden wir nach unserer Beschreibung ohne Probleme den `Botanico`.

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Wir zahlten 9000Guarani Eintrittsgebühr, und waren zunächst etwas verwundert, da man anscheinend mit dem Auto durch die gesamte Parkanlage fahren konnte, wenn man das wollte.Ich hatte schon die große Befürchtung Oliver würde sich dies gleich zu Nutze machen, einmal quer durchfahren, ab und zu ein Bild schießen und gleich wieder zurück…Doch zum Glück war das nicht seine Absicht gewesen, wir suchten uns eine Parkmöglichkeit, zahlten auch hier 2000Guarani und stiefelten dann einfach los.Unser Eindruck war nicht unbedingt schlecht gewesen, ganz im Gegenteil.

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Wir liefen durch eine sehr schön angelegte und auch sehr gut gepflegte Parkanlage.

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Was uns auffiel, das enorm viele Menschen für einen Dienstagvormittag hier unterwegs waren, vor allem Familien mit Kindern und auch einige Schulklassen, mehrere Indianerfrauen die uns immerzu verfolgten um Ihre Waren (Ketten, Armreifen, Haarschmuck) zu verkaufen, wie auch ein kleiner streunender Hund, der wohl liebend gerne mit uns gegangen wäre.

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Abgesehen von der nicht gerade artgerechten Haltung mancher Tiere, vor allem der Raubtiere, und auch der Äffchen, was man aber auch in einigen Zoologischen Einrichtungen Europas so vorfinden muss, leider!, fanden wir dennoch, das dies einen Besuch wert war und wir auch sicher wiederkommen werden.

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Besonders faszinierend war die Vielfalt an wunderschönen Vögeln gewesen. Den oder die Elefanten, sowie den Löwenzwinger konnten wir leider nicht finden, obwohl am Eingang des Zoos ausgeschildert war, welche Tiere man besichtigen kann. Vielleicht war dies aber auch schon nicht mehr auf dem aktuellsten Stand gewesen.

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Nach einem kleinen Stadtbummel in Asuncion fahren wir wieder zurück nach „Luque“.

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Mittlerweile zeigte das Thermometer knapp unter 30Grad, also nutzen wir die Zeit einer Erfrischung im Pool.
Am späten Nachmittag, nach 17Uhr holte uns Rainer ab um wie vereinbart das günstig zu kaufende Grundstück samt Häuschen anzusehen.

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Hm, ganz einfach und kurz gesagt hat uns das überhaupt nicht gefallen, weder von der Lage her, noch das Haus an sich. Man hätte zu viel investieren müssen um nach einigermaßen unserem Geschmack dort einziehen zu können. Die Kosten dafür wären umgerechnet wohl ca. 9000€ gewesen.
In näherer Umgebung schauten wir uns dann gemeinsam noch 2 weitere Grundstücke an, die zum Verkauf stehen. Eines davon sehr schön und auch ruhig gelegen, dennoch wir haben noch sehr, sehr viel Zeit ehe wir uns entschließen werden etwas zu Kaufen…

Am Abend wollten wir uns eigentlich allesamt beim Bowling im „Villa Mora“ austoben, doch außer dem Buben Sebastian, der allerdings noch so einige Schulaufgaben fertig schreiben musste, hatte wohl keiner so rechte Lust dazu.
Demnach endete der Abend auf der Terrasse der Quinta Tiffany bei köstlichem Abendschmaus.

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Montag, 23.10.2006

36Grad

Da wir am Abend von Christiane und Bernd zum Essen ins `Aquarella eingeladen wurden, beschlossen wir einen Tagesausflug nach `“Villarica“ zu machen.
Nach dem Frühstück, so gegen 07Uhr fuhren wir bei leichtem Nieselwetter, aber dennoch schon 24 Grad in Richtung Osten, die Routa 2 entlang bis „Cnell. Oviedo“, bogen dann rechts ab nach „Villarica“.

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Nach etwas mehr als 3h wurden wir kurz vor unserem Ziel, wieder einmal Opfer einer Verkehrskontrolle. Zu unserem Glück war dies jedoch eine reine Routinekontrolle gewesen, somit durften wir nach Prüfen unserer Pässe und Autopapiere gleich weiter fahren.
Ein kurzer Abstecher sollte uns nun in das `Hotel Paraiso ´ direkt am Ortseingang von „Villarica“ gelegen führen. Natürlich fanden wir es nicht. Also wurde aus der Überraschung unseres Besuches eine telefonische Voranmeldung.
Wie wir dann später erfuhren, wurde vor wenigen Tagen erst in unmittelbarer Stelle des Werbeschildes für das Hotel, eine Kuh umgefahren. Das Schild dabei mit umgerissen und nun defekt, somit momentan nicht mehr vorhanden.
Okay, Magali & Steffen die Eigentümer des `Hotel Paraiso` haben wir vor 1 ½ Jahren über das Internet kennen gelernt, sie hatten ähnliche Pläne wie wir, waren entschlossen Deutschland zu verlassen und flogen beinahe zeitgleich mit uns im Februar/ März 2005 nach PY um Land und Leute kennen zu lernen.
Sie kehrten Beide absolut Happy und fest entschlossen zurück. Es dauerte, für uns war das unvorstellbar gewesen, aber dennoch sehr bewundernswert, nur wenige Monate, dann begann tatsächlich schon Ihr neues Leben in „Villarica“.
Wir sahen uns heute demnach zum ersten Male, waren auch hier wieder sehr gespannt was und wen wir erwarten werden.
Wir trafen auf ein sehr nettes Pärchen und tauschten bei einer „monstergroßen“, aber sehr schmackhaften Tasse Espresso viele Informationen aus. Auch bei Magali & Steffen konnten wir deren ersten Erfahrungen gespannt zuhören.
Die Stunden vergingen auch hier rasend schnell, doch bevor wir am Aufbruch waren, führte uns Magali noch durch all Ihre Suiten, zeigte uns was alles bereits verändert und umgebaut wurden ist von Ihnen.
Ich persönlich finde es sehr bewundernswert, täglich von morgens bis abends, teilweise bis in die frühen Morgenstunden solch ein Gastgewerbe zu führen, dabei anfangs so gut wie keine Spanischkenntnisse zu besitzen, sich einfach so durch zu wurschteln, kaum Freizeit zu haben und dennoch zu sagen „Wir haben es bisher an noch keinem Tag bereut, diesen Schritt gegangen zu sein“! Wirklich Klasse.!

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Leider ist dieser Blick in den Garten das einzigste Bild was wir bei den Beiden geknipst haben ;( Nach 15Uhr brachen wir dann dennoch wieder auf in Richtung „Luque“, wo wir uns noch ein wenig erfrischen und schick machen mussten, bevor es nach Asuncion zum Grillabend ging. Carmen, Rainer & Sebastian kamen kurzfristig auch noch mit, so konnten wir in einem Wagen fahren. Schön!
Auf der Hinfahrt ins `Aquarella` berichteten uns Carmen und Rainer von einem wohl sehr günstig zu kaufendem kleinen Häuschen, mit kleinem Grundstück, welches in der Nähe von „Limpio“ zu verkaufen wäre. Es handele sich wohl um Verwandtschaft von Carmens Hausmädchen Victoria, die dringend Geld bräuchten, da jemand erkrankt oder verstorben sei.

Wir waren und sind jetzt noch stärker denn je fest entschlossen, uns die ersten Monate oder auch Jahre in Paraguay ein Mietobjekt zu suchen, erst später wenn wir uns ´unserer´ ganz sicher sind, ein eigenes Häuschen zu bauen. Dennoch beschlossen wir uns das Angebot am kommenden Tage anzusehen, ganz einfach um halt mal zu schauen.

Der Abend war sehr nett, und es hat köstlich geschmeckt. Jeder Gaumen konnte auf seine Kosten kommen, von einem riesigen Buffet mit Salaten aller Art, dazu Reis, Pasta, Potatoes, es gab einfach alles. Die Camareros (Kellner) bedienten uns dann mit verschiedenen Fleischspießen, von Rind, Schwein, Huhn, man konnte so viele bekommen, wie man nur wollte. Am Ende nachdem alle gesättigt waren wurden gebackene Ananas in Zimt eingezuckert ebenso am Spieß gereicht, einfach Köstlich. Wem das noch immer nicht genug war, der konnte sich auf das Dessert stürzen, ich selbst habe das leider nicht mehr schaffen können.

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Sonntag, 22.10.2006

35 Grad

Nachdem ich die Augen aufgeschlagen hatte musste ich erschreckend feststellen, das es schon 09.30Uhr spät war. Ups! Zum Glück hatten wir uns für diesen Tag nix an größeren Unternehmungen vorgenommen, demnach war es gleich wie spät es ist, wir haben schließlich Urlaub.
Heute sollte ein purer Faulenzer Tag sein.
Vormittags fuhren wir noch geschwind in das Einkaufszentrum „De Sol“.
Nicht nur immer wir Frauen stecken im Kaufrausch, diesmal traf es wohl eher Oliver. Er kaufte sich ein T-Shirt sowie ein kurzärmliches Hemd für zusammen 70$ und weiter ging es…dazu kam eine Sonnebrille für 100$…

Wobei hier zu erwähnen wäre, das wir seit den 7 Tagen in Paraguay einen enormen Verschleiß an Sonnenbrillen hatten. Wir hatten 3 Brillen aus Deutschland mitgebracht, bei denen innerhalb weniger Tage schon die Bügel zerbrachen, sich verbogen oder aber sich das gesamte Gestell verzog.
Da an jeder Straßenecke Sonnenbrillen angeboten wurden, kauften wir uns natürlich Beide für 3€ eine dieser Teile.
Meine ist hässlich, aber `leider` noch immer nicht defekt.
An Olivers Brille sprangen die Gläser schon nach einem Tag leicht, am darauf folgenden Tag konnte er plötzlich überhaupt nix mehr sehen. Wie er so ist, hatte er die Nase gestrichen voll, und kaufte sich eine ordentliche, eben diese für 100$.

Zurück in „Luque“ schauten wir uns alle zusammen am Nachmittag den GP von Brasilien an. Während bereits die Zielflagge geschwenkt wurde, sprang ich sofort in den Pool und drehte ein paar „Frustrunden“. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen und so vergammelten wir mehr oder weniger den Nachmittag. Oliver las und ich versuchte mein Spanisch etwas aufzubessern.

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Am Abend köchelte Carmen uns den wunderbaren Surubi-Fisch. Das war in Wunschgericht von mir, und er war einfach „köstlich“! (mehr …)

Samstag, 21.10.2006

35Grad

Der heutige Tag führte uns nach „Tobati“, einem Ort welcher durch seine Keramik und Töpferarbeiten bekannt ist, aber vor allem durch die vielen noch alten Ziegeleien am Straßenrand.

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Wir fuhren also über „Aregua“ nach „Caacupe“ und bogen dort links ab in Richtung „Tobati“. Der Weg führte uns durch eine sehr schöne, felsige Gegend und tatsächlich entdecken wir an beiden Straßenseiten mehrere alte Ziegeleien mit ihren urigen Brennöfen. Anschließend trafen wir auf die drei in den Felsen eingearbeiteten Indioköpfe und kraxeln (natürlich Beide mit falschem Schuhwerk) hinauf, auf die kleine Aussichtsplattform und weiter in Richtung Felsen.

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Wir beschlossen dann allerdings recht schnell wieder umzukehren und ein anderes Mal mit festem Schuh, bei nicht all so heißen Temperaturen etwas weiter zu klettern.
Auf dem Rückweg legten wir in „San Bernardino“ noch einen Zwischenstopp ein, tranken dort einen Kaffee und fuhren wieder zurück nach „Luque“.

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Freitag, 20.10.2006

35Grad

Heute hieß es schon 06.30Uhr „aufstehen“!
Nach dem Frühstück fuhren wir wieder zusammen mit Carmen nach Asuncion, gingen da zum Notar um alle zusammen getragenen Unterlagen beglaubigen zu lassen. Das dauerte so seine Zeit, eine Unmenge an Dokumenten von uns Beiden waren inzwischen zusammengetragen wurden, teilweise übersetzt, beglaubigt, überbeglaubigt usw.
Als dies erledigt war, ging es gleich gegenüber zum “Instituto de Migraciones“ wo wir all die Dokumente abgeben durften, diese wurden natürlich ebenso ausführlich und „mit aller größter Ruhe“ geprüft.

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Ich hatte ja genügend Zeit um so einige Dinge zu beobachten. In meinen Augen ist es schon der pure Wahnsinn, in welcher Ruhe und Gelassenheit auf solch einer Behörde geschafft wird. Man kann das kaum reell wiedergeben. Allein schon die Zeit, ein Blatt Papier von einer Seite auf die andere zu legen… würde ich meiner Arbeit in München so nachgehen, hätte ich mit sehr großer Sicherheit keinen Job mehr!
Doch das ist eben einer der vielen großen Unterschiede derer beiden Länder!

Gegen Mittag waren wir nun mit all dem Papierkram fertig. Jetzt liegen wir also ganz unten, unter einem der zu bearbeitenden Dokumenten-Häufchen und können wie so viele Andere nur abwarten.
Schauen wir mal, vielleicht klappt es ja doch alles schneller wie gedacht.

Nach ein paar Erledigungen in der Stadt, fuhren wir noch zu Carmens Krankenversicherung, um uns da ein paar Angebote zwecks Versicherungsschutz, Kosten ec. einzuholen.
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen diese ganzen Unterlagen durchzuarbeiten, da dies alles natürlich in Spanisch geschrieben steht und ich alles erst einmal übersetzen lassen muss.
Später also mehr zu diesem Thema.

Bevor wir zurück nach „Luque“ fuhren, besuchten wir noch Carmens Krankenhaus am Stadtrand von Asuncion, und durften unter Aufsicht einer Oberschwester eine kleine Besichtigung da machen.

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Ich selbst kann und möchte auch nicht viel dazu schreiben. Wenn man wie ich in einer sehr neuen, modernen, QM- zertifizierten Praxis in München arbeitet, ist es sicherlich sehr schwierig medizinische Einrichtungen mit südländischem Flair zu beurteilen. Kurz gesagt, es schien dort sauber und relativ gepflegt zu sein, und ich konnte Desinfektionsmittel entdecken 😉 vom Standart her muss ich es wieder mit den damaligen Polikliniken zu tiefsten DDR Zeiten gleichsetzen, und auch wir habe zumindest fast alles überlebt, oder?Am Abend fuhr Oliver zusammen mit Rainer zur Schule, um den Buben Sebastian abzuholen, der von einem Tagesausflug mit der Schulklasse aus „San Bernardino“ zugekehrt war.
Nachdem wir alles wieder vollständig zu Hause waren, begann der gemütliche Grillabend (Asado) bei noch immer 33Grad wärme.

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Donnerstag, 19.10.2006

34Grad

Nach dem Frühstück fuhren wir zusammen mit Carmen zur hiesigen Policia nach „Luque“, um dort für die Beantragung unserer Daueraufenthaltsgenehmigung eine Bestätigung einzuholen, zum einen das wir derzeit bei Familie Ruck in „Luque“ wohnhaft waren, zum anderen das gegen uns keinerlei Straftaten in „Luque“ vorliegen.

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In kurzer Zeit hatten wir, bzw. hatte Carmen den nötigen Antrag gestellt und kann einen Tag später die gewünschten Unterlagen ausgehändigt bekommen. Allerdings muss dies dann vor Einreichung auf der Migration notariell beglaubigt werden. Doch dazu später mehr.Gegen Mittag beschlossen wir Christiane & Bernd, die ehemaligen Nachbarn der Ruck´s in „Limpio“ zu besuchen.
Im letzten Jahr während unseres ersten PY Urlaubes, lebte das nette Vorrentnerpärchen auf einem relativ neu gebauten, großen Anwesen nahe der Ruck´s mietfrei, da die Eigentümer nach Trennung zurück nach Deutschland gegangen waren. Dafür kümmerten Sie sich mehr oder weniger um Haus und Garten. Da mittlerweile der Eigentümer verstorben ist, und es zu lang anhaltenden Erbstreitigkeiten der Besitzerin gekommen ist, haben sich Christiane und Bernd ein nettes Haus nahe Asuncion gemietet.

Besagtes Grundstück nebenan steht nun mittlerweile seit einem ¾ Jahr leer und modert so vor sich hin. Kein Mensch kümmert sich darum, man lässt eben alles vergammeln, wobei so viele Menschen froh wären ein Dach über dem Kopf zu haben. Ist schon irre die Welt auf der wir leben!
Mittlerweile hat sich auch schon eine ganze Schar von Ferrari- Fröschen zum all abendlichen und auch nächtlichen Chorgesang versammelt. Hatte ich zuvor auch noch nie gehört, Formel I Frösche, war nicht unangenehm denen zu zuhören;)

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„Rainer und Carmen haben sich jetzt entschlossen das Grundstück wieder zu säubern. Auch wird der Pool wohl mit Sand zugeschüttet werden, so wäre das Problem, eventuell auftretender Ungeziefer bei steigender Temperatur, dann ebenso gelöst.“ Wir fuhren also nach „Limpio“, eine kleine Ortschaft nicht weit entfernt von „Luque“ gelegen.

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Das Miethäuschen ist in einem sehr schön gepflegten Zustand, mit ca. 90m2 Wohnfläche dazu einem relativ großen Garten, für 2 Personen schon ausreichend, und mit 150Dollar monatlichen Mietkosten, inkl. Gärtner u. Wasserkosten, recht günstig meinen wir.

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Auch hier verbringen wir eine nette Zeit beim Ratschen, und vereinbaren uns kommenden Montag im `Aquarella`, einem brasilianischen Grillhaus in der Hauptstadt gelegen, zum Abendessen zu treffen. Bernd fragt noch nach ob es uns recht sei, wenn sie ein nettes Pärchen mitbringen würden, welches auch vor einem knappen Jahr Deutschland den Rücken gekehrt hat und nach PY ausgewandert ist. Sie wäre wohl Paraguayerin, er Deutscher. Wir haben beide keine Probleme damit und bemerken erst auf dem Rückweg, dass es wahrscheinlich das Paar sein muss, welches wir ebenso während unseres Urlaubes besuchen wollten. Ich wusste noch das Beide in „Lambare´“ lebten und Sie aus PY stammte, er hieß ebenso Bernd, alles passte so einigermaßen perfekt zusammen, demnach ließen wir uns überraschen. Das wäre ja schon ein lustiger Zufall.Da wir schon im letzten Jahr einmal in diesem Restaurante gespeist haben und es so lecker da war, freuten wir uns schon riesig darauf.
Ich finde diese für hier landestypischen Grillabende so toll, man kennt das eben überhaupt nicht aus Deutschland. Nicht das man unbegrenzt viel essen kann wie man eben nur mag, das ist es nicht, nein diese große Auswahl, seien es die Buffets oder die Vielfalt an Fleischspießen und diese lecker gebackene Ananas, hmmmmmmmm!!

Nach einem kleinen Abstecher zum Rio Paraguay fuhren wir anschließend zurück nach „Luque“.

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Die Suche nach dem Supermarkt, in welchem wir vor wenigen Tagen mit Carmen bereits waren, stellte sich als etwas schwierig heraus. Nachdem wir über 20min. kreuz und quer durch das kleine Stadtzentrum irrten, fanden wir dann endlich das gewünschte Ziel 😉 Wir kauften noch ein paar einheimische Naschereien, etwas Kokos und Vanillejoghurt (welcher hier trotz der recht flüssigen Form sehr gut schmeckt) und fuhren zurück auf die Quinta Tiffany, wo wir uns bereits auf den Pool freuten. Ist ja schließlich ganz schön anstrengend so ein Tag unterwegs bei dieser drückenden Hitze 😉
Dort angekommen, teilte uns Carmen gleich mit das wir unbedingt noch unsere Passfotos machen lassen müssen, außerdem habe Sie mit der `Financera` telefoniert und wir könnten unsere eingezahlten 5000$ bereits wieder abheben.
Nun gut, also noch nix mit der Abkühlung im Pool, wir beschlossen dann gleich noch einmal gemeinsam loszufahren um alles zu erledigen.

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Mittwoch, 18.10.2006

33Grad

Während unseres Urlaubes in Paraguay freuten wir uns auch besonders auf die Einladungen einiger netten Menschen, zu denen wir schon seit einiger Zeit näheren Kontakt, sei es über diverse Foren im Internet oder aber über unsere eigene Auswanderungsseite haben.
Leider konnten wir nicht allen Einladungen nachgehen, doch aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben 😉
Nach dem Frühstück fuhren wir also an diesem Mittwochmorgen bei 28Grad nach „Piribebuy“ um dort Toni, samt Familie auf seiner „Topachi-Ranch “ zu besuchen.
Da uns schon im vergangenen Jahr die Gegend um „Piribebuy“ und „Paraguari“ besonders gut gefallen hatte, freuten wir uns besonders auf diese Tour und waren ebenso gespannt die „Topachi-Ranch“ kennen zulernen.
Ohne weitere Probleme fuhren wir über „Aregua“, vorbei am Lago Ypacarai auf der Routa 2 nach „Caacupe“, und bogen dann rechts in Richtung „Piribebuy“ ab. Wir fuhren durch die faszinierende hügelige Landschaft, umschlungen von riesigen Palmenwäldern, einfach idyllisch und hatten schnell schon unser Ziel erreicht.

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Die Topachi-Ranch konnten wir trotz Beschreibung jedoch nicht so schnell finden, doch für solche Fälle hatten wir ja zum Glück ein Handy bei sich.
Eine lange breite Lehmpiste führte und dann direkt auf sein Anwesen zu, welches bereits auf den ersten Blick wunderschön und riesig groß erschien.
Nach einer netten Begrüßung und vor allem einer kalten Erfrischung, führte uns Toni über die Ranch, zeigte uns seine Appartementhäuser, sein Ferienhaus mit eigenem Pool, für Langzeitmieter sehr gut geeignet, sein eigenes Wohnhaus sowie einen Teil seiner Tierschar, von kleinen Äffchen über Nasenbären, den Tukan bis hin zu Pferden, Schweinen und natürlich auch einigen Hunden.

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In relativ kurzer Zeit, ich glaube so ca. 1 3/4Jahre leben die Drei jetzt in Paraguay, haben sie sich enorm viel aufgebaut und wirklich ein traumhaft schönes Anwesen errichtet.

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Während wir bei kühlen Getränken und einer Tasse Kaffee ein wenig über unsere Zukunftspläne und Ziele plauderten und Tonis & Christines ersten Einwanderungserlebnissen im Lande lauschten, verging die Zeit wie im Fluge.
Wir finden es nach wie vor immer wieder recht interessant und auch sehr wichtig, positive aber auch negative Erlebnisse zu erfahren. Zum einen kann man teilweise selbst daraus lernen, und vermeidbaren Dingen umgehen, zum anderen warnt es nach wie vor immer wieder zur „großer Vorsicht“, vor allem vor profitgierigen Menschen, die an jeder Ecke lauern können, leider nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in PY.

Nach 16Uhr brachen wir dann dennoch wieder auf, um zurück nach „Luque“ zu fahren.
Kurz hinter „Caacupe“ geschah es dann, wir landeten in einer Polizeikontrolle.
Man winkte uns heraus und bat um alle nötigen Papiere. Oliver hatte einen Bus kurz vor Ende des Überholverbotes überholt und dies genau vor der Nase der Policia ;( sch…
Leider verstanden wir in der Aufregung kein Wort von dem was der nette Herr von uns wünschte zu bekommen, so das wir versuchten Ihm mitzuteilen, er möge doch bitte aufschreiben wie hoch die Strafe sei. Nach langem hin und her, bekamen wir ganz vorsichtig und unauffällig für die umstehenden Beamten, einen winzigkleinen Schmierzettel zwischen die Pässe geschoben auf dem noch winzigkleiner der Betrag von 40$ geschrieben stand.
Na toll, ist ja doch ne Menge Kohle. Da wir neben Guaranis auch nur noch Münzgeld und einen 50$ Schein im Portemonnaie fanden, waren wir gezwungen Ihm diesen zu geben. Ich selbst hatte ja wenigstens die Hoffnung wir müssten jetzt warten und würden das Wechselgeld zurück bekommen, doch wie naiv von mir, es kam natürlich niemand zurück, also machten wir das wir schnellstens von da weg kamen.
Auf der Quinta Tiffany zurückgekehrt freuten wir uns auf eine Abkühlung im Pool, ein deftiges Abendbrot und einen schön ausklingenden, erlebnisreichen Tag.

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Dienstag, 17.10.2006

34Grad

Anders als am gestrigen Tag waren wir schon gegen 7Uhr aufgestanden. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir nach Asuncion.
Im Einkaufszentrum „Maria Lopez“ kann man jeweils dienstags ab 7Uhr einen großen Obst und Gemüsemarkt besuchen und ganz lecker sehr gute Ware einkaufen.

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Neben verschiedensten Obst und Gemüsesorten, Marmeladen und Honig kann man auch einen Käse-Gewürz-Blumen- und Fleischstand finden. Wirklich sehr empfehlenswert!

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Im Einkaufszentrum selbst, kaufte ich mir dann in einem Sportfachgeschäft, eine dünne, lange Puma Hose, denn bereits an den ersten Abenden schien ich das ideale Fressfutter der Moskitos zu sein. Mit 28$ war dies sicher nicht das größte Schnäppchen, doch allemal viel günstiger als in Deutschland.

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Auf dem Rückweg fanden wir am Stadtrand von Asuncion eine Straße mit lauter kleineren Gärtnereien, in denn Blumen, teilweise auch Orchideen, aber vor allem Pflanzen und Bäume aller Art angeboten wurden. Auch die Auswahl an Blumentöpfen, Zierschmuck aus Holz und Keramik je nach Geschmack zur Dekoration für Garten und Terrassen war sehr groß gewesen.

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Da nach 10Uhr endlich die Sonne die letzten Wölkchen weg geschoben hatte, genossen wir den Nachmittag bei 34 Grad am und im Pool.
Am Abend verwöhnte uns Carmen wieder einmal mit einem sehr guten Abendmahl.
Nach einem Anruf zu Hause bei unseren Eltern mussten wir erfahren, das mittlerweile die Tages- Temperaturen in Deutschland im einstelligen Bereich lagen 😉 um so mehr genossen wir das Klima des Frühlings in Paraguay 😉
Übrigens, das telefonieren über Skype in das deutsche Festnetz ist enorm günstig!
Kosten: 0.017€/ pro Minute, und beiderseits ein wirklich sehr guter Empfang!

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Montag, 16.10.2006

30 Grad

Gegen 10Uhr genossen wir unser ausgiebiges Frühstück, mit verschiedenen selbst hergestellten Marmeladen, Honig, verschiedenem frischem Obst, aber auch Wurst und Käse, Joghurt und dazu dunklem Brot und auch Semmeln, nicht zu vergessen der frisch gepresste Orangensaft, einfach leeeeeeeecker!!!

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Gegen Mittag fuhren wir in die Einkaufspassage „del Sol“ nach Asuncion, um dort unter anderem unser Geld, zum einen in Dollars zu tauschen, da wir 5000$ zum Hinterlegen auf einer `Financera` benötigten (für die Beantragung der Daueraufenthaltsgenehmigung) und natürlich ein paar Guarani abzuheben. (Der Kurs des Dollar lag übrigens bei ca. 5800)

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Am frühen Nachmittag fuhren wir auch schon zusammen mit Carmen, die sich um unsere Papiere kümmert, nach „Luque“ auf eine ´Financera`, wo wir nach ewig langem Papierkram unser Konto eröffnen konnten, anschließend gleich die 5000$ einzahlten, über die man wie uns versichert wurde, schon in wenigen Tagen wieder verfügen konnte. Da waren wir ja mal sehr gespannt, ob das auch alles so reibungslos klappen würde 😉
Nachdem dies alles erledigt ist, fuhren wir zusammen in einen Supermarkt, wo ich gleich dabei war mir diverse Preise von den verschiedensten Artikeln zu notieren, seien es Nahrungsmittel, Haushaltswaren ec., aber auch nachzuschauen, ob es das ein oder andere hier zu kaufen gibt.

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Nach unserem momentanen Informationsstand kann man so gut wie alles, meist auch sehr preiswert im Vergleich zu Deutschland kaufen. Mit Ausnahme von „schmackhaftem Kaffee“, Espressobohnen und Knäckebrot, haben wir bisher alles was uns wichtig erscheint finden können.Um die monatlichen Nebenkosten dennoch im Rahmen zu halten, kann man mit dem Kauf von vor allem einheimischen Waren, seien es Hygieneartikel oder auch Lebensmitteln, Gewürze und vieles mehr, sicher um einiges günstiger und oftmals nicht weniger schlecht einkaufen.
Auch wir werden uns da sicher umstellen müssen. Man meint oft, man könne auf bestimmte Dinge des täglichen Gebrauches nicht verzichten, das ist allerdings alles reine „Kopfsache“, meinen wir zumindest.

Nach dem Einkauf im Supermarkt, waren wir auf der Suche nach einem Handy. Das sollte bei der zahlreichen Anzahl von Handy-Shops hier kein Problem sein.
Zum Glück hatten wir noch immer Carmen an unserer Seite, denn beim Kauf des Handys benötigte man unserer Cedula- Nummer, welche wir ja allerdings noch nicht besaßen. Somit gab Carmen die Ihre an und die Sache war gegessen.
Kosten fürs das Handy waren 200.000Guarani +10.000Guarani für die dazugehörige Karte.
Zurück auf der Quinta Tiffany ging es nach Kaffee und Kuchen zum ersten Male bei 30Grad Lufttemperatur ab in den Pool.

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18Uhr, noch immer war es herrlich warm 😉 Während Oliver dabei war die beiden Rechner von den Ruck´s zu reparieren, versuchte ich meine noch rechts geringen Spanischkenntnisse aufzubessern. Wobei ich schon recht überrascht über mich selbst war, dass ich mich bisher unterwegs doch so einigermaßen verständigen konnte. Supi 😉 (mehr …)

Sonntag, 15.10.2006

(25Grad)

In Sao Paolo bei strahlendem Sonnenschein angekommen, verlängerte sich unser Aufenthalt von 2h auf mehr als 3, doch das war alles relativ gut zu verkraften.
Mit einem kleinen Zwischenstopp von 10 Minuten in der Grenzstadt Ciudad Del Este, flogen wir dann endlich nach Asuncion, Paraguays Hauptstadt, trafen mit ungefähr 1 ½ h Verspätung bei leichtem Regen und 25Grad Lufttemperatur ein.
Bereits auf dem Airport „Silvio Pettirossi“ erlebten wir unseren ersten kleineren Schock. Nach ewig langem Warten auf unser Gepäck, wurde uns dann schließlich mitgeteilt, das unsere Koffer noch in Brasilien liegen würden, und vermutlich am Abend erst in Asuncion eintreffen.
Okay, da kann man wohl nix machen. Im gleichen Augenblick wurden wir auch schon von Carmen überrascht, die hinter uns auftauchte und bereits eine ganze Weile nach uns suchen lies. Da sich Oliver und ich doch optisch in den letzten 1 ½ Jahren ein klein wenig verändert haben, schien dies wohl etwas schwierig zu sein, wie sich herausstellte 😉
Wir mieteten uns, schon wie im letzten Jahr, gleich auf dem Airport einen Opel Corsa für die gesamte Zeit unseres Aufenthaltes in Paraguay. Die Kosten dafür liegen, ohne Kilometer- Begrenzung pro Tag bei 55$, (das sind sogar 5$ weniger als im vergangenen Jahr).
Nach dem nötigen Papierarbeiten dafür fuhren wir dann in das nur wenige Kilometer vom Airport entfernte „Luque´“ auf die “Quinta Tiffany“ zu den Ruck´s , wo wir die meiste Zeit unseres Urlaubs verbrachten…

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Nach der Begrüßung der gesamten Hundeschar, der Papageien und des Tukan wurde bei einer Tasse Kaffee erst einmal ausgiebig geplaudert. Mittlerweile zeigte sich bereits die Sonne und so verging der Nachmittag wie im Fluge.
Carmen telefonierte des Öfteren wegen unserer verloren gegangenen Koffer, doch noch immer schien kein Mensch eine fundierte Auskunft geben zu können, wann und ob überhaupt unser Gepäck ankommen wird.
Als wir uns schon auf den Weg in die Stadt begeben wollten, um die nötigsten Dinge, wie Klamotten, Deo, Duschbad ec. zu kaufen, läutete endlich das Telefon. Es war bereits 17.45Uhr als uns die erfreulichen Mitteilung erreichte, unser Gepäck stände nun bereit, und könnte noch heute Abend abgeholt werden.
Das taten wir dann auch umgehend. Endlich konnte alles auspacken werden und wir uns beim Duschen erfrischen. Anschließend genossen wir das leckere Abendmahl, doch bereits nach 22.30Uhr fielen wir tot müde in unsere Bettchen und schliefen und schliefen und schliefen…

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