Asuncion: Viehzüchter streben nach EU Export

Angespornt durch die Wiederzulassung für paraguayisches Rindfleisch, auf dem der Markt der EU, haben zahlreiche Viehzüchter eine Einschreibung in das System zum Herkunfts-Nachweis von Rindern, Sitrap, beantragt. Momentan sind lediglich rund 300 tausend Rinder aus 43 Betrieben in das Sitrap-Register eingetragen worden. Durch die Eintragung zusätzlicher Viehzuchtbetriebe, könnte das bisher unzureichende Angebot deutlich erhöht werden, hiess es von seiten der Ländlichen Vereinigung Paraguays, ARP. Wie der Vorsitzende des ARP-Büros für Rinder-Registrierung – Carlos Pedretti erklärte, will der Verband sich ebenfalls dafür einsetzen, das sich mehr Viehzuchtbetriebe bei Sitrap eintragen lassen. Durch die Öffnung des EU Marktes hat Paraguay die Möglichkeit die Hiltonquote zu nutzen. Dies bedeutet eine besonders gewinnträchtige Export-Menge von jährlich 1 tausend Tonnen Fleisch bester Qualität und zu dem entsprechend hohen Preisen. (abc)

Asunción: Positive Gesundheits-Bilanz

Nach Ansicht des Gesundheitsministeriums sind in diesem Jahr die gesundheitlichen Dienstleistungen des Staates verbessert worden. In einem Bericht unterstreicht Gesundheitsminister Oscar Martínez Doldán besonders die vermehrte Anzahl von Angestellten in dem Bereich. Demnach seien in diesem Jahr 730 zusätzliche Kräfte im Gesundheitssektor eingestellt worden. Auch die Gehälter der Angestellten seien schrittweise angehoben worden. In den staatlichen Gesundheits-Instituten sind derzeit über 18 tausend Personen beschäftigt. Darunter sind über 4 tausend Ärzte, 2 tausend 600 Diplom-Kranken-schwestern und über 6 tausend Hilfs-Kranken-schwestern. (PPN)

Asunción: Deutsche Förderung für Paragayische Schulen

Mit deutscher Unterstützung sollen drei neue Projekte zugunsten des nationalen Erziehungssektors durchgeführt werden. In diesem Sinne wurde gestern ein Spenden-Abkommen mit der deutschen Botschaft in Asunción unterzeichnet. Dabei geht es erstens um ein Projekt zur Ausstattung von Klassenräumen und die Umzäunung einer Schule im Departament San Pedro. Dieser Plan erfordert eine Investition von 18 Millionen Guaranies. Das zweite Projekt begünstigt eine Schule in Eusebio Ayala im Departament Cordillera mit dem Bau von zwei neuen Klassenräumen. Drittens erhält auch eine Berufsschule im Barrio Obrero von Asunción die Unterstützung der deutschen Botschaft. Hier fehlten bislang die finanziellen Mittel zum Kauf von 5 Unterrichts-Notwendigen Nähmaschinen. Der Gesamt-Umfang der deutschen Hilfs-Aktion beträgt etwa 66 Millionen Guaranies. (PPN)

Benjamín Aceval:Ausländische Freiwillige bauen Sozial-Wohnungen

Eine Gruppe der Organisation Hábitat para la Humanidad führt erneut ein Häuser-Projekt in Paraguay durch. Es handelt sich dabei um ein Projekt zum Wohnungsbau für Sozialschwache Familien. Dieses mal profitieren zwei Familien der Ortschaft Benjamín Aceval. Die Wohnungen sollen voraussichtlich heute fertiggestellt und bei einer schlichten Feier ihrer Bestimmung übergeben werden. Wie John Chambers, Leiter der Freiwilligen-gruppe erklärte, wurden die Häuser innerhalb von zwei Wochen errichtet. Das Projekt nennt sich, Solidarität ohne Grenzen. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatten zwei Familien dieser Ortschaft Wohnungen im Rahmen dieses Projekts erhalten. Weitere Wohnungen wurden in den vergangenen Jahren auch in Ortschaften Ostparaguays aufgeführt. (abc)

Asunción: Traurige Syphilis-Statistik

In Paraguay sind Geschlechtskrankheiten unter Jugendlichen weit verbreitet. Darüber informierten zwei ausländische Ärzte in einem Interview mit dem Radiosender „Radio Viva“. Demnach gehört Paraguay zu den Ländern mit der höchsten Syphilis-Infektionsrate. Die Situation sei vor allem auf die fehlende Sexualerziehung der Kinder zurückzuführen. So würden paraguayische Kinder innerhalb der Familie entweder falsch, oder gar nicht auf gesunde Weise an das Thema herangeführt. Sifilis ist eine höchst ansteckende Geschlechtskrankheit, die schon allein durch Speichel übertragen werden kann. Unbehandelt führt die Krankheit auch bis zum Tod. Die Syphilis-Infektion einer werdenden Mutter kann über den Blut-Kreislauf auf das noch ungeborene Kind übertragen werden. Das kann zum Tod des Kindes führen, der entweder noch während, oder direkt nach der Geburt eintritt. Syphilis kann auch Missbildungen am überlebenden Kind bzw. Entstellungen am chronisch erkrankten Erwachsenen hervorrufen. IN den letzten drei Jahren hat die Zahl der Syphilis-Erkrankungen weltweit zugenommen, nachdem Syphilis schon beinahe als ausgestorben galt. (Jakueke)