Der Winter ist da

Auch hier im Chao hält der Winter Einzug. Die Felder sind fast alle abgeerntet, die Nächte werden kühl und es taut oft. Die Luftfeuchtigkeit ist oft noch recht hoch und dies macht diese kühle Wetter unangenehm.

Um nicht zu sagen kalt. Alles unter 20 Grad empfindet man, wenn man hier lebt, als kalt. Abends wenn man bei unter 20 Grad draussen sitzt werden die Pullover und die dicken Jacken angezogen und viele haben Mützen auf um den Kopf zu schützen.

In der Natur verschwindet so langsam das grün von den Wiesen, aber es wird nie so grau und trist wie in Deutschland, da die meisten Bäume immergrün sind.

Neues Spielzeug: Eine Drohne

schon längere Zeit faszinierte mich das Thema Drohnen, weniger das Filmen eher das Fotografieren aus einer anderen Perspektive.

Zugeschlagen habe ich nun als von DJI die DJI Mini 2 herauskam. Klein, leicht und für mich wichtig: die Fotos werden im RAW Format geliefert so das ich Sie gewohnt bearbeiten kann. Entschieden habe ich mich dann für DJI Mini 2 Fly More Combo. Hier sind dann gleich Ersatzakus, Propeller und anderes Zubehör dabei.

Die ersten Übungstunden liegen nun hinter mir und ich muss sagen es macht Spass. Meist fahre ich gegen Abend nach der Arbeit hier durch die nähere Umgebung und suche mir Motive zum Fotografieren. Durch die Drohne bieten sich nun ganz andere Blickwinkel und Möglichkeiten.

Doch seht selbst:

5 Jahre Paraguay

Gestern vor 5 Jahren kamen wir hier in Paraguay an. Wie die Zeit vergeht. Wir waren gut vorbereitet und hatten die „rosarote Brille“ in Deutschland gelassen. Außerdem hatten wir das Glück am Anfang Hilfe zu haben. Es gab hier auch Auf und Ab´s wie überall auf der Welt. Aber inzwischen haben wir hier uns unser kleines Paradies eingerichtet und fühlen uns sehr wohl. Das Einzige was ab und zu fehlt ist die Familie.
In der Zwischenzeit haben wir hier auf einige nette Leute kennen gelernt mit denen wir uns regelmäßig mal treffen und austauschen. Ansonsten genießen wir hier unsere Ruhe und Freiheit.
Natürlich bekommen wir über die Seite auch immer wieder Nachrichten von Auswanderungsinteressierten. Die meisten lassen sich Zeit und Informieren sich gut, aber es gibt auch immer wieder Leute, die recht abenteuerliche Vorstellungen von dem Land und dem Leben hier haben. Vor allem was den Lebensunterhalt angeht.
Naja, wir beginnen nun die nächsten 5 Jahre und hoffen das wir weiterhin Glück haben und unser Leben hier genießen können.

10 Tips für Paraguay Auswanderer

1. Das Land wenn möglich mehrmals SELBSTÄNDIG bereisen.
2. Die Sprache lernen
3. Erst was Mieten und sich hier einleben
4. Geschäfte niemals anders wie in DE erledigen, d.h.
a. niemals vorab etwas bezahlen
b. Papiere/Verträge unabhängig prüfen lassen
c. Alle „Versprechungen“ vertraglich zusichern lassen
d. Mindestens eine Nacht über größere Käufe schlafen
5. Nicht jedem seine ganze Lebensgeschichte, bzw seinen finanziellen Rahmen mitteilen
6. Sich zu nichts drängen lassen, hier wird nie eine Immobilie oder Dergleichen „über Nacht“ verkauft
7. Nicht krampfhaft versuchen einen deutschen Freundeskreis in ein paar Monaten auf zu bauen. Freundschaften entwickeln sich und wachsen über Jahre.
8. Die Paraguayer wie Menschen behandeln und nicht wie Leibeigene.
9. Sich der paraguayischen Mentalität versuchen anzupassen, oder zumindest versuchen diese zu verstehen
10. Sich im Klaren sein: ich als Deutscher bin hier der Ausländer

Die Liste kann noch beliebig erweitert werden….

Wespenalarm

Gestern entdeckten wir auf einem unserer Pomelobäume im Garten ein relativ großes Wespennest.
Soweit uns bekannt ist, gibt es weniger gefährliche Wespenarten in Paraguay, aber auch eine Art Killerwespen. Zumindest wurde uns das so erklärt.

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Die Tierchen schienen auf jeden Fall ganz friedlich, dennoch sollten wir etwas dagegen tun. Die Frage nun, wie am günstigsten stellen wir das an?

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Das Wespenhaus mit einem Feuer ausbrennen, wäre zu gefährlich so mitten in der Baumkrone gelegen. Auch die Pumpgun zu benutzen war eine kurze Idee, doch keine Ideale.
So schliefen wir eben eine Nacht lang darüber, unter dem Motto „kommt Zeit, kommt Rat!“
Heute dann brachten uns die Schwiegereltern beim telefonieren auf die Idee das Nest mit einem Wasserstrahl vom Baum zu spritzen.
Nachdem wir vor einigen Wochen einen neuen Wasseranschluss bekamen, jetzt praktisch direkt von der 30m höher gelegenen Straußenfarm versorgt werden,  anstatt von der Gemeinde, erhöhte sich somit auch der Wasserdruck um ein vielfaches.
Somit zerstörte Oliver am Nachmittag das Wespennest ganz mühelos ohne Probleme, ganz einfach mit Wasser. Der Baum, wie auch die Pomelos haben den Anschlag bestens überlebt.